Media Monday # 380 : mit Triggergefahr durch persönlichen Horror

 

Schon länger habe ich mich gefragt, was es mit dem Horrorctober auf sich hat und bin gestern zu der Feststellung gelangt, dass ich mich das besser nie gefragt hätte, denn nun habe ich meinen persönlichen Horror in den eigenen vier Wänden. Der 6. Oktober ist wirklich kein guter Tag für mich, denn an diesem Tag jährt sich der Tod meines Mannes zum zweiten Mal, aber da ich mir diesmal ein umfangreiches Programm auferlegt habe und tagsüber unter Menschen gegangen bin, konnte ich zeitweilig auf andere Gedanken kommen.

Dass der Alptraum dann beim Füttern meiner Haustiere auf mich warten würde, war mir am Morgen noch nicht bewusst: Nachdem bereits eines letzten Monat an Altersschwäche gestorben war und ich es noch am späten Abend im Garten begraben durfte, macht mir jetzt das nächste Sorgen. Also habe ich beim Tierarzt angerufen und einen Termin gemacht; nun heißt es warten, bis der Kleine, dem ich noch ein paar gesunde Jahre wünsche, untersucht worden ist und ihm hoffentlich geholfen werden kann. Für ein krankes Reptil einen guten Arzt zu finden, ist nämlich gar nicht so einfach, und ich bin wirklich froh, dass es ihn noch immer gibt.

Jetzt aber zu erfreulicheren Dingen; wie jeden Sonntag, gibt es ab 18 Uhr auf Wulfs Blog medienjournal sieben neue Lückentexte zum Ausfüllen; hier kommen meine Antworten zum Media Monday, der sich anläßlich der Buchmesse diesmal vorrangig mit Literatur beschäftigt.

 

Media Monday # 380

1. Eine Buchreihe wie Katharine Kerrs „Chroniken von Deverry“ wird es für mich kein zweites Mal geben, denn in dieser 15bändigen Fantasysaga wechseln unterschiedliche Zeitebenen einander ab, und das Thema Wiedergeburt in anderer Gestalt nimmt einen großen Raum ein.

 

2. ____ ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn ____ . An dieser Stelle muss ich leider passen, weil ich keine Lieblingsschriftsteller(innen) mehr habe; ich lese alles mögliche querbeet.

 

3. Ich-Erzähler in Romanen haben oft spannende Geschichten zu erzählen, dene ich an Romanreihen wie „Die Tribute von Panem“ – hier gefällt mir ganz besonders, dass Katniss ihre Erlebnisse in der Gegenwartsform schildert.

 

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Bei mir wechselt das inzwischen. Früher habe ich meistens mit den Verfilmungen angefangen, weil ich bis dahin die Erfahrung gemacht hatte, dass die literarische Vorlage nur noch besser war, wenn ich schon den Film spannend gefunden habe, wie z.B. bei „Der Name der Rose“ oder „Die Tribute von Panem“. Leider ist das aber auch kein Erfolgsrezept, wie ich bei „Game of Thrones“ feststellen musste, denn der Schreibstil der Romane hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber auch für die umgekehrte Reihenfolge finde ich positive und negative Beispiele. Was mir gut gefallen hat, war die Verfilmung von „Die Säulen der Erde“, während ich mich bei der Verfilmung von „Das Jesus Video“ schwarz geärgert habe.

 

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Kriminalkomödie wahnsinnig angetan, seit ich die Romane „Erwin, Mord & Ente“, „Entenblues“ und „Erwin, Enten und Entsetzen“ von Thomas Krüger um Erwin Düsedieker und seine Enten entdeckt habe.

 

6. Selma Lagerlöfs literaturnobelpreisgekröntes Werk „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn obwohl ich bereits mit dem Lesen angefangen habe, habe ich es aus unbekannten Gründen unterbrochen und keinen Impuls verspürt, es weiterzulesen. Mal sehen, was der kommende Winter so bringt.

 

7. Zuletzt habe ich mir mal wieder ein paar Songs für meine Smartphone-Playlist gegönnt und in meinen Musikdateien gründlich aufgräumt und das war wie eine kleine Zeitreise, weil die „jüngsten“ Lieder von 2013 sind, die aktuellen Neuerwerbungen dreizehn Jahre auf dem Buckel haben und das zuletzt gekaufte Album aus dem Jahr 1992 stammt.

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12 Kommentare zu “Media Monday # 380 : mit Triggergefahr durch persönlichen Horror

  1. „Chroniken von Deverry“ klingt spannend. Da muss ich mal reinschauen.

    Ja, Todestage sind immer schwierig, gerade wenn es noch so nah ist. Mein Beileid. Im Oktober jährt sich auch der Todestag meines Vaters zum nun schon siebten Mal. Manchmal ist das heute noch unwirklich.

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