„Der Osten Kanadas“ – Tag 11

 

 

Der Aufreger des Tages erwartete uns auf unserer letzten Etappe

Niagara Falls – Toronto

denn es ging auf direktem Weg zum CN-Tower, wo für uns ein Tisch im schicken Drehrestaurant in luftiger Höhe von 356 Metern reserviert war.

 

Wie, wir kommen vorher nicht ins Hotel und haben keine Chance mehr, uns vor dem Essen umzuziehen? Das war für die meisten nicht das Gelbe vom Ei, und dabei hätten doch eigentlich alle informiert sein müssen, denn es wurde zu Beginn der Reise bekanntgegeben, und solche Pferdefüße merke ich mir immer, und dementsprechend sah dann auch die Wahl meiner Kleidung für diesen Tag aus. Sandaletten mit Absatz an die Füße und die Turnschuhe in den Koffer, und für etwas Schmuck ist auch im kleinsten Rucksäckchen Platz. Et voilà: Fertig ist der Lack.

You lift me up

So ein 360°-Drehrestaurant ist überaus praktisch: Man muss nicht lange nach einem WC suchen, irgendwann kommt eins vorbeigefahren, und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich für eins für Männlein, Weiblein und Diverse entscheiden, muss aber dazu ein Stockwerk tiefer, wo sich die Aussichtsplattform mit Teilstücken aus Glas befindet.

Wer da nicht schwindelfrei ist, sollte den Gang über den Glasboden mit freiem Blick senkrecht nach unten lieber meiden. Ich habe zwar ab und zu auch Anflüge von Höhenangst, aber in diesem Fall war ich so mutig und habe es nicht bereut. Entstanden sind die schrägsten Selfies meines Urlaubs.

 

Den Besuch des Städtchens Niagara on the Lake auszulassen, hätte meiner Meinung nach nicht viel gebracht, da keine Garantie bestand, dass zu diesem Zeitpunkt unser Gepäck schon auf den Zimmern gewesen wäre. Dann lieber so und das schöne Wetter genossen, als im Schweinsgalopp nach Toronto zu hetzen und dann doch keinen Erfolg zu haben.

 

Trotz falsch gebrachten Bieres (ich hatte Porter bestellt und kein Lager) und etwas beengter Sitzanordnung am Tisch, weil für unseren Busfahrer auch noch ein Platz geschaffen werden musste (den neben mir) – oder vielleicht gerade wegen solcher kleinen Pannen – war es ein vergnügter Abend. Schade, dass er so kurz war.

 

 

Die meisten sind dann am nächsten Tag nach Hause geflogen. Ein Teil der Gruppe zog mit der Reiseleiterin weiter nach Calgary, eine nach Winnipeg und Vancouver, und ein paar wenige hängten, so wie ich, noch ein paar Tage in Toronto dran. So richtig schick ausgegangen war ich bisher noch nicht. Das sollte sich ändern.        

 


Das war das Ende der Busrundreise – aber ich hatte noch zwei weitere Tage in Toronto. Wird fortgesetzt.

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