Media Monday # 358 : Serienvergleiche im Selbstversuch

 

 

Was passiert eigentlich, wenn man mehrere Serien parallel nebeneinander schaut? Bisher hatte ich damit keine Probleme, mich auf jeweils eine Folge pro Abend zu beschränken und „Sons of Anarchy“ und „Being Human“ im Wechsel zu schauen, denn die beiden Serien haben nicht das Geringste miteinander zu tun. Schwierig wird’s aber dann, wenn man in der Stadtbücherei über lauter Serien stolpert, die man längst einmal sehen wollte, wie z.B. „The Good Wife“ oder „Orphan Black“. Das Angebot ist dort im Prinzip gut und zum Glück überschaubarer als bei diversen Streamingdiensten, weshalb ich mich bei einer zweiwöchigen Ausleihfrist letztendlich für „Orphan Black“ und die nordamerikanische Fassung von „Being Human“ entschieden habe.

Nach drei Staffeln der britischen Originalserie habe ich eine Pause eingelegt, um herauszufinden, in wieweit sich die amerikanische Neufassung von der Originalvorlage unterscheidet. Mit der ersten Staffel bin ich noch nicht ganz durch, aber kann jetzt schon sagen, dass es auch bei der US-Ausgabe nichts zu meckern gibt, da zwar die Ausgangssituation die gleiche ist, aber die Handlung um zusätzliche Erzählstränge erweitert worden ist.

Noch nicht erweitert sind die Lückentexte auf Wulfs Blog medienjournal, denn nach wie vor sind es noch immer sieben – hier kommt die aktuelle Ausgabe des Media Monday:

Media Monday # 358

1. An einem so sonnigen Sonntag ist es ja wohl am schönsten, den am Freitag zurückgekehrten Mauerseglern bei ihren Flugkünsten zuzuschauen.

2. Charisma ist wohl als SchauspielerIn wahnsinnig wichtig. Vielleicht auch der Grund, warum ich so für so einige schwärme, schließlich ist ein attraktives Äußeres nicht alles. Der- oder diejenige muss für mich auch glaubhaft unterschiedliche Charaktere mit mehreren Facetten spielen können, und da gibt es im Moment zwei Schauspieler, die aktuell ganz oben auf meiner Liste stehen: Russell Tovey und Aidan Turner. Den einen kannte ich bisher nur aus „Dr.Who“ und „Banished“, den anderen aus „Poldark“ und „Being Human“. Wen ich aber auch noch sehr gerne sehe, sind Maggie Smith und Emilia Clarke.

3. Selten hat mich die Absetzung einer Serie so berührt wie die von „Pushing Daisies“, „Downton Abbey“ und „Torchwood“, und ich fürchte, noch schlimmer wird es bei „Being Human“ werden (obwohl nach der dritten Staffel bereits mein Lieblingsdarsteller nicht mehr dabei ist).

 

 

4. Das letzte Mal, das ich wirklich begeistert aus dem Kino gekommen bin ist schon sehr lange her, denn das war, als das Christmas-Special „The husbands of River Song“ als Sondervorstellung für Doctor-Who-Fans im Cinemaxx lief.

 

5. Hugh Bonneville habe ich ja schon in einigen Rollen erlebt, aber seinen Auftritt als Piratenkapitän in einer Dr.-Who-Folge fand ich bisher am schrägsten.

6. Cliffhanger schön und gut, aber bei manchen Kinofilmen übertreiben sie es doch zuweilen, immerhin ist bei Literaturverfilmungen doch von vornherein klar, wie die Geschichte ausgeht. Prickelnd fand ich auch nicht die Idee, den dritten Teil der „Tribute-von-Panem-Trilogie“ in zwei Filme aufzuteilen und zwischen beiden Teilen viel Zeit verstreichen zu lassen. Wenn es aber einen Cliffhanger gibt, der mich so richtig geärgert hat, dann war es der am Ende des zweiten Teils der Matrix-Trilogie: „und wie’s weitergeht, erfahrt ihr dann nächstes Jahr“. Ist genauso „toll“ wie bei Akte X, wenn vor der Sommerpause die Spannung so in die Höhe getrieben wird, dass einen die Aussicht auf eine Fortsetzung auch nicht groß trösten kann. Das schale Gefühl bleibt trotzdem. Und wenn dann die Fortsetzung der Serie wie im Fall von Doctor Who nach der Sommerpause auf später verschoben wird, fühle ich mich so richtig veräppelt.

7. Zuletzt habe ich versucht, mein Schlafdefizit auszugleichen und das war ein merkwürdiges Gefühl , weil ich dadurch das Gefühl hatte, in ein Zeitloch zu fallen.