Media Monday # 357 : Ein unerwartetes Come Back, diesmal im wirklichen Leben

 

 

Schon seit einiger Zeit ist mir das neue Schild an einem Laden aufgefallen, der sehr lange leer gestanden hatte, nachdem die darin befindliche Second-Hand-Boutique zu meiner Enttäuschung schließen musste. Das Problem ist nicht immer das, was rausgeht, sondern eher das, was reinkommt, z.B. das Woll- und Handarbeitsgeschäft, das aus Altersgründen schließt und als Nachfolger einen Laden für Shishas und Zubehör bekommt und bei dem ich mich frage, wie lange der sich halten kann, wenn der Trend vorbei ist.

In dem aktuellen Fall mit dem neuen Ladenschild ist es aber so, dass mir die Aufschrift deshalb so vertraut vorkam, weil es ein solches Geschäft für Whisky im Nachbarort bereits gegeben hatte, sein Inhaber es aber aus gesundheitlichen Gründen schließen musste und dieser seine übrig gebliebenen Bestände online verkaufen wollte.

Je öfter ich an dem neuen Geschäft vorbeifuhr, desto größere Fortschritte in Richtung Eröffnung schien sein Inhaber gemacht zu haben, und am vergangenen Wochenende fuhr ich einfach direkt dort hin, um herauszufinden, ob ich richtig geraten hatte. Resultat meiner detektivischen Meisterleistung: Es ist derselbe Mann mit demselben Geschäft, mit dem er sich nun endgültig selbständig gemacht hat, und ich habe mich gleich in den Verteiler für seinen Newsletter aufnehmen lassen, damit ich weiß, wann die nächsten Whiskytastings stattfinden. Zum Schluß habe ich dann noch zwei Flaschen schottischen Single Malt erstanden: Einen Caol Ila aus der Elements-of-Islay-Edition (von der Insel Islay, die bekannt ist für ihre rauchigen, torfigen Whiskys) und einen Highland Park von den Orkney-Inseln, der den Walküren gewidmet ist.

Welchen davon ich mir zum Ausfüllen der sieben Lückentexte in der aktuellen Ausgabe des Media Moday auf Wulfs Blog medienjournal gönnen werde, weiß ich noch nicht, aber der Abend könnte gehaltvoll werden.

 

Whisky 280418

 

 

Media Monday # 357

1. Passend zum Tanz in den Mai: Tanzfilme habe ich mir früher öfters angesehen. Meistens waren es die „Klassiker“ wie Footlose, Flashdance oder Dirty Dancing. Inzwischen gibt es nur noch wenige, die ich mir nochmal anschauen würde, und das wäre „Strictly Ballroom“, „West Side Story“, „Die roten Schuhe“ und „Black Swan“ (auch wenn letzterer kein Tanzfilm im herkömmlichen Sinn ist).

2. Bei dem Song Bitter Sweet Symphony muss ich immer an den erwachenden Tag denken, denn die Streichersequenz zu Beginn des Liedes erinnert mich an das Einsetzen des Vogelgezwitschers früh am Morgen.

3. Was man in Filmen/Serien nie zu sehen bekommt: wenn es sich jemand mit einem Stapel Zeitungen auf dem Lokus gemütlich macht. Anscheined ist das WC ein mysteriöser Ort. Was ich an der Stelle korrigieren muss: Bei Game of Thrones ist dieser Ort lebensgefährlich.

 

 

4. Von all den Konzerten, bei denen ich dabei war, wird mir eines für immer in Erinnerung bleiben: Simon & Garfunkel 1982 im Stadion am Bieberer Berg.

 

5. Meine Sammlung von Miss-Marple-Filmen begeistert mich wirklich ein ums andere Mal, aber ich glaube, es wird langsam Zeit, mir die Filme auch mal im Original anzusehen. Dabei gibt es doch noch so viele Agatha-Christie-Verfilmungen, die ich noch nicht kenne, zum Beispiel die Neuverfilmunng von „Zeugin der Anklage“ (Witness of the Prosecution), die vor einiger Zeit als Zweiteiler auf BBC One lief.

6. Die ach so überraschende Wendung in Game of Thrones mit dem abgeschossenen Drachen hätte ich nicht unbedingt gebraucht, denn jetzt kann ich mir ausmalen, wie die nächste Staffel verlaufen wird.

7. Zuletzt habe ich mir einen neuen Psychothriller gekauft, und das war ein Glücksgriff, weil die Geschichte nicht blutig, aber hochgradig fesselnd ist und durch eine ungewöhnliche Handlung besticht.

