Media Monday # 446: der innere Frieden 2.0

 

 

Im Rahmen des Schreibprojekts #Writing Friday hatte ich bei meinen Plänen für dieses Jahr den sogenannten inneren Frieden erwähnt: „Beenden Sie angefangene Dinge, und Sie werden inneren Frieden erhalten“: Frei nach diesem Motto habe ich zwei angefangene Serien beendet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: „Vikings“ und „Poldark“. Das ist gemogelt, denn die sechste und letzte Staffel der Wikingersaga habe ich noch nicht gesehen, sondern jetzt den zweiten Teil der fünften Staffel beendet – und die fünfte und letzte Staffel von „Poldark“ habe ich gestern begonnen. Ich kenne zwar die Bücher, auf der die Serie basiert, aber diese Staffel ist eine Überraschung für mich, und warum das so ist, werde ich in einem gesonderten Beitrag behandeln.

Jetzt ist aber erst einmal Zeit für die sieben Lückentexte des Media Monday:

Media Monday # 446

 

1. Fernab der einschlägigen Streaming-Dienste bevorzuge ich immer noch das Kino, vor allem wenn es um Aufführungen geht, bei denen so ein Fernseh- oder Laptopbildschirm nicht mithalten kann – aktuelles Beispiel: Im März schauen eine Freundin und ich uns eine Live-Übertragung der Oper „Fidelio“ aus dem Royal Opera House an. Die Konzertfilme, die ich letztes Jahr gesehen habe („Aretha Franklin – Amazing Grace“, „INXS – Live Baby Live“ und „Depeche Mode – SPIRITS in the forest“) sind das andere Beispiel dafür.

2. Erstaunlich, wie schnell die Helligkeitsphasen dieser Tage schon wieder länger werden.

3. Diskussionen im Internet (vor allem auf youtube in den Kommentaren), welche Band denn nun die bessere ist oder gar die größte aller Zeiten, sind für mich völlig unsinnig, denn für mich geht es nicht um einen Wettbewerb wie bei der Champion’s League oder beim Super Bowl. Beatles oder Rolling Stones? Ärzte oder Hosen? U2 oder INXS? Prince oder Michael Jackson? Interessiert mich nicht die Bohne. In meiner Plattensammlung ist Platz für viele. A propos Super Bowl: Sportfans können das Event auch im Kino zelebrieren – ein Fall für Lückentext Nr. 1 an diesem Media Monday.

4. Denke ich nur daran, wie viele Flaschen Whisky mein Mann und ich im Laufe unserer gemeinsamen Jahre gesammelt haben (ohne jetzt unbedingt alle auch öffnen zu müssen), habe ich schon das Gefühl, einen Kleinwagen im Regal stehen zu haben.

5. Das Zusammensetzen von 3D-Puzzles hätte ja durchaus das Zeug dazu, für mich neue/s Hobby/Leidenschaft zu werden, denn ich finde es spannend, ein Gebäude wie den Big-Ben-Glockenturm wachsen zu sehen, auch wenn einige Teile dieses Bauwerks zum Haareraufen schwierig sind. Nicht alles ist halt so einfach wie ein rot-weißer Leuchtturm.

6. Wozu man ja auch viel zu selten wirklich Zeit und Gelegenheit findet, ist die ganz große Oper, für die man sich so richtig in Schale werfen kann – jedenfalls bekomme ich sehr oft den Eindruck, wenn ich sehe, wie wenig Wert viele Besucher von Veranstaltungen auf das Tragen festlicher Kleidung legen. Ein Herr, der bei der Show von Nicolai Friedrich in der Reihe vor mir saß, hat seine nach Pommesbude riechende Jacke über die Lehne seines Stuhls gehängt. Die Garderobière wird’s gefreut haben, ich dagegen war wenig begeistert.

7. Zuletzt habe ich mein Archiv bei wattpad aufgeräumt und das war sehr aufschlussreich , weil ich erkannt habe, was ich genreübergreifend nicht lesen möchte: Geschichten, bei denen die einzelnen Kapitel durch sogenannte „Author’s Notes“ unnötig aufgebläht werden, wenn diese länger sind als die eigentliche Handlung der Geschichte. Außerdem mag ich keine Storys, bei denen mir die Möglichkeit, mir ein eigenes Bild von den Charakteren machen zu können, genommen wird, wenn die Autoren ihre Romanfiguren durch Fotografien veranschaulichen.