Mein Kinojahr 2020 : Der Monat März im Zeichen der Erschöpfung

 

Wegen eines Unfalls in der Familie hatte ich mehr als sonst zu tun und war abends zu nichts mehr zu gebrauchen. Doch dann fand sich doch noch ein Abend, an dem ich allerdings nicht mehr bis nach Frankfurt gondeln wollte. Deshalb habe ich beschlossen, den Besuch der Filmvorführung von „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ noch einmal zu vertagen. Statt dessen habe ich mir den gerade erst angelaufenen Film „The Gentlemen“ angesehen und diese Umdisponierung nicht bereut. Auf noch mehr Drama konnte ich an diesem Abend verzichten. Mir stand der Sinn nach leichter und gleichzeitig schräger Unterhaltung. Für eine wahre Geschichte wie die von „Bombshell“ hätte ich keine Energie mehr aufgebracht.

Verschieben wir’s auf Morgen – mit diesem Zitat aus „Vom Winde verweht“ eröffne ich den vorgezogenen Monatsrückblick wegen akuter Planänderung, denn wegen jenes Unfalls hatte ich keine Lust, mich abends auf den Weg ins Kino zu machen. Dafür hätte es wirklich genügend Filme gegeben, die ich mir gerne angesehen hätte.

Russland von oben   —   Für Sama   —   Bombshell – das Ende des Schweigens   —   Die perfekte Kandidatin   —   Jean Seberg – Against all Enemies

Zwei Dokumentarfilme und drei Filme, die sich um Frauen drehen – ob ich wenigstens einen davon sehen werde, steht noch in den Sternen. Der Start des Films über Jean Seberg wurde wegen Corona erst einmal verschoben. Vielleicht gibt ja mein DVD-Regal einen passenden Ersatz her. Aber „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ gehört sicherlich nicht dazu.

Außerdem hatten meine Freundin und ich Karten für den 17. März – für eine Übertragung der Oper Fidelio aus dem Londoner Royal Opera House ins Kino. Nach einem unerfreulichen Erlebnis in der S-Bahn im Zusammenhang mit dem grassierenden Virus benutze ich seit jenem Montag keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Das Risiko, diesen Sch*** an meine 80 Jahre alte Mutter zu übertragen, möchte ich so gut es geht vermeiden, da wir in einem Haus zusammen leben.

Also habe ich mir lieber Serien auf DVD angeschaut: die zweite Staffel von „Nashville“ und den Zwölfteiler „Titanic : Blood and Steel“, der sich mit dem Bau der Titanic in der Belfaster Werft Harland & Wolff beschäftigt sowie die politischen und gesellschaftlichen Spannungen Nordirlands thematisiert. In verschiedenen Rollen glänzen Derek Jacobi, Kevin Zegers, Neve Campbell und Chris Noth.

3 Kommentare zu “Mein Kinojahr 2020 : Der Monat März im Zeichen der Erschöpfung

  1. Ich denke, wir leben heutzutage in Bezug auf so einen Virus in „komfortablen“ Zeiten, wenn man das so sagen darf. Immerhin können wir auch zu Hause Filme und Serien auf DVD oder Streaming-Plattformen sehen und sogar Bücher und Computerspiele herunterladen, wenn man will. Einen Kinobesuch ersetzt das zwar nicht, aber zumindest kann man die Zeit besser, also filmisch, überbrücken.

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