 

 

 

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Soundtrack of my life : essay on vocal ranges – with loads of brackets – pt. I

 

brackets (engl.) = Klammern

 

Nein, dieser Artikel dreht sich nicht um das Klammern in Beziehungen oder die Zahnspange, die ich als Kind tragen musste, sondern befasst sich mit… ach, am besten findet’s selbst raus, denn ich fange gern bei einem Thema an und höre bei einem anderen auf. Abschweifungen können so verführerisch sein, genau wie manche Stimmen, die mich gleich in ihren Bann ziehen und die ich unter Dutzenden anderer mühelos herausfiltern kann…

Außerdem ist er gespickt mit englischen Ausdrücken, obwohl ich mich schon so oft über Texte in genau diesem Stil geärgert habe, weil sie oft so gewollt und aufgesetzt klingen, dass ich mir denke „Du, Freundchen, schreibst auch nur so, weil es von Dir so erwartet wird und man sich davon jede Menge Aufmerksamkeit verspricht und hohe Klickzahlen und Likes folgen werden.“ Yes, und außerdem: Long texts are my speciality. They’re as good as repellants.

Bei meinen seitenlangen Monologen bin ich dagegen sicher, dass sich die Klickzahlen in Grenzen halten und die „Likes“ ausbleiben werden. Aber das ist nicht schlimm, schließlich schreibe ich zu meinem Plaisir, und dabei habe ich am Deutschunterricht das Schreiben von Aufsätzen am meisten gehasst, besonders dann, wenn man sie vorlesen musste. In Musik war ich eine Niete, und mein Englisch war okay. American Short Stories oder „Der Tod des Handlungsreisenden“ im Englischleistungskurs waren nicht meine Lieblingsthemen, dann doch lieber Sartre in meinem anderen Leistungskurs.

Heute komme ich gerne öfters beim Schreiben vom Hölzchen aufs Stöckchen, und muss mich zusammenreißen, dass sich ein Satz nicht über fünfundzwanzig Seiten erstreckt. Dabei hilft mir dann immer ein Kommentar mit Rotstift, den ich einst von meinem GK-Lehrer bei einer Arbeit einkassiert habe: „Schachtelsätze vermeiden! Sie vernebeln die Aussage.“

Bevor ich eine Aussage über meine Rubrik „Soundtrack of my life“ treffe, die ich hier neu eingerichtet habe, ohne dass es anscheinend einer bemerkt hat, möchte ich noch erwähnen, dass ich zwar immer noch keine musikwissenschaftlichen Abhandlungen schreiben kann und will, aber dass dafür mein Englisch mit den Jahren immer besser geworden ist (teilweise träume ich sogar in dieser Sprache). Und, wie war das nochmal mit den Abschweifungen und dem Herumschreiben um den heißen Brei?

Dabei wäre letzteres der falsche Begriff. Heiß ist an dem Thema nämlich auf den ersten Blick erst mal nichts, weil schon die Überschrift alleine so trocken wie Brot daherkommt, aber man ist ja steigerungsfähig. Und was nicht ist, kann noch werden.

 

Vocal ranges – part I – „I’ll always love you“ *)

 

Was habe ich früher Bauklötze gestaunt, wenn es hieß, Maria Carey habe einen Stimmumfang, der sich über x Oktaven erstreckt, oder wenn die stimmliche Bandbreite von Whitney Houston in den Himmel gelobt wurde. Wie leicht man als Teenager doch zu beeindrucken ist, und in den Jahren danach war mir das relativ egal, weil mein Musikgeschmack in eine andere Richtung ging. Mir war mehr nach Bands und Solokünstlern, die der breiten Masse eher unbekannt waren, dafür aber umso bekannter in der sogenannten Schwarzen Szene. Grundsätzlich bin ich ja auch immer offen für neue Stilrichtungen, mit denen ich mich eher seltener beschäftige, und dank meines Mannes fand ich dann nach und nach auch Gefallen an Musik von Künstlern, die in den 70er und 80er Jahren ihre große Zeit hatten, wie z.B. Pink Floyd, Barclay James Harvest oder Jean-Michel Jarre. Letzteren durfte ich vor ein paar Jahren live erleben und war mächtig beeindruckt, ja sogar begeistert von der Show in der Festhalle, die visuell und akustisch ein Genuß war: elektronische Musik ohne Gesang war bisher nicht so meins gewesen, aber an diesem Abend hatte alles gestimmt, auch wenn ich den Sound in der Festhalle nie als besonders prickelnd empfunden hatte.

Um aber jetzt wieder die Kurve zurück zu Sängern bzw. Sängerinnen und deren stimmlichen Umfang zu finden, muss ich erneut in die 80er Jahre zurück, denn (auch wenn es keiner mehr hören kann) aus dieser Zeit besitze ich noch sehr viele Schallplatten aus unterschiedlichen Genres: hauptsächlich von Duran Duran und von U2 (was nun gar nicht zusammenpasst), aber auch von Billy Joel (passt noch viel weniger dazu) – und nicht zuletzt auch noch drei Alben von INXS.

An dieser Stelle muss ich einer Umleitung folgen. Der letzte Absatz bzw. der letzte Satz ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was ich mit „um den heißen Brei herum schreiben“ meine. Wo es bei anderen so leichtfüßig und nonchalant klingt, wenn sie über diejenigen schreiben, für die sie sich begeistern, und sich freimütig dazu bekennen, ein Fangirl zu sein, brauche ich mehrere Anläufe. Und am Ende haben’s alle gemerkt, aber so getan, als wäre ihnen die Message entgangen und waren so höflich, sich nichts anmerken zu lassen.

