Vorgezogenes Silvesterfeuerwerk

 

 

Vorbei ist es mit der gechillten Besinnlichkeit: Wenn man nach einem Paar ruhiger Tage wieder arbeiten muss, kann man sich den ausgefallenen Brückentag entweder schöntrinken oder es abends so richtig krachen lassen. Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden und das Konzert der AC/DC-Tributeband „We salute you“ in der Jahrhunderthalle in Höchst besucht.

21 Kanonen auf der Bühne, eine von der Decke hängende überdimensionale Glocke mit der Aufschrift „Hells Bells“ und eine Wand aus Verstärkern – da war Power angesagt. Die Band gibt es zwar erst seit zwei Jahren, aber die Herren waren davor wohl schon länger in anderer Konstellation unterwegs. Ich war begeistert. Wo sonst kommt schon mal der virtuos spielende Leadgitarrist ins Publikum und bleibt genau bei der Reihe stehen, in der man seinen Platz hat? – Da war das gesamte Hochparkett schier aus dem Häuschen vor lauter Begeisterung. Und mit uns die ganze Halle, die den jungen Mann scheinbar gar nicht mehr auf die Bühne zurück lassen wollte.

Dass am Ende der Sänger uns allen auch noch die Crewmitglieder namentlich vorstellte, fand ich richtig klasse, doch mein persönliches Highlight war das Auftreten der Dudelsackspielerin Saskia Konz, die sich mit Nick Young ein Duell „E-Gitarre vs Dudelsack“ lieferte – oder war’s am Ende doch ein Duett? Egal, es war so oder so der Hammer. Und als am Ende sämtliche Kanonen abgefeuert wurden, dachte ich, es wäre schon vorbei.

Aber nix da – es gab noch eine Handvoll Zugaben. Das Programm setzte sich aus den bekanntesten Stücken von AC/DC zusammen (TNT, Thunderstruck, Hells Bells, Highway to hell, und viele andere). Jetzt bin ich platt und freue mich auf einen ruhigen Tag und zweieinhalb Stunden Spätprogramm auf BBC 2 mit einem Konzert meiner Lieblingsband (in der gekürzten Version) und der Filmdokumentation über deren 1997 verstorbenem Sänger Michael Hutchence.