22 Wochen, 1 Objekt: Woche #20 – Elchalarm im Keller!

 

Es ist ein Elch entsprungen!

Einer? Nein, mehrere, und sie ruhen auf dem Backblech, denn es wurde gebacken – nach Rezepten, die ich in meinem Tagebuch notiert habe. Da stehen nämlich nicht nur die gesammelten Urlaubserinnerungen drin, sondern auch noch manch anderer Gedanke und schlaue Tips für den Haushalt. In der 20. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von wortman und aequitasetveritas kommen internationale Genüsse auf den Teller: finnische Windräder mit Marmelade, australisches Schokokonfekt mit salzigem Popcorn und kanadische Kekse mit Ahornsirup. Nicht in Ahornblattform, sondern in Gestalt kleiner Elche, die sich im kühlen Keller beim Schmücken in Rot-Weiß immer noch am wohlsten fühlen. Ob es an der Umgebungstemperatur oder an den Farben der kanadischen Flagge liegt? Die Frage klären wir nächsten Sonntag, dem 4. Advent. Wohl bekomm’s…

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt, das nach zwei weiteren Runden beendet sein wird:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 15

 

Wir haben den dritten Advent, und trotz aller herbeigesehnter Besinnlichkeit geraten die meisten dann doch wieder in hektische Betriebsamkeit, denn Weihnachten und das Jahresende nahen unaufhaltsam. Die Berge von Arbeit, die sich da vor mir aufbauen, sind der absolute

Overkill“

Überraschung! Dieser Sonntag ist ein Fall für Kosheen aus Bristol, die gleich mit zwei Alben auf meinem mp3-Player vertreten sind und eine für eine Musikrichtung stehen, die bisher hier auch noch nicht zu finden war: Drum & Bass – https://www.youtube.com/watch?v=22d_AcaRs8M

 

 

Damit das Durcheinander perfekt wird. Das P morgen ist zwar nicht weniger energiegeladen, aber der Titel kann mit religiösen Anklängen punkten.

Das Werk zum Wort 50/52 : Stille

 

Willkommen zur 50. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Diesmal mit Triggerwarnung – das wird nicht fröhlich, sondern beschäftigt sich mit einem Thema, das auf viele abschreckend wirken könnte: der Trauer…  Enjoy the Silence? Das Lied hatte ich schon zu oft in letzter Zeit, und die Kombination aus Titel und Präsentation ist ein Paradoxon – aber wenn ich schon beim Thema bin: Da war doch noch was… Ah ja, Besinnlichkeit und

Stille:

Ist es nicht das, was wir uns in der Weihnachtszeit so sehnlich wünschen? Statt dessen haben wir eine Lärmorgie und größere Hektik denn je – daran muss ich bei Paradoxe Stille“ von Goethes Erben denken. Der Text spiegelt vordergründig meinen Eindruck wider. Alle schweigen vor sich hin und starren in ihre Smartphones, immer auf dem Sprung und getrieben von dem Gedanken, nur ja nichts zu verpassen. Die stille Zombie-Apokalypse. Auszüge gefällig? Bitte sehr: Paradoxe Stille, die Zeit erstickt im Farbenrausch (…) die Zeit verliert den Halt im Raum (…) Augen fragen: Warum ich? (…) Jeder schreit, gehört wird nichts (…) Warum jeder, nur nicht ich? und so weiter, und so fort.

Aber ich will nicht zu schnell urteilen. Vielleicht dröhne ich mich an manchen Tagen auch aus ganz anderen Gründen mit lauter Musik aus meinem Smartphone zu.

Wenn, der ganze Lärm die Stille kleinhalten soll – eine bestimmte Art von Stille, die mir in den Sinn kommt, wenn ich an das Lied „Still“ von Jupiter Jones denke, das meinen schon drei Jahre währenden Trauerprozess so treffend beschreibt. Video: https://www.youtube.com/watch?v=fgCOUO-s8nY

Ein geliebter Mensch ist gegangen. Für immer. Und wird nie wiederkehren. Bis man das erfasst hat, ist das ein harter Weg und die Stille nur schwer zu ertragen. Oder sehnt man sich die Stille herbei und wünscht, dass die ganze Welt für immer schweigen möge? Ein schmerzhafter Prozess, der wahrscheinlich niemals enden wird, und an jedem Weihnachten und zu jedem Jahreswechsel spüre ich Andys Fehlen wieder und wieder. Oder wenn mich etwas an glückliche, gemeinsam miteinander erlebte Zeiten erinnert.

Alle Uhren schwiegen – die Zeit kam zum Erliegen“… die Welt dreht sich für alle anderen weiter, aber man selbst ist in den ersten Tagen wie erstarrt, wie eingefroren. Amputiert und abgeschnitten von der Welt habe ich mich gefühlt.

Die Stille schob sich zwischen mich und die Welt wie ein Nebel, durch den nichts an mich herandrang. Da wurde sie laut, die Stille. Erdrückend und übermächtig: „Als Stille bei uns wohnte anstatt Dir.“Ob die Stille jemals ein Freund von mir werden wird? Die Zeit wird es weisen.

Das nächste Wort: Schnee