Aber vielleicht war die Zeit noch nicht reif und das Beste kommt erst zum Schluss – oder es ist wie mit dem Führerschein: Die einen brauchen nur das Minimum an Stunden und legen die Prüfung mit Bravour ab, und ich brauche ein Vielfaches davon, nur weil es mich vor der Prüfung gruselt. Da hier aber kein Prüfungskomitee sitzt, ist damit jetzt Schluss: Auch wenn das vermutlich auch niemand mehr lesen will außer mir selbst, kann ich mich an dieser Stelle auch gleich Fan von INXS outen. Als Fan übrigens, der diese Band niemals live erlebt hat (U2 übrigens auch nicht, dafür aber Depeche Mode).

 

Auf die Hauptroute geht’s in Teil II : Vocal ranges – part II – „Drama, Baby!“.

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Fußnote:

*) „I’ll always love you“ (Whitney Houston – I’ll always love you)

Die 5 Besten am Donnerstag : Filme der 60er Jahre, Teil 1

 

Auf Goranas Blog ergothek geht es jetzt los mit dem Film-Countdown der Sechziger Jahre – aufgeteilt in jeweils fünf Filme –, und weil für mich dieses Jahrzehnt mit dem Jahr 1961 beginnt und mit dem Jahr 1970 endet, lasse ich 1960 einfach weg, obwohl es genau da einen echten Klassiker für Science-Fiction-Fans gab: „Die Zeitmaschine“, nach dem Roman von H.G. Wells.

 

Und nun meine fünf Filme, von 1961 bis 1966

 

1961 – Eins Zwei Drei (One Two Three):

Eine meiner Lieblingkomödien von Billy Wilder, der im in vier Sektoren aufgeteilten Berlin vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts spielt. In den Hauptrollen James Cagney als Direktor der West-Berliner Coca-Cola-Filiale, Lieselotte Pulver als dessen Sekretärin und Horst Buchholz, der einen Ost-Berliner Kommunisten spielt, in den sich die Tochter des Firmenchefs Hals über Kopf verliebt hat.

 

1962 – Ein Köder für die Bestie (Cape Fear):

Ein hochspannender Thriller mit Gregory Peck als Anwalt Sam Bowden und Robert Mitchum als entlassener Strafgefangener Max Cady, der sich an Bowden rächen will und dessen Familie terrorisiert, bis es am Ende am Cape Fear zum Showdown kommt. „Ein Köder für die Bestie“ wurde 1991 unter dem Titel „Kap der Angst“  mit Nick Nolte (Bowden) und Robert de Niro (Cady) neu verfilmt.

 

1963 – Der rosarote Panther (The Pink Panther):

Nach einer Komödie und einem Thriller kommt nun eine Kriminalkomödie mit dem trotteligen Inspektor Clouseau, gespielt von Peter Sellers. Legendär ist für mich die Verkleidungsszene im Aufzug, die dazu dient, den Inspektor an der Nase herumzuführen.

 

1964 – Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (Dr. Strangelove or: Howw I learned to stop worrying and loving the bomb):

Was für ein sperriger Titel für eine bitterböse Satire auf den Kalten Krieg, genial in Szene gesetzt von Stanley Kubrick und mit Peter Sellers in gleich drei verschiedenen Rollen.

 

1965 – Genosse Don Camillo (Il compagno Don Camillo):

Ich liebe die Filme mit Don Camillo und Peppone. In dieser Verfilmung machen sich die Genossen um den Bürgermeister Peppone auf nach Moskau, und Don Camillo fährt, getarnt als „Genosse Tarocci“, zu Studienzwecken mit. Auch wenn Kritiker wenig begeistert von der letzten vollständigen Verfilmung der Bücher von Giovanni Guareschi waren, mag ich diesen Film sehr.

 

Die restlichen fünf Filme aus den Jahren 1966 bis 1970 gibt es dann nächste Woche.

Serienmittwoch bei Corly : unsere Lieblingsserie(n) als Spiel

 

Ich schrieb es schon des öfteren: Wenn meine Liebsten und ich Lust auf ein Spiel haben, dann ist es meistens ein Brettspiel. Da passt die aktuelle Mitmachaufgabe auf corlys Blog lesekasten aufs Trefflichste, denn sie lautet:

 

Eure Lieblingsserie als Spiel allgemein.

Welches Spiel wäre das und wie würde es aussehen?

 

Diesmal gibt es kein langes Herumreden – meine bevorzugten Brettspiele sind

 

Die Säulen der Erde

Die Siedler von Catan

Der Herr der Ringe

Zug um Zug

 

Aber Lieblingsserien habe ich noch viel mehr – davon gibt es hier nur vier:

 

1) Call the Midwife – für die Spielidee stand „Die Säulen der Erde“ Pate: Das dem Nonnatus House angeschlossene Maternity Home steht kurz vor der Schließung. Zusammen versuchen die Schwestern, eine neue Einrichtung aufzubauen.

