Blogroman „Broken Strings“ : Vorwort

 

 

Wie angekündigt, startet nun mein neues Langzeitprojekt, das sich über ein Jahr erstrecken wird, denn ich war so (todes)mutig, eine Fortsetzungsgeschichte zu schreiben. Das erste Kapitel folgt morgen – die restlichen 53, gefolgt von einem Schlusswort, gibt es jeden Sonntag ab Null Uhr. Und nun: Lasset die Reise beginnen. Möge das komplett meiner Fantasie entsprungene Drama seinen Lauf nehmen und die Langeweile Euch verschonen… 

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Broken Strings

Stell dir vor, du hast ein paar Monate Work & Travel hinter dir… oder anders gesagt, das Work hast du bereits hinter dir und das Travel noch vor dir, weil dein Visum noch nicht abgelaufen ist, Du aber von heute auf morgen ohne Job dastehst. Also beschließt Du, Dir noch für ein paar Tage Vancouver (und am besten gleich noch Seattle mit dazu) anzusehen, bevor Du zurückfliegst. Etwas verfrüht zwar, aber da Dich hier sowieso nichts mehr hält, waren Dir das die paar Extramäuse wert, die Du für die Umbuchung des Fluges springen lassen musstest. Schon bald wirst Du im Flieger sitzen, aber wenigstens an diesem einen Abend kannst Du nochmal ausgehen und Spaß haben, auch wenn Du alleine unterwegs bist.

Und weil Du dich so gut amüsiert hast, gehst Du auf einen letzten Absacker in diese Bar, wo gerade mal keine Musik dröhnt und es sogar Platz am Tresen gibt. Der ideale Ort, um gemütlich ein Bierchen zu trinken. Irgend jemand hat gerade ein paar Münzen in die Jukebox geworfen, und nun läuft da das übliche Hintergrundgedudel, bei dem Du abschalten und Deine Gedanken schweifen lassen kannst. Klänge, die dich nicht nerven – jetzt könntest du gepflegt chillen. Aber plötzlich klappt der Typ neben Dir zusammen. Ein Schrank von einem Mann, und rutscht einfach vom Hocker, liegt auf dem Boden und rührt sich nicht mehr.

Das ist so rasend schnell gegangen, und so bist Du es, die neben ihm auf dem Fußboden kniet und versucht, ihn wiederzubeleben. Ob kein anderer helfen wollte, die Frage hast Du Dir gar nicht erst gestellt, irgendjemand muss es ja machen und Erste Hilfe leisten (die Herzmassage, im Rhythmus von „Staying Alive“). Und wenn Dich das an den Rand der Erschöpfung treibt. Dann ist der Rettungsdienst da und teilt Dir mit, Du könntest jetzt aufhören. Dass ab hier die Jungs in Weiß übernehmen, kommt allerdings nicht bei Dir an. Du kannst an nichts anderes denken, als dass Du versagt hast und all Deine Bemühungen vergebens gewesen sind, weil Du dem Mann nicht helfen konntest. Wieder einmal. Was spielt es da noch für eine Rolle, dass dich jemand auf ein Sofa setzt und dir ein Getränk in die Hand drückt, dessen Geschmack Du in deiner Apathie nicht mal wahrnimmst? Das einzige, was Du spürst, ist der Luftzug, der dich frösteln lässt, und du wickelst die Decke noch ein wenig fester um Dich.

Decke? Wieso Decke – wo ist Deine Jacke? Du willst nach ihr greifen, doch sie ist weg. Genau wie Deine Schuhe. Du hattest sie zwar vor einer Weile ausgezogen und am Tresen stehenlassen, weil es hier höllisch warm war, und dann hast Du bei der Reanimation nicht mehr an sie gedacht. Jetzt aber fällt Dir auf, dass sie weg sind. Welcher Assi sie auch immer geklaut hat, die Schuhe wären nicht mal das Problem, obwohl kalte Füße ganz großer Mist sind. In der Jacke aber war Dein Geld: Etwas über hundert Dollar, und für mehr als diese eine Nacht wirst Du Dein Zimmer im Hostel nicht mehr bezahlen können. Wenigstens Dein Zeug mitsamt den Flugtickets kannst Du noch abholen, und dann wird Dir nichts anderes übrigbleiben, als die Zeit bis zum Abflug am Flughafen totzuschlagen.

