Media Monday # 411 : Die Museumsausgabe mit Musik

 

38000 Menschen haben die letzte Nacht der Museen in Frankfurt besucht. Trotz Regen – aber der hat dann wider Erwarten doch nicht lange vorgehalten. Im Gegensatz zu den Massen, die in Frankfurt von Museum zu Museum gondelten, bin ich in Offenbach geblieben und habe im Deutschen Ledermuseum an einer „Taschenjagd“ teilgenommen. Dabei musste man mit einem Bleistift die auf einem Lageplan im Din-A-3-Format abgebildeten Taschen aus der Ausstellung dem entsprechenden Raum auf dem entsprechenden Stockwerk zuordnen. Das hatte was von den Rätseln meiner Kindheit, bei denen man sich mit einem Bleistift durch ein gedrucktes Labyrinth manövrieren musste… und wie in einem Labyrinth fühlte ich mich auch, und nachdem ich die Orientierung vollends verloren hatte, zog ich die Verbindungen nur noch zwischen Taschen und Stockwerk im Allgemeinen. Dafür kenne ich das DLM nun wie meine Westentasche. Hoffen wir mal, dass es nicht genauso für mich ausgeht bei den sieben Lückentexten des Media Monday, heute in feurigem Rot:

 

Media Monday # 411

 

1. Aktionen wie der Gratis Comic Tag am vergangenen Samstag gehen meistens an mir vorbei, ohne dass ich davon vorher erfahre.

 

2. Geht es um animierte Filmfiguren, so muss ich gestehen, dass ich früher viel mehr Animationsfilme gesehen habe. Aber nachhaltig beeindruckt haben mich Merida aus „Merida, Legende der Highlands“ und Wall-E und Eve aus „Wall-E, der letzte räumt die Erde auf. Getoppt werden beide aber noch von dem Film „Loving Vincent“, bei dem jedes Einzelbild des bereits abgedrehten Spielfilms im Stil von Van Gogh übermalt worden ist.

 

3. Der Umstand, dass so viele Verfilmungen von Buchreihen meist nach dem ersten Band bereits fallen gelassen werden lässt mich darauf schließen, dass die Produktionsfirmen unter massivem Druck stehen müssen, mit dem ersten Versuch die Massen zu begeistern anstatt eine Entwicklung abzuwarten. Aber wenn zu viel gleichzeitig auf den Markt geworfen wird, woher sollen dann die vielen Interessenten kommen?

 

4. So schön Adaptionen und Verfilmungen auch sein können, das beste komplett eigenständige Werk, das ich zuletzt gesehen habe war der Horrorfilm „Wir“.

 

5. Amy MacDonald könnte auch das Telefonbuch von Glasgow rauf und runter spielen und ich würde es mir wahrscheinlich trotzdem ansehen, einfach weil ihre Konzerte für mich immer wieder ein Erlebnis sind. Schade, dass es dieses Jahr nicht geklappt hat.

 

6. Ich glaube, wenn ich ein Werk (Buch, Film, Serie, was auch immer) noch einmal komplett neu und ohne Vorwissen erleben könnte, wüsste ich nicht, ob ich nicht doch auf die gleichen Details stoßen und die gleichen Erkenntnisse gewinnen würde.

 

7. Zuletzt habe ich bei der Nacht der Museen einem Künstler zugeschaut, der eine Skulptur aus einem Eisblock herausgearbeitet hat, und das war ein schönes Erlebnis, weil dabei so stimmungsvolle Musik lief: My Town“ von Glass Tiger (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Tu8JFZw3L6A)

Wie lange habe ich DAS schon nicht mehr gehört. Irgendwie passt das gerade zu meiner Liebe zu Schottland und zu meiner geplanten Reise nach Kanada.