 

2) Die Siedler von Catan – herzlich willkomen bei der Star-Trek-DS9-Ausgabe: Hier liefern sich Klingonen, Bajoraner, Cardassianer und Humanoiden der Sternenflotte einen Wettstreit, wer am weitesten kommt beim Ausbau von neuen Kolonien im Alpha-Quadranten.

 

3) Being Human – hier kommt man nur mit Gemeinschaftsarbeit weiter, denn die religiöse Untergrundorganisation CenSSA (Centre for the Study of Supernatural Activity) will Vampiren, Werwölfen und anderen übernatürlichen Wesen an den Kragen. Bei „Der Herr der Ringe“ müssen Frodo, Sam, Merry und Pippin den Kampf gegen Sauron aufnehmen, und nur gemeinsam kommen sie weiter. „Being Human“ im Stil von „Der Herr der Ringe“ kann ich mir nur für drei Spieler (Vampir, Werwolf, Geist) vorstellen – aber wenn ich noch einen vierten Charakter ins Spiel bringen darf, käme mir als erstes noch ein Zombie in den Sinn (auch wenn in „Being Human“ keine Zombies vorkommen).

 

4) Das Eisenbahnspiel „Zug um Zug“ könnte ich mir noch gut als Sons of Anarchy-Sonderedition vorstellen. Anstatt Bahnlinien aufzubauen, versuchen verschiedene Motorradclubs und Gruppen, ihre Vertriebswege aufzuziehen: SAMCRO, Mayans MC, Nomads, One-Niners – leider habe ich keinen Plan, wer die fünfte Gruppe in diesem Spiel sein könnte.

Media Monday # 356 : Back to virtual life

 

Beinahe wäre die neueste Ausgabe des Media Monday auf dem Blog medienjournal wegen ausgefallenem Internet für mich ausgefallen. Sieben Lückentexte auf dem Handy zu tippen und auszufüllen wäre für mich nicht in Frage gekommen. Aber dank eines sehr, sehr netten Verwandten, der früher Telefonanlagen installiert hat, habe ich jetzt eine neue Fritzbox mit passendem Telefon und funktionierendem Internet. Der blöde Surfstick, der mich nur Geld, Zeit und Nerven gekostet hat, kann mich mal gernhaben.

 

Media Monday # 356

1. Am Donnerstag startet der neue Avengers-Film im Kino. Ich für meinen Teil wusste noch nicht mal, dass es einen gibt, geschweige denn, worum und um wen es diesmal darin geht.

2. Das Werk von vielen sogenannten deutschsprachigen Songwritern wird ja reichlich gehypt, wobei ich finde dass sie einander teilweise so ähnlich klingen, dass ich oft gar nicht sagen kann, wer da gerade zu hören ist.

3. Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass Jake Gyllenhaal so viele Filme aus unterschiedlichen Genres gedreht hat und auch schon in Musicals aufgetreten ist. Und wenn wir schon bei dem Thema Musik sind, wusste ich bis vor ein paar Wochen auch nicht, dass Michael Hutchence nicht nur ein beeindruckendes Stimmvolumen hatte, sondern auch sämtliche Texte für die Band INXS geschrieben hat. Und was ich auch nicht wusste: Wie schwierig es ist, einen angeblich ganz einfachen Weg ins Internet zu finden, wenn die Fritzbox streikt oder wenn man mit einem Dinosaurier von Smartphone unterwegs herumgurkt.

 

 

4. Von meinen Lieblingsserien gönne ich mir gerne auch die Originalversion, schließlich ist das eine schöne Möglichkeit, mein Englisch auf dem Laufenden zu halten, auch wenn die Schauspieler aus verschiedenen Ländern kommen. Niemals hätte ich gedacht, dass ich bei dem irischen Schauspieler Aidan Turner überhaupt keine Untertitel zuschalten muss. Dies betrifft vorwiegend BBC-Produktionen. Bei amerikanischen Produktionen wie „Sons of Anarchy“ ziehe ich jedoch die synchronisierte Fassung vor, weil ich mit der amerikanischen Sprachfärbung nicht so gut klarkomme.

 

5. Mein neues Telefon und den Internetzugang wieder installiert zu bekommen, war ein richtig tolles Erlebnis, denn jetzt kann ich endlich meinen nächsten Urlaub buchen, was offline nicht ganz so easy ist. Ein tolles Erlebnis war auch, den Film „Der große Trip – Wild“ zu schauen, denn dadurch habe ich mich wieder daran erinnert, wie es war, einen Fernwanderweg in Hessen entlangzuwandern. Der Jakobsweg von Fulda nach Gelnhausen ist zwar nicht dasselbe wie der Pacific Crest Trail in den USA, aber genau wie die Hauptakteurin war ich mit viel zu viel Gepäck unterwegs, und das dann auch noch im Winter, der vereiste Teilstücke und einen veritablen Schneesturm für mich bereithielt.

01 nach frankfurt

02 winter

6. Über meine musikalischen Vorlieben zu bloggen war mir ein Bedürfnis, denn so hatte ich mal wieder die Gelegenheit, meine Lieblings-Schallplatten aufzulegen und die Entdeckung zu machen, dass manche Alben in mehrfacher Ausfertigung existieren. Außerdem konnte ich vielen Erinnerungen aus meiner Jugendzeit nachhängen, was allerdings nicht immer so angenehm ist, wie es sich liest oder wie man vermuten könnte.