Zu viel Information? An diesem Abend sollte es nicht dabei bleiben.

Ankündigung : Mein Langzeitprojekt zum Sonntag

 

Nachdem es von mir auf meinem Blog bisher ausschließlich Kurzgeschichten und Etüden mit maximal 300 Wörtern zu lesen gab, habe ich jetzt meinen Vorsatz, meinen Radius zu erweitern, in die Tat umgesetzt und Nägel mit Köpfen gemacht: Ich beende ein Buch, das ich im August 2018 zu schreiben begonnen habe und begebe mich damit ans Licht der Öffentlichkeit. Wenn auch zunächst nur auf meinem Blog.

Die Handlung ist komplett meiner Fantasie entsprungen. Horror und Übersinnliches sind darin nicht zu finden, und mit Science-Fiction oder Fantasy haben die 54 Kapitel ebenfalls nichts zu tun. „Broken Strings“ ist auch keine Autobiografie oder gar ein Tatsachenbericht, denn vom Musikbusiness und wie es in ihm zugeht, habe ich Null Ahnung. Erinnert habe ich mich an Jahre zurückliegende persönliche Begegnungen mit Musikern und mit Technikern, ohne die die Künstler bei ihren Auftritten aufgeschmissen gewesen wären.

Wer ausführliche Schilderungen gewisser Szenen amouröser Art sucht, wird keine finden. Andere können das erstens besser als ich, und zweitens wollte ich mit dem x-ten Aufguss des gleichen oder ähnlichen Materials niemanden langweilen oder in die Flucht schlagen. Was ebenfalls fehlt, sind Playlists oder detaillierte Beschreibungen meiner Figuren mit Steckbriefen und Fotos, da ich die äußere Erscheinung meiner Charaktere lieber der Fantasie der Leser überlasse.

Wie es sich für eine Fortsetzungsgeschichte gehört, werde ich jeden Sonntag eines der 54 Kapitel, gefolgt von einem Schlusswort, hochladen. Eine Vorschau auf das Drama, verpackt in ein paar Worte zum Geleit, gibt es dagegen schon heute.

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# Writing Friday 2020 – März, 12. Woche : Der Unsichtbare

 

Frühlingsanfang! Der 21. März ist morgen, und da bietet sich auch gleich das richtige der fünf Schreibaufgaben des #Writing Friday auf dem Blog von elizzy:

1) Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang.

Frühlingsgedichte und -geschichten gibt es wie Sand am Meer, und in vielen schwelgen ihre Schöpfer in detaillierten Beschreibungen der Farben und der Landschaften. Schön für die, die noch über alle ihre Sinne verfügen, doch wenn der des Sehens fehlt, was dann?

 

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Der Unsichtbare

Du kannst ihn nicht sehen, und doch ist er da. Erfasse ihn auf andere Weise.

Hörst Du den Frühling, wenn er naht? Schon morgens schallt es durch die Straßen, das monotone Gezirpe der früh erwachenden Rotkehlchen, in das die Amseln mit ihren kunstvollen und melodischen Gesängen später einstimmen.

Kannst Du ihn spüren, den Frühling, durch Deine innere Uhr? Sie zeigt Dir an, dass die Gesänge der Vögel mit jedem Tag ein wenig früher beginnen.

Öffnest auch Du, wie ich, das Fenster, um ihnen zu lauschen? Dann kannst Du ihn riechen – diesen ganz eigenen, nur schwer zu beschreibenden Duft: nicht mehr der des Winters mit dem Rauch brennender Holzscheite oder fallendem Schnee – und auch noch nicht der des Sommers mit seinen abertausenden Blüten. Es ist der zarte Hauch von frisch aus dem Schlaf erwachtem Grün, das im Winter nur geruht hat. Könnte es sprechen, würde es sagen: „Wir sind nicht tot, wir haben nur geruht, um mit neuen Kräften auszutreiben“.

