Blueprint of my lover : Jogginghose #106A aus Burda style 4/2017

Bei der von mamamachtsachen organisierten Veranstaltung „AnNäherung Süd“ haben etwas mehr als 30 Nähbegeisterte die Kleidungsstücke ihrer Träume genäht – vom 27. bis 29. September 2018. Genäht habe ich ein Etuikleid aus Jersey und angefangen eine Jogginghose, Modell 106A aus der Zeitschrift „Burdastyle“ vom April 2017.

 

Jogginghose des Grauens oder Clownshose de Luxe ?

 

Eigentlich war nicht der Schnitt oder die Anleitung der pure Horror, sondern der Stoff, der so ausfärbte, dass ich ständig am Händewaschen war. Nein, ich wurde nicht erkennungsdienstlich behandelt – und gut, dass ich daraus keine Bürokleidung genäht habe, denn das wäre ein ziemlicher Flop geworden.

Den Stoff habe ich schon seit Jahren, seit ich ihn bei einem Werksverkauf bei Mark Aurel in Verl gekauft habe. Seitdem lag er und lag, und ich hatte keine Idee, was ich damit anfangen konnte. Als ich das Jogginghosenmodell sah und mir in den Kopf setzte, dass so eine Hose „in edel“ bestimmt eine grandiose Bereicherung für meine Garderobe wäre, entschloss ich mich, den leicht elastischen, blauen Satin mit eingewebtem Rautenmuster dafür zu verwenden. In der Burda ist das schicke Modell nämlich auch aus Satin und wird mit Blazer, Pumps und Bluse kombiniert, soll also bürotauglich sein.



 

Das Nähen der Hose stellte mich vor keine größeren Schwierigkeiten, auch nicht das Einnähen der Reißverschlüsse an den Hosentaschen – lediglich das Einziehen des Gummibandes und das Einschlagen der Ösen war ein ziemliches, teilweise nerviges Gefummel. Da kann man eine noch so leise Maschine haben – und dann ist es mit der Ruhe vorbei, wenn der Hammer zum Einsatz kommt. Insgesamt habe ich nach meiner Rückkehr aus Würzburg noch einmal vier Stunden gebraucht, bis dieses Werk meiner stagnierenden Schneiderkunst fertig wurde.

Dem Ausfärben wollte ich durch Waschen mit Hilfe von Farbfangtüchern entgegenwirken und habe es damit leider übertrieben. Nicht umsonst soll man nur ein Tuch pro Wäsche verwenden und nicht zwei, so wie ich es getan habe. Als Ergebnis habe ich eine Hose bekommen, deren Stoff seinen Glanz und sehr viel Farbe verloren hat, so dass sie jetzt nur noch für zu Hause taugt, weil sie extrem ausgeblichen ist, wie man auf dem Beitragsfoto ganz oben sieht.



 

Außerdem ist der Stoff minimal eingelaufen, so dass mir die Hosenbeine zu kurz vorkommen. Fazit: mit dem Modell und wie es zu Nähen ist, bin ich zufrieden – meine auf diese Weise entstandene Hose betrachte ich als Probemodell, das ich in der Freizeit trage, weil es abgesehen von diesen beiden Schönheitsfehlern dennoch tragbar ist. Auch wenn die Ösen mit der durchgezogenen Kordel nun bei mir auf der Innenseite des Bündchens sitzen und nicht, wie auf dem Foto in der Burda, außen und gut sichtbar für andere.

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