Meine Weltreise 2018 – Teil 4 : Kalifornien (21. bis 24. Juni)

 

 

Welcome to the Hotel California… Besser nicht, am Ende dürfen Sie zwar jederzeit auschecken, aber das Hotel niemals verlassen. Mit diesem Flachwitz wollte ich nur kundtun, dass ich sowieso nicht im Beach Hotel California gebucht hatte, sondern in einem Hotel, das direkt daneben lag und auf der anderen Seite von einer Fischräucherei flankiert wurde. Nach Fisch roch es dort aber zum Glück nicht. Zu meiner großen Freude befand sich 700 Meter weiter Brasilien. Der Spaziergang auf der Deichkrone war schon alleine deshalb ein Genuss, weil Seeschwalben in einem Höllentempo dicht über dem Boden bis an mich heranflogen, um im letzten Moment abzudrehen, und das mit wachsender Begeisterung. Und trotzdem fühlte ich mich zu keiner Zeit wie im Hitchcock-Film „Die Vögel“.


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Dabei war ich noch nicht mal auf direktem Weg von Sønderborg nach Kalifornien gefahren. Dank eines Umwegs über WELT mit Mittagessen in Silberstedt und dichten Verkehrs in Kiel, durch das ich während der Kieler Woche durch musste, erreichte ich mein Hotelzimmer erst zwanzig Minuten vor Ende des Fußballspiels „Australien gegen Dänemark“. Ein Blick auf den Bildschirm bewies mir, dass ich nichts verpasst hatte. Eine Tageszeitung in Flensburg hatte den Stil dieser Mannschaft wie folgt beschrieben: „Australien spielt Fußball wie von einem anderen Stern. Einem Stern, der in der Vergangenheit liegt.“ Diesen Eindruck hatte ich auch. Ich ließ Fußball Fußball sein und gönnte mir lieber ein riesiges Stück Erdbeertorte.


 


Im Fischrestaurant schloss die Küche zwar schon um halb neun, und ich erschien zwei Minuten vor halb neun, aber man brachte mir trotzdem noch Fisch, auf den ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte. Und weil die Leute hier so freundlich waren und das Essen so gut, kam ich am nächsten Tag wieder. Dann aber schon um 18 Uhr. Und weil ich das auch noch nie gemacht habe, ging ich morgens zur Kurverwaltung und mietete einen Strandkorb. Schon immer hatte ich mir das so romantisch vorgestellt und mich gefragt, was für ein Gefühl das wohl sein mochte. Danach wusste ich es: Verdammt hart und unbequem – nach drei Stunden tat mir der Hintern weh, und ich gab den Schlüssel zurück, noch bevor die Verwaltung ihre Pforten für den Tag schloss.

An meinem letzten Tag fuhr ich nach Laboe, um mir von der Strandpromenade die Windjammerparade anzuschauen. Ein Großsegler nach dem anderen, begleitet von kleineren Segelschiffchen und noch kleineren Booten fuhr von Kiel aus durch die Kieler Förde und wurde von allen auf der Promenade bewundert und ausgiebig fotografiert.


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Mit dem Handy kamen dabei zwar nicht die prickelndsten Bilder dabei heraus, aber für mich zur Erinnerung reichten sie durchaus. Prickelnd war dafür der Wind, besser gesagt: er biß ziemlich und ging mir durch und durch; da war mir immer mehr nach einem Saunabesuch. Aber damit fing die Misere erst an. Das Bad an der Strandpromenade von Laboe hatte zwar eine Schwimmhalle, aber keine Sauna. Die Schwimmhalle in Preetz hatte zwar auch eine Sauna, war aber wegen Grundreinigungsarbeiten noch bis einschließlich Sonntag geschlossen. Und die Therme in Schönkirchen hatte eine Saunalandschaft, aber zum Schwimmen nur ein winziges Solebecken.


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Das Gelbe vom Ei war diese Lösung zwar nicht, aber auf meiner Odyssee durch das Probsteier Land habe ich eine winzige Siedlung namens Bali entdeckt – klar, dass auch dieses Schild in meine Weltreisesammlung aufgenommen wurde. Und weil der Tag so anstrengend, aber auch so interessant gewesen war, schaute ich zusammen mit drei Gästen aus Hamburg und dem Hotelbesitzer das Vorrundenspiel „Deutschland gegen Schweden“ an.

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