22 Wochen, 1 Objekt: Woche #12 – Zurück zur Natur

Immer nur in Städten herumzuturnen, kann auf Dauer anstrengend werden. Es gibt Tage, an denen es einfach nur gut tut, sich zurückzulehnen und abzuwarten, was vom Himmel herunterfällt. Ab und zu zeigt sich dort oben ein Milan oder Bussard oder anderer Raubvogel und lässt sich bewundern. Leider zeigt das Foto nicht, wie das Wetter in der 12. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von wortman und aequitasetveritas wirklich ist. Gute Vorbereitung ist manchmal wirklich alles.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

Das Werk zum Wort 42/52 : Wald

 

Willkommen zur 42. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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In Märchen ist der

Wald

 

ein geheimnisvoller Ort. In dem Video zu Björks Song „Bachelorette ist er der Ausgangspunkt für die Geschichte der Heldin, die dort ein Buch findet, das tief vergraben in der Erde liegt und das sich selbst zu schreiben beginnt. Wie von Zauberhand füllen sich die Seiten ganz von alleine. Sie nimmt es an sich, um darin zu lesen und es zu einem Verlag in der Stadt zu bringen, wobei ich mir die Frage stelle: Folgen die Worte im Buch den Handlungen der „Autorin“ oder folgen ihre Taten dem Erzählten im Buch? Was dann kommt, lässt sich ungefähr so zusammenfassen: Ruhm, kometenhafter Aufstieg, aus dem Bestseller wird ein Musical, und alle sind begeistert, bis das Ende kommt. Sobald Verleger und Autorin das Aus ihrer Beziehung verkünden, geht es steil nach unten, und die Sätze auf den Buchseiten lösen sich in Luft auf, bis zum Schluss alle mit leeren Büchern dastehen (Quelle – https://http://www.youtube.com/watch?v=x5nNfbTS6N4) …

 

 

… Das Werk in die Tonne zu werfen, ist verständlich aber nutzlos, denn alle, die mit dem Buch und dem Musical in Berührung gekommen sind, werden zu Bäumen bzw. zu Wald – ein Wald, der alles verschlingt und sich das ausgegrabene Buch zurückholt, um es wieder in der Erde verschwinden zu lassen. Der Wald als besitzergreifendes Wesen und als Symbol für einen ewigen Kreislauf – ein unendlicher Wald als Alptraum, der nicht enden will, und die Geschichte, die sich selbst enthält: Das Konzept erinnert mich an Fraktale und ist mir in der Literatur in „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende zum ersten Mal begegnet.

Verantwortlich für das surreal wirkende Video mit in sich verschachtelter Handlung ist Michel Gondry, der neben einigen Spielfilmen auch Werbespots und vor allem sehr viele Musikvideos gedreht hat, u.a. „Mad World“ für den Film „Donnie Darko“ und „Come into my world“ von Kylie Minogue.  

 

Das nächste Wort = Geburtstag.