# Writing Friday – Dezember, 49. Woche : Mein allerschönstes Weihnachtsbuch

 

Nun wird es weihnachtlich, denn die Adventszeit hat begonnen, eine Stimmung, die auch diesen Monat der „Writing Friday“ auf dem Blog von elizzy ausstrahlt. Wie das Projekt, bei dem jeder mitmachen kann, funktioniert, steht am Ende meines Beitrags. Aus einem von fünf vorgegebenen Themen, die elizzy auf ihrem Blog kurz vor Beginn des kommenden Monats veröffenlicht, kann man sich jeden Freitag eines aussuchen und dazu seinen Gedanken freien Lauf lassen. Hier sind die Schreibthemen für den Dezember:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt. +++ 2) Du wachst auf in einer Schneekugel – wie sieht deine Welt darin aus? +++ 3) Welches ist dein liebstes Buch zur Weihnachtszeit? Stell es uns kurz vor. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, grosse Augen, Liebe +++ 5) Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Mein erster Beitrag im Dezember widmet sich meinem liebsten Buch.

 

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Mein allerschönstes Weihnachtsbuch

 

Mein allerschönstes Weihnachtsbuch“ lautet nicht nur die Überschrift für meine Liebeserklärung an ein Buch, sondern ist auch der Titel jenes Buchs, das ich schon seit frühester Kindheit besitze. Als kleines Kind habe ich mir mit Begeisterung die hübschen Bilder darin angeschaut, und so lange wir noch nicht lesen konnten, haben unsere Eltern meiner Schwester und mir daraus vorgelesen. Es ist so alt, dass ich noch nicht einmal eine ISBN-Nummer darauf finden konnte. Verfasst haben es Kathryn Jackson und Richard Scarry, und erschienen ist das großformatige und mittlerweile antiquarische Werk mit 76 Seiten im Delphin-Verlag.

 

 

Ganz klein findet sich darin vorne der Hinweis, dass es 1950 von der Western Publishing Company Inc. herausgegeben wurde und ich die zweite Auflage von 1969 in den Händen halte. Gedichte finden sich darin wieder, genau wie allerlei herzerwärmende Geschichten wie die vom frierenden Eichhörnchen, vom eigensinnigen Rentier, vom goldenen Schlitten oder von der klugen Weihnachtsgans. Mein persönlicher Schleusenöffner ist jedoch die letzte Geschichte mit dem Titel „Der kleine Hund, den keiner haben wollte“. Schon beim Lesen des Titels wird mir ganz melancholisch zumute, dabei nimmt die Geschichte des Streuners, der überall nur verjagt wird, doch noch ein gutes Ende. Denn was wäre eine gute Weihnachtsgeschichte ohne ein Happy End?

 

 

Auch die Illustrationen in dem Buch gefallen mir so gut, dass ich es nicht nur zur Weihnachtszeit in die Hände nehme – es lehnt Tag und Nacht an der Wand neben meinem Bett, und als es vom vielen Lesen auseinandergefallen war, habe ich es in einem Buchbinderkurs an der Volkshochschule neu gebunden. Das geschah zwar nicht professionell, sondern mit viel Liebe, und Perfektion wird sowieso überbewertet – genauso wie Weiße Weihnachten. Und weil ich schon dabei bin: Auch dem Thema „Weihnachten ohne Schnee“ widmet sich ein kurzes Gedicht – des einen Freud‘ ist des anderen Leid; während die Menschen sich beklagen, dass ihnen der Schnee fehlt, freuen sich die Tiere des Waldes, denn so kommen sie schneller an ihr Futter und müssen keinen Hunger leiden.

‚Weihnacht ist’s und noch kein Schnee!‘ freun sich Hase Fuchs und Reh. ‚Unter Eichen, Tannen, Buchen können wir nach Wurzeln suchen‘ (…) ‚Weihnacht ist’s und noch kein Schnee und kein Eis liegt auf dem See!‘ hört man an den gleichen Tagen überall die Menschen klagen.“

Mit diesen kurzen Auszügen und zwei hübschen Bildern, damit auch jeder weiß, wovon ich rede, beende ich meinen Artikel zum Thema „mein liebstes Buch zu Weihnachten“.

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Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 6

 

 

Wer meine musikalischen Vorlieben kennt, hat sicher schon damit gerechnet, dass ich früher oder später damit ankomme, aber das E war schon vergeben. Und auch wenn erst am 12. Dezember Vollmond ist, huldige ich ihm jetzt schon mit

Full Moon Dirty Hearts“

von dem gleichnamigen Album der Band INXS. Von den Megasellern der 80er Jahre war das zwar schon ein gutes Stück entfernt, aber klingt für mich um Längen interessanter als das, was sich wie warme Semmeln verkauft hat. Außerdem hatte ich noch kein Duett in meiner Sammlung – in diesem Fall steuert Chrissie Hynde den weiblichen Gesangs-Part bei – https://youtu.be/RDZqgVTG504

 

 

Disketten sind so 90er – und der Film dazu passt besser zum Sommer, aber was kann man schon gegen Sonne haben, wenn die Tage immer kürzer werden? A propos „kürzer“: Nach dem Kurzfilm von heute gibt’s morgen mit dem G das ganz große Kino.