Vielleicht kannst Du ihn auch schmecken, wenn ich das Gericht aus frischen Kräutern zubereite, das wir schon als Kinder liebten.

Es gibt andere Arten, ihn zu erfassen – auch wenn Du ihn nicht siehst, so ist er doch da.

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Die Schreibthemen im März:

1) Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang. +++ 2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt. +++ 4) Erzähle aus der Sicht deines Balkons / deiner Terrasse. Wie sieht es da aktuell aus? Was könnte in den nächsten paar Tagen dort geschehen? +++ 5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

 

Und hier nochmal die Regeln:

Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Mentoren in Serien

 

 

Nach Mentoren in Filmen (ob als Berater, Wegweiser oder Führungspersönlichkeit) werden diesmal bei den 5 Besten am Donnerstag bei passionofarts Mentoren in Serien gesucht. Dabei konzentriere ich mich auf Serien, die ich ausschließlich auf DVD gesehen habe, diesmal in alphabetischer Reihenfolge, nach den Namen der Serien geordnet, und diesmal überwiegen die Damen im Verhältnis zu den Herren 3 :2 – ein echtes Full House:

 

1) Köchin Beryl Patmore (Downton Abbey)

Für Küchenmädchen Daisy ist sie eine Leitfigur, und auch sonst verschafft sie sich durch ihre resolute Art den nötigen Respekt. Mir gefallen ihre treffenden und scharfzüngigen Bemerkungen, hinter denen sie ihre verletzliche Seite zu verbergen versucht, denn eigentlich ist sie eine ganz liebe.

 


 

2) Rayna James, Queen of Country Music (Nashville)

Die erfolgreiche Countrysängerin hat die Nase voll von dem neuen Chef des Plattenlabels, das sie selbst vor etlichen Jahren mit aufgebaut hat. Also gründet sie selbst ein neues und nimmt als erste Künstlerin die junge Songschreiberin Scarlett O’Connor unter ihre Fittiche, die als Sängerin im gnadenlosen Showbusiness so gar keine Erfahrung hat.

 


 

3) Lord Pirrie (Titanic : Blood and Steel)

Der Vorstandsvorsitzende der Belfaster Werft Harland & Wolff, die von Tycoon J.P. Morgan mit dem Bau des Luxusliners Titanic beauftragt worden ist, fördert nicht nur den Metallurgen Dr. Mark Muir, sondern hat auch ein Ohr für die Arbeiterschaft und die in ihrer Entstehung befindlichen Gewerkschaften. Religion spielt für ihn bei der Einstellung neuer (Mit)Arbeiter keine Rolle, und damit steht er im Nordirland der Jahrhundertwende so ziemlich alleine da.

 


 

4) Lagertha (Vikings)

Als kampferprobte Schildmaid in früheren Jahren, macht die Herrscherin über das dänische Kattegat auch auf dem Schlachtfeld eine gute Figur. Eine wahrhaft königliche Erscheinung, die sich von anderen, die ihr den Thron streitig machen wollen, nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und ihr Revier zu verteidigen weiß. Eine echte Kämpfernatur.

 


 

5) Special Agent Peter Burke (White Collar)

Dem FBI-Agenten wird der aus dem Gefängnis ausgebüxte Kunstfälscher und Trickbetrüger Neal Caffrey als Berater zur Seite gestellt. Mit der Zeit wächst ihm der neue Partner mit Fußfessel so ans Herz, als wäre dieser wie ein Sohn für ihn.

