Unsortierte Gedanken : The Angels‘ Share oder schottische Single Malts …

 

 … en miniature – special edition: Miniaturen. So weit so gut. Eines Tages, vor ein paar Jahren, meinte mein Mann, was wir bisher an Single Malts gekauft hätten, entspräche in etwa dem Gegenwert eines Kleinwagens. Da ich schon lange nicht mehr Buch über unsere Zu- und Abgänge führe, behaupte ich einfach mal, dass er Recht gehabt hat.

Inzwischen ist vieles davon längst getrunken und zum einen durch preiswerte Neuanschaffungen ersetzt worden; zum anderen bewohnen mein Whiskyregal längst nicht mehr ausschließlich schottische Whiskys, sondern auch irische Whiskeys (für die habe ich dieses Jahr mein Herz entdeckt).

Gestern abend hatte ich spontan Lust auf ein Gläschen Whisky und griff nach einer 10jährigen Abfüllung von Aberlour in Miniaturgröße. Die war bisher noch ungeöffnet. Jedenfalls dachte ich das.

Es hätte mir schon eine Warnung sein sollen, dass ich die Pappröhre nur mit einem ungewohnten Kraftaufwand öffnen konnte. Der Blick auf die Flasche, die noch versiegelt war, ließ mich stutzen: Sie war nur noch zur Hälfte gefüllt. Das muss ein riesiger Angels‘ Share gewesen sein, der mir eine halbvolle Flasche beschert hat. Oder es war ein Betrüger am Werk gewesen, denn das, was ich trotz dieser Alarmsignale probierte, schmeckte dermaßen schauderhaft und nicht nach Alkohol, dass das unmöglich ein 10 Jahre alter Aberlour gewesen sein kann – geschweige denn Whisky oder eine Spirituose überhaupt.

Wer uns dieses Exemplar angedreht hat, weiß ich jetzt auch nicht mehr, aber diese Geschmacksentgleisung wanderte umgehend ins Klosett. Der zweite Versuch mit einer Miniatur eines 12 Jahre alten Jameson war dann erfolgreicher. Jameson ist zwar nicht mein Liebling unter den irischen Whiskeys, aber für den einen Abend war der vollkommen ausreichend. Da so eine Miniatur für mehrere Abende reicht, habe ich sogar noch später etwas davon. Wohl bekomm’s.

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15 Tage 15 Tassen – eine Mitmachaktion von …

wortman und aequitasetveritas.

 

 


Fünfzehn Tage lang haben wir unsere gesammelten Tassen abgelichtet , darüber gebloggt und die Links zu den Beiträgen dann bei den beiden oben Genannten mit einem Kommentar beim jeweiligen Tag hinterlassen. Mein Blog war zwar noch nicht wieder öffentlich sichtbar, aber mitmachen wollte ich trotzdem, und so habe ich die Fortos der ersten elf Tassen bei pinterest hochgeladen und die jeweilige Bildadresse anstelle einer Blogadresse in den Kommentaren verlinkt. Das hat zwar auch funktioniert, war aber auf Dauer für mich kein begrüßenswerter Zustand.


 

16 mein pinterest board


 

Also habe ich mit der Überarbeitung meines Blogs weitergemacht, und als ich damit fertig war, über die restlichen Tassen jeweils einen Beitrag geschrieben. Hinterher war ich überrascht, wie einfach es war, fünfzehn Tassen zusammenzubekommen, und gleichzeitig tat es mir um die nichtveröffentlichten Exemplare leid.


 

16 pinterest Vorwort

 


 

Eine davon habe ich sogar in meinem Album (pinterest-board) hochgeladen, aber da ich sie wegen des abgebrochenen Henkels nur noch als Utensilo für Stifte im Büro benutze, war sie kein Kandidat für meine Blogparade – auf dem Startbild kann man sie von ihrer Schokoladenseite bewundern: „Einen im Tee? Fahr OVB“ – die Abkürzung OVB steht für Offenbacher Verkehrsbetriebe, auch bekannt unter NIOB (Nahverkehr in Offenbach) – als Teil des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund). OMG – diese Abkürzeritis nervt und wird von den Fantastischen Vier in ihrem Song „MfG“ gekonnt auf die Schippe genommen. Nun aber zurück zum Tee, äh, zu den Tassen.

Ebenso nicht zu sehen gab es bei mir eine Tasse, die ich mir 1999 in Stuttgart am Tag der Sonnenfinsternis gekauft habe. Wegen Bewölkung und Dauerregens habe ich von der wirklichen Verfinsterung nichts sehen können, aber dank des Dekors, das sich beim Einfüllen von heißen Flüssigkeiten verändert, konnte ich mir eine Sonnenfinsternis vorgaukeln. Das funktioniert aber inzwischen nicht mehr, weil sie des öfteren in die Spülmaschine gewandert ist und die Tasse dadurch dieser Fähigkeit beraubt worden ist. Gerne hätte ich den Vorher-Nachher-Effekt dieser Tasse vorgeführt, aber mangels Masse musste dieser Kandidat leider draußen bleiben. Genau so wie meine Tasse mit Kirschblütendekor. Die ist vom Büro nach Hause umgezogen und steckt jetzt in einer Kiste.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei den beiden bedanken, die diese hübsche Idee hatten: wortman & aequitasetveritas. Hat Spaß gemacht, mit dabei zu sein. Wen es interessiert: die komplette Aufstellung gibt es auf pinterest zu sehen – unter diesem Link –  der Anblick meines Screenshots hier tut es aber auch:

 

16 pinterest Zusammenstellung

 

 

15 Tage 15 Tassen – Tag 15 : Cup of friendship – the Quaich

 

 

„… should auld acquaintance be forgot and never brought to mind“ – dieses Lied aus dem 18. Jahrhundert wird in Schottland tradtionell zum Jahreswechsel gesungen. Statt einer „cup of kindness“, die in „Auld Lang Syne“ gehoben wird, präsentiere ich heute zum Abschluss der Mitmachaktion von wortman und aequitasetveritas

mein(e) „Cup of friendship“ am 15. und letzten Tag

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Die/Den habe ich 2008 in Schotland in einer Whiskydestillerie gekauft (dort unter der Bezeichnung „Quaich“ angeboten – oder auch als „cup of friendship“). Quaich leitet sich ab vom gälischen Wort „cuach“ ab, das „cup“ bedeutet. Aber egal, ob Pokal, Becher oder Tasse – man kann daraus tatsächlich Whisky trinken, und uns gefiel damals die Idee, dass sich zwei Freunde oder ein Paar diesen „Cup of friendship“ teilen können.

 

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Viel benutzt haben wir dieses metallene Gefäß dann aber doch nicht, denn es hat sich herausgestellt, dass uns der Whisky aus Nosing-Gläsern besser mundet, da er darin einfach besser zur Geltung kommt. Zur Not tut es auch ein Cognac-, Calvados- oder Portweinglas – nur eins kommt für meinen Single Malt gar nicht in Frage: ein Tumbler. Und schon gar nicht mit Eis.

 

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Many thanks !