22 Wochen – 1 Objekt: Woche #5

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman auf Reisen gegangen. In diesen zwei Wochen sind allein schon davon so viele Bilder entstanden, dass es bis zum Jahresende reichen würde, aber damit es nicht so langweilig wird, beschränke ich mich bei meiner Auswahl auf ein Minimum. Und in chronologischer Reihenfolge werden sie auch nicht erscheinen.

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Nach dem Sonnenbad vor der Skyline von Toronto folgt jetzt der Aufenthalt an einem schattigen Plätzchen: dem Innenhof des Hotels in Downtown Toronto, in dem ich insgesamt fünf Nächte verbracht habe (zwei am Anfang und drei am Ende der Reise). Außer ein Bierchen zu trinken, konnte man dort auch sehr entspannt frühstücken – nur nicht am Tag der Abreise, denn da hat es wie aus Eimern geschüttet.

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Und nun – zum Schluss – worum es bei dem Projekt geht und der Zeitplan:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

 

Werbeanzeigen

Das Werk zum Wort 35/52 : Hochzeit

 

Willkommen zur 35. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

Was Menschen schon immer fasziniert hat, ist die

Hochzeit

Mit dem Roman und dem Film „Crazy Rich Asians“ hätte ich auch diesmal wieder zwei Themen miteinander verknüpfen können, aber das wäre zu einfallslos. Denn es gibt für mich einen Film, der mir lieber ist als alle anderen, in denen es um eine Hochzeit geht (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, My big fat Greek Wedding, Muriels Hochzeit):

der Animationsfilm „Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“ von Tim Burton und Mike Johnson

Klingt gruselig? Ist es aber nicht. Zumindest nicht für mich.

Im Mittelpunkt steht der schusselige Victor, der die hübsche Victoria heiraten soll. Doch weil er bei der Generalprobe das Aufsagen seines Ehegelübdes versiebt, wird er zur Strafe hinausgeschickt, um so lange zu üben, bis die Worte endlich sitzen. Im Wald angekommen, steckt er den Ehering beim Aufsagen der verhängnisvollen Worte an einen Ast, doch der Ast ist ein Finger – der Finger eines Skeletts im Hochzeitskleid. Seiner „Leichenbraut“ kann sich der in Panik geratene Victor nicht entkommen, und so landet er nach einem Ohnmachtsanfall im Jenseits, wo es gar nicht so düster zugeht, wie weithin angenommen. Revue- und Gesangseinlagen machen den „Corpse Bride“ für mich zu einem schaurig-makabren und gleichzeitig heiteren Filmvergnügen, das nicht nur durch das Auftauchen eines überheblichen Bösewichts glänzt, sondern auch durch zum Knuddeln niedliche Nebenfiguren, wie die beiden „Haustiere“ der Leichenbraut Emily: die Made und den Geisterdackel.

Das putzige Hündchen befolgt in einer Szene auch brav Victors Anweisungen „Mach Männchen“ und „Roll Dich“. Nur mit dem Befehl „Stell dich tot“ hat er sichtbare Schwierigkeiten. Und welche Probleme sich aus dem bei Hochzeiten üblichen Satz „Bis dass der Tod Euch scheidet“ ergeben, eröffnet Raum für ganz neue Spekulationen. Den Trailer zum Film habe ich auf youtube gefunden (https://www.youtube.com/watch?v=_tpLNUI9rQU):

 

 

Normalerweise bin ich kein Freund von Filmmusicals. Am liebsten habe ich Disney-Filme, in denen sich die Gesangseinlagen auf ein Minimum beschränken, und auch „A Nightmare before Christmas“ bewegt sich bei mir schon hart an der Grenze – doch bei „Corpse Bride“ stimmt für mich einfach alles: Figuren, Handlung, Musik und Gesang sowie die technische Umsetzung in Stop-Motion.

Meiner Meinung nach ein Film, der die Oscar-Nominierung und 14 internationalen Auszeichnungen zu Recht verdient hat. Den Oscar als bester animierter Spielfilm hat 2006 übrigens „Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ gewonnen.

 

Das nächste Thema lautet: –  Fahrrad  –