Soundtrack of my life : essay on vocal ranges – with more hidden footage

 

 

footage (engl.) = Filmmaterial …   aber kein Mensch muss sich dieses Filmmaterial auch anschauen. So, nachdem ich das Vorprogramm mit „Drama, Baby!“ (einem Zitat von Bruce Darnell aus einer der ersten Staffeln von Germany’s Top Model, die ich mir damals wirklich noch angeschaut habe, ohne mich zu gruseln) abgehakt habe, kommt nun der Haupt-Act:

 

Vocal ranges – part III – „.. the graph on the wall“ *)

 

In einem Film werden verschiedene Sänger anhand einer Grafik direkt miteinander verglichen, hier waren z.B. John Lennon, Paul McCartney und Freddie Mercury dabei, und die habe ich früher auch sehr oft gehört, aber die, die mich mehr interessiert haben, musste ich separat suchen. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt so einige Lieder von Queen, die ich einfach nur genial finde, und Freddie Mercury war eine faszinierende Persönlichkeit – auf der Bühne ganz anders als privat, wenn ich der hervorragenden Dokumentation, die mein Mann und ich zusammen gesehen haben, Glauben schenken darf. Aber so gut und bahnbrechend ich Queen und deren Kunst auch finde – meine Prioritäten liegen woanders.

Zuerst muss mir die Stimme gefallen, wenn dann aber noch die Musik genau meinen Geschmack trifft – ich höre mir gerne viele unterschiedliche Stilrichtungen an (okay, Schlagermusik, Kirmestechno, HipHop und R’n’B mal ausgenommen) – und die Texte zusätzlich noch einen geistigen Nährwert haben, bin ich hin und weg. Es muss auch nicht immer die riesengroße Bühnenshow und das große Drama sein, manchmal reichen auch Momente wie Johnny Cash mit „Hurt“ oder ein Song im Radio wie z.B. „Summer Wine“ als Coverversion von Natalie Avelon und Ville Valo, von dem ich bereits geschrieben habe, dass ich mir auch nur wegen seiner Band ein Ticket für das M’Era Luna Festival gegönnt hätte.

An dieser Stelle habe ich geflunkert. Wir hatten die Tickets bereits gekauft, und zwar wegen dem restlichen Line-Up. Zu H.I.M. sind wir tatsächlich auch gepilgert, und es war ein einzigartiges Erlebnis, von dem eine Gänsehaut zurückblieb, die mich mit einem anderen, nicht so guten Erlebnis auf diesem Festival versöhnte (auf das eventuell im letzten Teil meiner Serie zurückkommen werde, sonst komme ich zu weit vom eigentlichen Thema ab).

Um auf meine angedeuteten Prioritäten zurückzukommen, zähle ich jetzt mal die auf, die ich in meine Playlist auf dem Smartphone aufgenommen habe. Das meiste ist aus den 80ern, H.I.M. fehlt leider noch, und wir fangen im“lower register“ an und hören im „higher register“ auf: : Johnny Cash, Sisters of Mercy, Dave Gahan, Michael Hutchence. Und ausgerechnet zu dem zuletzt Genannten gab es auch den ausführlichsten Film von allen (bei den anderen fiel das Filmmaterial wesentlich kürzer aus): The vocal range of Michael Hutchence.

 


 

Derjenige, der den Film kreiert hat, hat sich sehr viel Mühe gegeben, sich durch sämtliche Lieder zu arbeiten und zu jeder Tonlage in den einzelnen Oktaven das passende Lied auszuwählen. Am Ende sind es mindestens 50 Beispiele (inclusive Doppelnennungen) geworden, die bei D2 (Know the difference) anfangen und bei D7 (Sometimes) aufhören. Bingo. Ich wusste es ja schon länger: Dieser Künstler war völlig unterbewertet. Vielleicht kommen daher meine ganzen Lobeshymnen, die ich hier nach und nach einfließen lasse. Und vielleicht arbeite ich mich auch gerade deswegen durch das gesamte Werk, das nach dem Album „Kick“ so unbemerkt an mir vorbeigegangen ist (warum auch immer), was ich jetzt im Rückblick schade finde.