7. Zuletzt habe ich vergeblich versucht, mit Hilfe eines Surfsticks ins Internet zu kommen, und das war frustrierend, weil auch die Leute in einem anderen Laden nicht in der Lage waren, das Ding zum Laufen zu bringen.

Kurz darauf hatte ich auch noch einen Beinahe-Unfall, weil der Autofahrer vor mir den Rückwärtsgang einlegte und meinen rechten Kotflügel touchierte. Als ich dann meinerseits zurücksetzte, fuhr er dann nochmal rückwärts gegen mein Auto, nur um dann Gas zu geben und einfach wegzufahren. Ich fuhr ihm hupend und mit Lichthupe hinterher: Keine Reaktion. Als er dann endlich in einer Parkbucht hielt, schrie ich, er solle aussteigen. Aus dem Auto stieg ein alter Mann, der sich tausendmal entschuldigte und zugab, dass er nicht mehr gut hört. Äh. Mein Ärger verwandelte sich in Erschrecken, und ich redete auf ihn ein, mir und meinem Auto sei nichts passiert – aber er solle bitte, bitte dringend zum Arzt und seine Ohren und vor allem Augen untersuchen lassen.

 

Nachdem ich nun alles ohne Schaden noch mal gut überstanden habe, kann ich mich zurücklehnen und meinen Umzug aus der Serienwelt von Charming (Sons of Anarchy) in die von Bristol (Being Human) umso entspannter genießen. Ich hätte ja nie gedacht, dass man mich mit einer völlig absurden Geschichte um eine WG aus Geist, Vampir und Werwolf nochmal reizen könnte, aber die Story hat tatsächlich was, vor allem eins, was britische Serien wunderbar können: sich nicht selbst ganz so ernst nehmen. Ich meine: Welcher Geist kommt schon auf die Idee, sich als Lehrmaterial ausgerechnet einen Film wie „Ghost – Nachricht von Sam“ anzuschauen? Das einzige, was ich schade finde, ist die Kürze der ersten Staffel. Sechs Folgen finde ich für eine Serie schon ziemlich wenig, und ich hoffe, dass die anderen vier Staffeln aus mehr Folgen bestehen, denn „Being Human“ hat noch viel Luft nach oben.

 

 

Zum Abschluss noch etwas witziges, das mir durch den Kopf ging, als im Fernsehen neulich ein Werbespot für die WC-Ente lief – denn dort ging es um Toiletten, in der Gefahren lauern… Spoileralarm: Also, die einzigen gefährlichen Toiletten, die ich kenne, sind die in Game of Thrones, in der Tyrion seinen Daddy erschießt und das Dixi-Klo bei Sons of Anarchy, in dem sich Gemma mit gezückter, geladener Waffe versteckt hat. In beiden Fällen wäre die WC-Ente nutzlos gewesen.

Die fünf Besten am Donnerstag : my All-Time-Favorite Bands/Solokünstler

 

Mit der 90. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog hat die musikalische Reise ihren krönenden Abschluss gefunden; leider ohne mich, weil ich von Dienstag bis heute kein Internet hatte. Aber nun bin ich wieder online und kann es nachholen. Auch wenn ich damit zu spät bin. Aber besser spät als nie, auch wenn es vermutlich keiner liest.

Angefangen hat der Artikel mit der Feststellung, dass „Queen wohl die beste Band der Welt ist, die außergewöhnlich sind und tolle Musiker.“

Soviel zu den Sätzen, die mir noch im Gedächtnis hängengeblieben sind. Auf die Frage, ob ich Queen mag, kann ich nur antworten: Ich habe sie durch meinen Mann kennen-und liebengelernt, aber seit er nicht mehr unter uns weilt, kann ich keinen Queen-Song mehr hören, ohne an den zu denken, den ich vor eineinhalb Jahren verloren habe. Bei seiner Trauerfeier liefen genau zwei Lieder, bei denen ich heute den Raum verlassen muss, wenn sie mal wieder im Radio gespielt werden: „Time to say good-bye“ von Andrea Boccelli und „Who wants to live forever“ von Freddie Mercury. Mehr möchte ich dazu nicht sagen – und so gut ich Queen auch finde, aber ich habe sie nie persönlich live gesehen oder gar ein Live-Konzert in voller Länge Online oder im Fernsehen gesehen.

 

Meinen Abschlussbeitrag zu den „5 Besten“ möchte ich mit Künstlern füllen, deren Livepräsenz mich schwer beeindruckt hat. Und ich war schon auf vielen Livekonzerten, angefangen bei Simon & Garfunkel (das erste, das ich je erlebt habe), über Billy Joel (mit seinem Album „Stormfront“) bis hin zu den Rolling Stones (mit Big Country als Vorband) und – als letztes Live-Erlebnis, zusammen mit einer Freundin: Iron Maiden. Aber keiner von ihnen wird in meiner Best-of-Liste auftauchen. Die Reise geht in eine ganz andere Richtung:

 

Meine 5 All-Time-Favourites

One – Loreena McKennitt: Live habe ich sie nie erlebt, sondern kannte bisher nur die Musik auf ihren CDs, wie z.B. die Titelmusik zu dem Fernsehfilm „Die Nebel von Avalon“. Seit ich jedoch ihre Konzert-DVD „Nights from the Alhambra“ gesehen habe, würde ich so gerne mal eine ihrer Konzerte miterleben. Ob es 2018 noch dazu kommt, weiß ich nicht, aber ich halte die Augen weiterhin offen.

