Wenn Dir alle sagen, dass sie den November furchtbar finden,

dann ist es Zeit für Dich, ihn Dir zu verschönern. Wie sagte ich noch neulich zu meiner Schwester? „Wenn der Monat schon sch**** ist, dann soll wenigstens das Kalenderbild was hermachen.“ Warum auf dieser Stufe stehenbleiben? Klar, es wird deutlich früher dunkel als sonst, aber auch das geht vorüber. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass dieser Monat so viele Konzert- und Kinobesuche für mich bereit hält, wie schon lange nicht mehr.

Den Anfang hat das Konzert der irischen Band „Walking on Cars“ am Sonntag, den 3. November gemacht; ich habe zwar nur die Hälfte davon mitbekommen, aber die war dafür richtig gut, und die Band spielte die Lieder, die mir von ihrem Album „Colours“ am besten gefallen.

Noch ein Konzert erwartet mich am Sonntag, den 24. November, aber diesmal habe ich einen Sitzplatz und laufe nicht Gefahr, in der Masse eng zusammenstehender Besucher erdrückt zu werden. Bruce Guthro, der ehemalige Sänger der schottischen Folk-Rock-Band Runrig, die sich letztes Jahr aufgelöst hat, kommt im Rahmen seiner Celtic-Christmas-Tournee in die Jahrhunderthalle in Höchst. Auf das Programm, laut Ankündigung eine „Mischung aus Songs seiner kanadischen Heimat, Irischen Klassikern und einer Reihe berühmter englischer Weihnachtslieder“ besteht, bin ich schon sehr gespannt (Quelle: https://www.adticket.de/images/event/b/xbruce_guthro_2019.jpg.pagespeed.ic.5HFBTJiXVO.jpg).

 

Außerdem muss ich feststellen, dass immer mehr Kinos versuchen, mit sogenannten Events zu punkten. Schon letztes Jahr hatte das Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum mit bestimmten Sondervorstellungen mit dem Schwerpunkt auf Klassik und Ballett geworben – dieses Jahr hat das Cinéma in Frankfurt am Main eine ähnliche Idee gehabt. In der Reihe „Royal Opera House“ werden zu bestimmten Terminen Opern- und Ballettinszenierungen live aus dem Londoner Royal Opera House direkt in den größten Saal des Kinos übertragen, und ich habe dann auch sofort Tickets für die Oper „Fidelio“ als Geschenk für meine beste Freundin erworben. Leider ist die Aufführung erst im nächsten März, aber manchmal muss man schnell sein und darf nicht lange überlegen.

Zugreifen, bevor alles weg ist, war dann auch meine Devise für den Film „SPIRITS in the Forest“, gedreht von Anton Corbijn, der am 21. und 24. November im Cinemaxx gezeigt wird, jeweils in zwei Vorstellungen an einem Abend: Depeche Mode 2017/2018 live in Concert, und zwar zum Abschluss ihrer „Global Spirits“-Tour auf der Berliner Waldbühne – ergänzt um zusätzliches Filmmaterial. Da von Anton Corbijn auch das Musikporträt „Control“ über die Band Joy Division stammt, kann ich mir vorstellen, dass „SPIRITS“ keine Enttäuschung werden wird, was vermutlich all jene auch denken, die dafür gesorgt haben, dass 20-Uhr-Vorstellung bereits so gut wie ausgebucht ist. Übrigens hatte ich erst einmal die Chance, die Band live zu sehen. Das war in den Neunziger Jahren, und danach gab es entweder keine Tickets mehr oder sie waren zu teuer. Vielleicht ist ein Konzert im Kino zu erleben, nicht dasselbe, aber dafür habe ich kein Gedränge, dessen ich mich erwehren muss .

Das gleiche gilt für ein Special-Event, das mich als Fan ganz besonders freut. Mehr Achtziger Jahre geht nicht? Irrtum: Wir liefen die Neunziger gleich mit, denn der bereits auf DVD veröffentlichte Mitschnitt des INXS-Konzerts vom 13. Juli 1991 im Londoner Wembleystadion ist jetzt nochmal extra für eine einzige Kinovorstellung am 27.11.2019 restauriert worden, dafür dann aber gleich quer durch die ganze Republik und rund um die ganze Welt (ab dem 14. November in Australien und Neuseeland, ab dem 9. Dezember in Nord- und Südamerika und ab dem 27. November international / Bildquelle: https://trailer.kinopolis.de/assets/4b5cde32/lblonesheetcineventsde.jpg)

Wow! Was für ein Aufwand für einen einzigen Abend. Ich habe zwar keine Ahnung, was „4K“ bedeutet, aber wenn die Bild- und Tonqualität wirklich so brilliant sind, wie das Kinopolis auf seiner Homepage damit wirbt, dann kann ich mich auf ein „very special concert event“ freuen. Da ich die Band nie live gesehen habe, wäre das für mich dann eine Verbesserung gegenüber der Option „DVD“, denn gegen eine riesige Kinoleinwand kommt mein Fernsehbildschirm oder Laptopmonitor  dann doch nicht an, und die Boxen kann ich zu Hause auch nicht so aufdrehen, wie ich gerne möchte. Ich bin mal gespannt, wie viele Besucher sich außer mir noch einfinden werden; bis jetzt sind jedenfalls noch nicht viele Reservierungen eingegangen.

Und ich Dussel habe im Sommer noch gedacht, mit der Filmdoku von Richard Lowenstein über den Sänger der Band wäre es das schon gewesen. Wie man sich irren kann…

 

Das Werk zum Wort 45/52 : Gangster

 

 

Willkommen zur 45. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Wie definiert man einen

Gangster ?

 

Im Deutschen kann ein Gangster sowohl ein Einzeltäter als auch Teil einer Bande sein. Mein musikalischer Beitrag stammt nicht aus dem Rappermilieu und hat auch nicht die tragische Geschichte von Bonnie und Clyde zum Thema, sondern dreht sich um einen Bankräuber. Und weil der November für meinen Geschmack eine Prise Humor vertragen kann, gibt es heute von mir ein Video zu dem Lied „Banküberfall“ von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung

 

 

denn schließlich ist das Böse immer und überall (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=rXUlmP5MvnE).

 

 

Das nächste Wort: Haus

 

22 Wochen, 1 Objekt: Woche #15 – Ertappt!

Wir haben die 15. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman wenn man das Licht anmacht, wirkt die vorher noch so gruselige Gestalt gar nicht mehr so gruselig: In diesem Fall war der Übeltäter eine Plüschfledermaus, die bei Licht besehen, ganz harmlos wirkt. Vor Jahren hat mal jemand auf einer inzwischen nicht mehr existierenden Verbraucherplattform über die Fledermaus Kryp geschrieben: „Was kann Kryp? Kryp kann gar nichts.“ Doch, würde ich heute antworten – Kryp kann sehr gut jemanden erschrecken oder die gruselige Figur auf einem manipulierten Foto abgeben.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!