Und wie ein Kommentar zu diesem Video zeigt, lag ich mit meiner Vermutung bezüglich der Stimmlage dieses Herrn gar nicht mal so falsch: „a natural baritone – Michael and his band have grown with the years and it was keeping growing. Michael had an amazing voice and lyrics. Compare to U2 whom declined with their music from 1988 to today.“

Aber ich war nie in einem Konzert von ihnen. Daher bleiben mir nur noch Filmaufnahmen, denn diese Band werde ich wohl nie mehr live erleben. Dabei haben Filmaufnahmen einen Vorteil: Je nachdem, welche Qualität sie haben, kann ich mich jederzeit, wenn mir danach ist, daran erfreuen – zuletzt ist es mir so mit Loreena McKennitts Konzertabend aus der Alhambra gegangen. Diese hervorragende Künstlerin habe ich auch noch nie live erlebt, aber ich male mir gute Chancen dafür aus. Bei INXS wird das meiner Einschätzung nach aber nichts mehr. Zum einen, weil die Band 2012 ihre Auflösung bekanntgegeben hat; und zum anderen, weil ich mich mit Konzerten in riesigen Stadien inzwischen schwertue.

Warum das so ist, erzähle ich im vierten und letzten Teil meiner Serie, und zwar in der Rubrik „Zugabe“ in „Vocal ranges – part IV – Hear that Sound“, mit Triggerwarnung. Wer unter Klaustrophobie, Agoraphobie oder Angst vor großen Menschenansammlungen hat, sollte diesen Teil zwischen roten Lettern überspringen.

—————————————–

Fußnote:

*) „the graph on the wall“ (Depeche Mode – Everything counts)

 

Die 5 besten am Donnerstag : Filmcountdown der 80er Jahre, Teil 1

Ein Film für jedes Jahr meines Lebens“…

 

so lautete eine Aktion, die ich im Internet entdeckt habe, bei der ich aber nicht mitgemacht habe: Dabei ging es darum, zu jedem Jahr meines Lebens einen Film zu finden. Dennoch habe ich die Liste aufgehoben, weil ich mir dachte, dass ich sie eines Tages noch brauchen könnte. Et voilà – jetzt gibt es den Filmcountdown auf Goranas Blog ergothek. Die 60er und 70er Jahre hatten wir schon, jetzt kommen

 

Die fünf besten Filme der 80er Jahre – bei mir von 1981 bis 1985

(die ich tatsächlich gesehen habe)

 

1981 – Die Stunde des Siegers (Chariots of Fire):

Wem der Originaltitel bekannt vorkommt: „Chariots of Fire“ ist der gleichnamige Titelsong von Vangelis. 1981 gab es so einige Filme, die mir in den Sinn gekommen sind, wie z.B. American Werewolf, Das Boot oder Die Klapperschlange – aber an diese Filme habe ich kaum noch eine Erinnerung; die Geschichte der beiden Leichtathleten Harold Abrahams (Ben Cross) und Eric Liddell (Ian Charleson), die 1924 an den Olympischen Spielen in Paris teilnehmen, hat mich dagegen so richtig berührt. Und eine kleine Anekdote am Rande dazu: In Edinburgh gibt es in der Straße, durch die ich immer mit dem Bus gefahren bin, eine Eric Liddell Society.

 

 

1982 – Das letzte Einhorn (The last Unicorn):

Den Reigen meiner besten 5 beginnt einer der schönsten und traurigsten Zeichentrickfilme, bei denen schon die ersten Takte der Musik von America reichen, damit ich heule wie ein Schlosshund. Der Beginn meiner Begeisterung für das Fantasy-Genre.

 

 

1983 – Dead Zone (The Dead Zone):

Endlich mal eine gelungene Stephen-King-Verfilmung mit Christopher Walken, in der mich der von Martin Sheen dargestellte Präsidentschafskandidat frappierend an den amtierenden Präsidenten erinnert.

 

1984 – The Killing Fields – Schreiendes Land (The Killing Fields):

Benannt nach den sogenannten Killing Fields in Kambodscha, geht es in diesem Anti-Kriegsdrama um den Terror der Roten Khmer unter der Herrschaft von Pol Pot, von 1975 bis 1979. Vier Jahre, in denen 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung einem Genozid zum Opfer gefallen sind.

 

 

1985 – Der Tag des Falken (Ladyhawke):

Und nochmal Fantasy, diesmal ein Spielfilm mit Rutger Hauer und Michelle Pfeiffer in den Hauptrollen als ein tragisches Liebespaar, das mit einem Fluch belegt worden ist: Nachts wird Navarre zum Wolf, tags Isabeau zum Falken. So können die Liebenden nie beisammen sein und einander nur bei Sonnenauf- und -untergang einen kurzen Moment in ihrer menschlichen Gestalt sehen. Und nur an einem Tag ohne Nacht und einer Nacht ohne Tag kann der Fluch gebrochen werden…

 

 

Und die restlichen Filme von 1986 bis 1990 gibt es dann (hoffentlich) nächste Woche.