Two – INXS: Auch diese Band habe ich niemals live gesehen, was ich sehr bedauere, denn wenn ich mir auf youtube einen Konzertmitschnitt von 1991 aus Wembley anschaue, finde ich die Energie, die von dem gesamten Ensemble, und nicht nur von dem Frontmann, ausgeht, einfach überwältigend. So bleiben mir nur Schallplatten und CDs.

Three – Jean-Michel Jarre: Noch ein Künstler, den ich durch meinen Mann erst so richtig kennengelernt habe. Elektronische Musik vom feinsten – eine gigantische Lasershow in der Frankfurter Festhalle gab den Rest dazu. Und noch nie habe ich jemanden ein Theremin spielen sehen – bisher kannte ich dieses Instrument nur von der Titelmelodie von „Inspector Barnaby“; bei diesem Konzert, mit uns zentral in der sechsten Reihe von der Bühne entfernt, hat einfach alles gestimmt, und wenn die Tickets nicht so verdammt teuer wären, würde ich mir dieses Vergnügen öfters gönnen. Aber 100,– Euro minimum für eine Konzertkarte, ist mir einfach zu „over the top“.

Four – Depeche Mode: Noch ein Konzert, das mich umgehauen hat. Wortwörtlich hat es zwar meine Schwester damals erwischt, die wir mit einem Sanitäter zusammen draußen wegen eines Panikanfalls mitten im Gewühl verarzten durften; dennoch konnten wir den Rest des Abends unbeschadet noch halbwegs genießen – im hinteren Teil der Halle am Getränkestand. Eines der meiner Meinung nach besten Alben – nämlich „Ultra“ war noch in weiter Ferne – und mich würde es heute reizen, nochmal bei einem DM-Konzert dabei zu sein. Einziges Hindernis: Wenn die Tickets zu genau denselben überzogenen Preisen erhältlich wären wie die von U2 oder anderen Mega-Stars.

Five – Runrig: Dass der Wechsel von altem (Donnie Munroe) zu neuem Sänger (Bruce Guthro) der Qualität der Musik nicht geschadet hat, liegt nicht nur daran, dass ich die Stimme des neuen Frontmannes um vieles angenehmer finde, sondern dass die Gründungsmitglieder der Band immer noch so tolle Songs schreiben wie zu Beginn ihrer Karriere.

Media Monday # 355 : ein Stapel Filme

 

 


 

Freitag der Dreizehnte … gibt es einen besseren Tag für einen Zahnarztbesuch, stürmisches Regenwetter, einen U- und Straßenbahnstreik und einen Feueralarm? Okay, den Feueralarm hatte nicht ich, sondern mein Zahnarzt. Und da ich nicht sonderlich abergläubisch bin aber darauf gebaut habe, dass sich abergläubische Patienten an diesem Tag nicht in seine Praxis getraut haben, ist das, was ich insgeheim gehofft hatte, auch tatsächlich eingetreten: Ich kam schneller dran. Dadurch war ich dann auch schneller fertig und früher zu Hause, so dass ich mir mit „Final Destination“ auf der Couch gemütlich machen konnte. Was für ein gelungener Ausklang eines ätzend verlaufenden Tages. Eigentlich war die ganze Woche nicht sonderlich prickelnd gewesen, aber so nach und nach sind die Bestellungen eingetrudelt. Wenigstens ein kleiner Trost.

Was auch noch ein schöner Trost ist – die sieben Lückentexte auf dem Blog medienjournal :

Media Monday # 355

1. Jüngst habe ich mich für die Musik von Pink begeistern können und dabei festgestellt, dass jemand aus meiner Verwandtschaft einen ähnlichen Geschmack hat wie ich – ich finde, sie hat einfach eine Wahnsinnsstimme, und an manchen Tagen ist mir einfach danach – https://youtu.be/YUtHjOvPKT0:

 

 

2. Geht es um das Thema „Literaturverfilmungen“, so hat mir zuletzt der Film „Ein ganzes halbes Jahr“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Jojo Moyes sehr gut gefallen, und das lag nicht nur an Emilia Clarke in der Hauptrolle, sondern auch an der hervorragenden Besetzung der Nebenrollen: Charles Dance (bekannt als Tywin Lennister aus Game of Thrones), Jenna Coleman (Clara Oswald aus Dr. Who), Brendan Coyle (Diener Bates aus Downton Abbey) und Joanna Lumley. Dabei ist es Jahre her, dass ich das Buch regelrecht im Urlaub verschlungen habe, doch ich habe die Handlung noch sehr gut im Gedächtnis, schon allein wegen der Thematik, die mir sehr nahegegangen ist. Aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse – da kann mir keiner sagen, er hätte mich nicht davor gewarnt, dass ich Rotz und Wasser heulen musste.

