Media Monday # 451: Aus die Maus!

 

Der Sturm „Sabine“ hatte es in sich. Nicht nur, dass er mir ein nicht ordentlich gesichertes Fenster aufgedrückt und mir einen Einbrecher beschert hat, nee – am Tag danach musste auch noch mein Festplattenrecorder den Geist aufgeben. Nur gut, dass ich die mir wichtigen Konzerte von U2, INXS, Metallica und den Dixie Chicks noch rechtzeitig heruntergebrannt habe – jetzt habe ich ein neues Gerät, das aber noch nicht läuft. Das zu installieren, ist eine Wissenschaft für sich, aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass das bald geschieht.

Jetzt aber war mir ein Contra-Dance-Workshop erst mal wichtiger. Da bekommt man Muskelkater an Stellen, die sich jetzt mit Macht wieder in Erinnerung bringen. Dennoch haben mir diese Stunden mit netten Leuten, die ich nach längerem wiedergesehen habe, sehr viel Spaß gemacht. So, jetzt noch die Lückentexte des Media Monday füllen, und die Woche kann kommen. Einen Film, auf den ich schon gespannt bin, werde ich mir am Mittwoch ansehen. „Good Omens“ ist dann für mich wohl endgültig gestorben – mehrere verpasste Folgen und zwei auf dem gecrashten Recorder sind der Grund dafür.

Media Monday # 451

1. Zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Hingabe Sy Montgomery ihre Begegnungen mit Kraken in ihrem Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“ beschreibt, hat mich sehr berührt, und zwar so sehr, dass ich keine Calamares mehr essen möchte.


2. Nach all den Jahren zu erfahren, dass in sämtlichen Streichfetten kaum noch das drin ist, was von früher kannte, aber dafür andere Dinge wie z.B. Palmöl, hat mich zu dem Entschluss gefasst, in Zukunft nur noch Butter statt Margarine zu kaufen, und zwar reine Butter – nicht das mit Rapsöl gestreckte Zeug, das ruckzuck weich wird, wenn man es ins normal temperierte Zimmer stellt.


3. Zu erfahren, wer der nächste James Bond wird, ist nun wirklich nichts, worauf ich sehr gespannt wäre, aber ich wette, es wird eine Überraschung werden.


4. Ohne ihr/ihm was zu wollen, aber Schauspielern ist nun nicht so die größte Stärke von Michael Hutchence gewesen, denn nachdem ich mich auf youtube durch den von vielen Fans als Kultfilm bejubelten Film „Dogs in Space“gequält hatte, habe ich mich gefragt, was der Regisseur den Zuschauern damit sagen wollte. Berufsberatung 2.0: Aber wenn es um eine Empfehlung einer alternativen Tätigkeit gegangen wäre, hätte ich ihm statt einer Schauspielerkarriere eine berufliche Laufbahn als Fernsehmoderator empfohlen, denn die Sendung über Hong Kong (Rough guide to Hong Kong), in der er Jackie Chan interviewt hat, fand ich um Längen spannender.


5. Bei Filmen wie „Der Himmel über Berlin“ frage ich mich ja auch manches Mal, wer dafür eigentlich grünes Licht gegeben oder das für eine gute Idee gehalten hat, schließlich ist das eines dieser hochgelobten Meisterwerke, in denen zwei (zugegeben in wunderschönen Bildern gefilmte) Stunden lang nichts nennenswert spannendes passiert außer dass man zwei Engeln dabei zusehen kann, wie sie durch das geteilte Berlin streifen und Menschen bei deren Gedankengängen zuhören, und das zum großen Teil auch noch in Sprachen, die ich nicht verstehe. Am interessantesten fand ich noch die Gespräche zwischen Bruno Ganz und Otto Sander – und den Auftritt von Nick Cave & The Bad Seeds. Aber vielleicht bin ich auch nur eine Banausin, die das ganz große Kino nicht zu würdigen weiß.


 

6. Ein gutes Buch lese ich am liebsten ja in einem Rutsch, und wenn’s die ganze Nacht dauert.

 


7. Zuletzt habe ich an einem Workshop namens „English Contra Dance“ teilgenommen, und das war rundum gelungen, weil ich viele Leute nach langer Zeit wiedergesehen habe und das Tanzen mit ungewöhnlichen Schrittfolgen für den ein oder anderen Lacher gesorgt hat.