22 Wochen, 1 Objekt: Woche #10 – Märchenstunde 2.0

 

Die 10. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman fällt auf den 6. Oktober 2019 – ein Datum, das nicht zu meinen Favoriten zählt. Und dann noch ein Sonntag? Na ja, ich hab deshalb mal was erheiterndes vorbereitet; neulich war meine Freundin aus Kindertagen zu Besuch, und den Abend haben wir stundenlang gequatscht. Dabei kam ich dann auf die Idee, dass sie mich beim Rezitieren aus meinem Tagebuch ablichten könnte. Das Licht war gruselig, aber ändern wollte ich an dem Ergebnis dann auch nichts mehr. Außerdem passt Gruseln doch prima zum Oktober.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

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Das Werk zum Wort 40/52 : Sehnsucht

 

Willkommen zur 40. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Heute erzählt mir meine Mutter, jemand wollte für sie das Wolga-Lied singen, und da kam mir die Idee zum aktuellen Thema der Challenge „Das Werk zum Wort“, das da rein zufällig lautet:

Sehnsucht

In diesem Fall ist sie gleichbedeutend mit Alexandras Lied der Taiga aus dem Jahr 1968. Sie sang es mit 24. Ein Autounfall auf dem Weg in den Urlaub setzte ihrem Leben im folgenden Jahr ein Ende.

 

Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga
Das schon damals meine Mutter sang
Sehnsucht lag im Spiel der Balaleika
Wenn sie abends vor dem Haus erklang

 

Die tiefe Stimme, die wehmütige Melodie und der Text, der im Vergleich zu dem, was man unter moderner Schlagermusik serviert bekommt, anspruchsvolle Lyrik darstellt. Oder kann man es russisch inspiriertes Chanson nennen? Sie wollte so viel mehr sein als eine folkloristische Schlagersängerin und hatte begonnen, Kontakte zu französischen Chansonniers zu knüpfen, doch ihre Träume sollten sich nicht erfüllen. Insofern wäre nicht nur ihr Lied, sondern auch sie selbst mein heutiges Synonym für Sehnsucht (Quelle – https://www.youtube.com/watch?v=bnqlTU0zWrY):

 

 

   

 

Noch eine große Stimme des 20. Jahrhunderts, die im Alter von 27 Jahren viel zu früh für immer verstummt ist, aber in ihren Aufnahmen wird sie für mich weiterleben und immer jung und hoffnungsvoll bleiben. Und in welche Schublade man Alexandras Kunst stecken möchte – ich verzichte auf solche Etiketten, denn für mich ist sie einfach nur wunderschön.  

 

 

Das nächste Wort: Virus