 

3. Spiele-Verfilmungen sind bis jetzt fast immer an mir vorbeigegangen, aber wie ich neulich beim Media Monday schon schrieb, kenne ich nur „Prince of Persia“ mit Jake Gyllenhaal, und den finde ich richtig spannend.

 

4. Manche Filme muss man auch echt in der richtigen Stimmung „entdecken“, denn wenn sie sich um bestimmte Themen drehen, die nicht leicht zu verdauen sind, kann man ein wahres Wechselbad der Gefühle erleben. Zur Zeit habe ich außer „Ein ganzes halbes Jahr“ noch „Der große Trip – Wild“ mit Reese Witherspoon und „Prozac Nation – mein Leben mit der Psychopille“ mit Christina Ricci hier liegen, und gerade bei „Der große Trip“ weiß ich noch nicht, was mich erwartet. Ich könnte es mir auch einfach machen und mir „Cube“ oder „Die Welle“ ansehen, die ich beide schon kenne, aber habe ich gesagt, dass ich es immer bequem haben möchte?

5. Wenn bei mir/uns mal ein Spiel auf den Tisch/in die Konsole kommt, dann ist es inzwischen meistens ein Brettspiel wie „Die Siedler von Catan“, „Der Herr der Ringe“ oder „Die Säulen der Erde“ – im Gegensatz zu früher, als wir mit vier Leuten Bowling, Golf oder Frisbee-Golf mit der Wii-Sports gespielt haben.

 

6. Diese ganze Euphorie bezüglich des nächsten Marvel- und des nächsten Star Wars-Films können wohl nur Fans nachvollziehen: Mich interessiert weder der eine noch der andere; bei mir sind es andere Genres, die mich faszinieren.

 

7. Zuletzt habe ich eine Dokumentation über den Bürgerkrieg in Nordirland gesehen, und das war erhellend und gleichzeitig erschreckend, aber auch irgendwie passend, weil ich gerade mitten in der dritten Staffel von „Sons of Anarchy“ an der Stelle feststecke, die sich in Belfast abspielt. Sich etwas Hintergrundwissen zu verschaffen, kann nie schaden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die fünf Besten am Donnerstag : Die schönsten Albumcover

 

In der 89. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog widmen wir uns den schönsten Albumcovern. Damit sind aber keine Coverversionen gemeint, sondern die optische Gestaltung, die Aufmachung, das Cover eines Albums. Gar nicht so einfach, ein paar wirklich ansprechende Beispiele zu finden, vor allem unter den Schallplatten, die ich mir im Lauf der Jahre so gekauft habe – vieles davon in den 80er Jahren, bis die CD auf dem Vormarsch war.

Aber so ein Kunstwerk braucht meiner Meinung nach eine entsprechende Fläche, und da geben Schallplatten mehr her, besonders dann, wenn man sie aufklappen kann wie bei dreien von meinen fünf Alben… et voilà – here they are, meine

 

5 schönsten Album-Cover

in willkürlicher Reihenfolge. Damit es nicht immer dieselbe Reihenfolge wird.

 

89 03 Zola Jesus 1

89 03 Zola Jesus 2

Zola Jesus : Conatus

Habe ich mir 2011 gekauft, nachdem ich durch einen Zeitungsartikel auf meiner Reise nach Berlin auf diese Künstlerin aufmerksam geworden bin. Die Musik fand ich so toll, dass ich bisher in zwei Konzerten von ihr war. Und obwohl Zolas Klangwelten für meinen Geschmack eher düster sind, besticht das Artwork dieser Platte durch eine helle, lichte Leichtigkeit. Album Nr. 1 zum Aufklappen.

 

89 02 Björk 2

89 02 Björk 1

Björk : Biophilia

Ich gebe zu, ich habe das Album gekauft, weil ich Björk mag, zu dem Zeitpunkt damals musikalisch sehr experimentierfreudig war und weil es einen Code für einen Internet-Download gab. Den hätte ich vielleicht doch nicht gebraucht, wenn ich jetzt so darüber nachdenke. Und gehört habe ich die Platte bisher noch nicht so oft, weil die Klänge darauf doch etwas sperrig sind. Aber optisch ist sie auf jeden Fall ein Hingucker. Album Nr. 2 zum Aufklappen.

 

89 01 Big Country 1

89 01 Big Country 2

Big Country : Steeltown

Ein Hingucker sind die Musiker der schottischen Band „Big Country“, die ich als Vorband für die Rolling Stones erleben durfte. Nein, auch wenn der Name anderes vermuten lässt, gibt es hier keine Country-und-Western-Musik. Fotos der Band findet man im Inneren der aufklappbaren Hülle, die mit comicartig illustrierten Szenen aus der Industrie geschmückt ist. Album Nr. 3 zum Aufklappen.

