ABC Photography : L wie Luminale

 

Die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, beschäftigt sich erneut mit Lichtkunst, denn jemand hat mir beim Buchstaben I den Tip gegeben, dass ich beim L nochmals auf die Luminale eingehen könnte – darum also nun

 

L wie Luminale

Die Luminale findet in jedem geraden Jahr gleichzeitig mit der Fachmesse „Light & Building“ statt und ist inzwischen so groß, dass ich keinen Überblick mehr habe, was sich anzuschauen lohnt und was nicht. 2018 hatte ich keine Lust, dort hinzugehen, nachdem ich in den vergangenen Jahren immer mit meinem Mann zusammen dort fleißig fotografiert habe. Mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt fahren und die schönsten Momente genießen und dann mit der Kamera einfangen; das wird es in dieser Form nicht mehr für mich geben, aber 2020 vielleicht auf eine andere Weise.

Dafür aber präsentiere ich jetzt einen Querschnitt meiner besten Aufnahmen von 2012, 2014 und 2016, die ich mit unterschiedlichen Kameras gemacht habe und von denen ich eine letztes Jahr auf der Fahrt nach Dänemark verloren habe.

2012

2012 war ich zum ersten Mal auf der Luminale und habe vorwiegend in Offenbach fotografiert; mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera habe ich dabei mit Langzeitbelichtung ohne Stativ und Blitzlicht *) experimentiert. Die Bilder sind im Offenbacher Hafengebiet entstanden, damals noch unbebaut – heute ein neuer Stadtteil:

 

 

In einem denkmalgeschützten Ensemble von Fabrikhallen gab es etliche Installationen zu sehen, von denen ich nicht nur die Discokugel, sondern auch das bunt beleuchtete Pferdeskelett am faszinierendsten fand:

 

Den Verwischungseffekt bei den vorbeiflanierenden Besuchern hatte ich beabsichtigt. Und wenn ich schon bei länger aus der Hand belichteten Bildern bin, die nicht verwackelt sind, so lege ich noch zwei Aufnahmen aus Frankfurt nach:

 

2014

Und wieder war ich im Hafengebiet von Offenbach unterwegs, diesmal im Kulturzentrum „Hafen 2“ mit deutliche weniger Kunstinstallationen als zwei Jahre zuvor. Eine war dieses gemütliche „Wohnzimmer“:

 

 

Mein persönliches Highlight war jedoch wieder die Modenschau von der Hochschule für Gestaltung (HfG) – die unter Schwarzlicht über den Laufsteg schreitenden Models waren Studenten der HfG:

 

 

Die Bilder sind zwar nicht gestochen scharf, aber mir gefallen verwischte Aufnahmen, die für mich Bewegung symbolisieren. Sie haben ihren ganz eigenen, impressionistischen Reiz für mich.

 

 

2016

Die Wissenschaft hat festgestellt… dass die Luminale Museen als Veranstaltungsorte enthält.

 

Okay, dieses Bild hat weder etwas museales noch wissenschaftliches, aber ich fand die Farben so toll. Aber jetzt dafür: Wie schon eingangs erwähnt, mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt von Museum zu Museum zu fahren oder an anderen Orten physikalische Experimente zu beobachten, hat definitiv etwas.

 

 

Beim letzten Bild schließt sich der Kreis. Es ist nicht nur das einzige, auf dem die Projektion auf die Fassade gut zu erkennen ist, während die Geldprojektionen bei der Deutschen Bank auf meinen Fotos keinen Glanzpunkt der Fotokunst darstellen – bei dem Gebäude auf dem Bild handelt es sich um das einzige Museum, das mit einem L anfängt, das Deutsche Ledermuseum.

 

 

Und damit stellt dieses Bild den perfekten Abschluss für meine Fotostrecke zum Buchstaben L dar.       

 

                            


*) Langzeitbelichtung, technische Details zum Abschluss:

Bilder 1 bis 4: 1/80 sek., 1/25 sek., ½ sek., 1/1000 sek. / Discokugel nachts: 1/50 sek. / Lichtpferd: 2 sek. / eiförmige Skulptur: 1/15 sek., 1/50 sek. / Drei Lampen: ½ sek. / Modenschau, Lady in red: ½ sek. / Übrige Models: ½ sek., 1/3 sek., 1/8 sek / schwingendes Seil: ½ sek., 1/30 sek., 1/60 sek.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20 Kommentare zu “ABC Photography : L wie Luminale

    • Da war auch irre viel los. Frag lieber nicht, wie viele Bilder ich geschossen habe, und das war nur an eine Handvoll Locations. 2018 hatten sie so viel, das war für mich der Overkill, dass ich gar nicht hingegangen bin.

      • Das kann ich mir vorstellen.
        Ich weiß, wie viele Bilder ich wohl geschossen hätte… da kann ich mir vorstellen, was du so gemacht hast 🙂

    • Ja, damals war die ganze Veranstaltung auch kleiner, und in meiner Stadt war mehr los. Inzwischen ist mir die Luminale zu unübersichtlich; vielleicht mache ich nächstes Jahr bei einer Führung mit oder nehme mir in der Woche Urlaub.

  1. Ein toller Beitrag und sehr interessant, was du an Bildern und Text zeigst.
    Ja, und stimmt, gerade die verwischten Bilder imponieren mir besonders gut !
    Das ist mein Beitrag zum „L“
    https://kreativ-im-rentnerdasein.blogspot.com/2019/03/projekt-abc-l-wie.html
    eine bitte, falls du mal schaust und einen Kommentar hinterlassen möchtest,
    erscheint da auch bei dir dies schrecklichen Bildafbragen ?
    Das habe ich nämlich eigentlich deaktiviert, aber Wortmann sagt, das wäre immer noch so 😦
    Danke dir

    • Danke für die positive Kritik. Was diese Sicherheitsabfragen angeht, so habe ich die immer nur dann gemacht, wenn ich bei blogspot-Blogs mit meinem WordPress-Account kommentieren wollte und manchmal bis zu 5 Anläufen brauchte.

      Bei Dir habe ich mit meinem Google-account/Google-Passwort kommentiert, daher hatte ich das Problem nicht.

  2. Sehr schöne Fotos!
    Die Luminale möchte ich auch irgendwann einmal besuchen. Ich befürchte aber, dass es mir dort zu voll und zu stressig sein wird. 😦 Deswegen habe ich es noch nicht in Angriff genommen.

    LG und einen schönen Sonntag
    Babsi

  3. Da komme ich ursprünglich aus Frankfurt, bin dort aufgewachsen, habe Jahrzehnte lang dort gelebt und bin immer noch regelmäßig dort – aber von der Luminale hatte ich bis zu deinen Fotos vom Hbf vor ein paar Wochen noch nie etwas gehört.
    *googeln geh*
    Spannend! Da muss ich doch direkt versuchen, ob ich nächstes Jahr ein bisschen mehr davon zu sehen bekomme.

    Aber bis dahin bleiben mir erstmal deine tollen Fotos. Die sind alle richtig klasse!

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