 

 

89 05 Echo

Echo & The Bunnymen : Songs to learn and sing

Die Band von der Seite aufgenommen, als Scherenschnitt vor einem grisseligen Himmel in Gelb. Eins meiner Lieblingsalben aller Zeiten, das den Song „The Killing Moon“ enthält – der ist Teil des Soundtracks von „Donnie Darko“, einer meiner Lieblingsfilme.

 

 

89 04 Berlin

Berlin : Love Life

Von dieser Synthpop-Band besitze ich drei Alben, aber nach ihrem größten Hit „Take my breath away“ habe ich sie aus den Augen verloren. Dabei hatten sie auf den beiden vorherigen Alben „Pleasure Victim“ und „Love Life“ genauso tolle Songs wie auf „Count three and pray“. Die wandlungsfähige Sängerin Terri Nunn, die auch äußerst glaubhaft mit einer anderen Band zusammen „Highway to Hell“ von AC/DC bei einem Open-Air-Konzert schmettern kann, wirkt auf diesem Cover wie ein glamouröser Filmstar der 40er Jahre.

Media Monday # 354 : the supernatural edition

 

Eine kurze Arbeitswoche und steigende Temperaturen mit Sonnenschein haben meine Laune merklich angehoben. Und trotzdem habe ich mich abends mit einem Glas Rotwein auf die Couch verzogen, um „Sons of Anarchy“ zu gucken.

Ich muss sagen, dieser Tip, der von mehreren Seiten kam, war in letzter Zeit einer der besten. Und weil ich weiß, dass hier nach sieben Staffeln Schluss ist und die Zeit bis Juni, wenn die BBC die vierte Staffel von „Poldark“ ausstrahlen wird, noch so wahnsinnig lang ist, war ich so verwegen, mir eine Serie als Import aus Großbritannien zu bestellen, von der ich auch schon sehr viel Gutes gehört habe: „Being Human“ – eine WG in Bristol, die sich aus einem Geist (Lenora Crichlow), einem Werwolf (Russell Tovey) und einem Vampir (Aidan Turner) zusammensetzt. Gleich zwei Schauspieler, die mir schon in anderen Serien gefallen haben – was will ich mehr? Auch wenn ich mir geschworen habe, mir nie wieder irgendwas mit Vampiren, Werwölfen oder Zombies anzuschauen, so wie letzte Woche beim Media Monday, unter Frage Nummer Zwei. Man soll eben niemals nie sagen.

Nun aber zum Media Monday – hier kommen die sieben Lückentexte auf dem Blog medienjournal:

Media Monday # 354

1. Über Musik zu schreiben, hat mir jüngst enorme Freude bereitet, denn das ist meine momentane große Leidenschaft.

2. Regelmäßig am häufigsten gelesen werden bei mir auf dem Blog ja die Beiträge zum Media Monday und zu den 5 Besten am Donnerstag. Jedenfalls glaube ich das, aber um ganz sicherzugehen, müsste ich mich durch die Statistik graben.
3. „The straight story“ von David Lynch ist ein großartiges Road-Movie, in dem ein alter Mann seinen sterbenskranken Bruder besuchen will und Hunderte von Meilen quer durch die USA mit einem Aufsitzrasenmäher zurücklegt, weil er selbst keinen Führerschein hat und nicht gefahren werden möchte.
4. Gelegentlich bereue ich es ja, meine sogenannte Bucket-List nicht weiter abgearbeitet zu haben. Ich glaube, inzwischen liegen meine Prioritäten woanders.

5. Bücher, die eine Kombination aus Sachbuch und Roman sind, könnte man ja beinahe als Genre für sich bezeichnen, schließlich halte ich eine Zuordnung zu einer bestimmten Kategorie für schwierig. Als letztes Beispiel in diesem Zusammenhang habe ich „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey zuerst bei den Romanen gesucht, um dann von der Bibliothekarin darüber aufgeklärt zu werden, dass ich bei den Sachbüchern suchen muss.
6. Bei dem Wetter könnte man ja beinahe schon wieder über Open Air-Kino nachdenken. Ich für meinen Teil habe am Samstag mit dem neuesten Thriller von Sebastian Fitzek im Eiscafé gesessen und einen großen Eiskaffee dazu gelöffelt. Open-Air-Kino finde ich zwar ganz toll, aber leider fällt mir momentan kein Film ein, den ich an der frischen Luft mal wieder sehen möchte. Den letzten, den ich vor Jahre im Open-Air-Kino gesehen habe, war „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“.

7. Zuletzt habe ich eine ZDF-Reportage über Flohmärkte, Jäger und Sammler gesehen, und das war wie ein Blick in eine mir fremde Welt, weil zwar in mir auch ein kleiner Jäger und Sammler steckt, aber ich mir unmöglich vorstellen kann, zehntausend Schallplatten zu besitzen und davon auch noch jede einzelne zu kennen. Andererseits wäre so eine Jukebox im Haus auch cool, aber ich kenne mich: Selbst die Musiktruhe in unserem Keller, mit deren Plattenspieler man auch alte Schellackplatten abspielen kann, schweigt seit mindestens zwei Jahren stoisch vor sich hin.