Dienstags-Gedudel #8 : zu Gast in der Welt des Sports – Teil 2

 

 

Das letzte sportliche Gedudel befasste sich mit einem Beitrag zu den Olympischen Spielen von 2012 in London. Die Ausgabe von heute widmet sich einer Einzeldisziplin, dem Rudern. In dieser Sportart dürfen wir heute Take That bewundern…

 

 

ein legendäres Rennen auf der Themse, vorbei an grandioser Architektur – ob modern oder altehrwürdig – und allen Sehenswürdigkeiten, an denen auch ich schon vorbeiflaniert bin. Singen beim Sport – so multitaskingfähig wäre ich auch gerne (https://youtu.be/aCHg5r6rFoI?t=1). Das andere Team mag zwar das Rennen gewinnen, aber das singende Team denkt nicht daran aufzuhören und setzt seine Fahrt mit dem Boot fort.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rudern sie noch heute.

Böse Zungen behaupten, so sähe der Brexit aus. Kann ich nicht bestätigen, aber ich muss zugeben, ich hatte Skrupel, diesen Beitrag ausgerechnet jetzt zu bringen, aber nicht wegen des Brexit, sondern wegen diverser Unwetter und Stürme vor einigen Wochen, die England und Schottland wieder einmal böse zusetzten. Schon vor Jahren ist der Süden Englands nahezu in den Fluten versunken. Ich hoffe nur, dieses Gedudel ist kein böses Omen.

Media Monday # 455 : Sightseeing in Frankfurt?

 

Corona macht’s möglich. Nämlich dann, wenn man von öffentlichen Verkehrsmitteln aufs eigene Auto umsteigt und man sich trotz Navi so verfährt, dass man durchs Bahnhofsviertel irrt. Von wegen Rotlichtviertel. Da leuchtete gar nichts.

Viel einzukaufen gab es auch nicht, und so habe ich den Sonntag zum Abheften von Unterlagen und zum Überarbeiten meines Blogs genutzt, um mich jetzt den sieben Lückentexten des Media Monday zu widmen.

A propos Corona: Eine Corona habe ich zuletzt bei der Sonnenfinsternis 2015 am Himmel gesehen – da war sie mir lieber, und da kann sie auch meinetwegen gerne bleiben.

Das Bild von diesem Ereignis zeigt jedoch einen durch Zufall beim Fotografieren entstandenen Halo und keine Corona.

 

Media Monday # 455

1. Medienkonsum schön und gut, aber selbst kreativ zu werden, ist noch viel besser. Eine gute Gelegenheit dazu bieten die ABC-Etüden und der #Writing Friday – zwei Projekte, bei denen ich regelmäßig dabei bin und die jetzt endlich ihren eigenen Menüpunkt auf meinem Blog bekommen haben.

2. Bei der Wahl des nächsten Films, den ich zu schauen gedenke wird es hoffentlich einer sein, der nicht bloß ein paar Tage im Kino zu sehen sein wird.

3. Manche Leute habe ich ewig nicht mehr gesehen und frage mich wohin es sie jetzt verschlagen hat.

4. Oft genug ist/sind es ja die Informationen auf der Hülle oder dem Einband, die mich zu einem bestimmten Film/Buch/etc. bringen, denn wenn die Handlung mich zu faszinieren weiß, dann ist es nicht unbedingt wichtig, wer Regie führt oder der Autor ist.

5. Die zwölfteilige Serie „Titanic : Blood and Steel“ habe ich jüngst erst für mich entdeckt und fand den historischen Background höchst interessant.

 

6. Wenn es mir nur gelingen, würde, endlich mal konsequent beim Thema Frühjahrsputz zu bleiben, dann wäre ich schon ein gutes Stück weiter.

7. Zuletzt habe ich im Keller zwei Kisten Weißwein von der Mosel wiedergefunden, und das war eine Überraschung, weil mir entfallen war, dass dies die letzten Flaschen sind, die mein Mann und ich zusammen beim Winzer gekauft haben. Eine davon zu öffnen, war ein merkwürdiges Gefühl für mich.

ABC -Etüden – Woche 12 & 13 : Oster-Alarm

Es ist Zeit für eine neue literarische Fingerübung mit weniger als 300 Wörtern – bekannt unter dem StichwortABC-Etüden, diesmal mit drei frühlingshaften Begriffen (Substantiv, Adjektiv und Verb), die fett hervorgehoben in meinem Beitrag erscheinen (laut Statistik übrigens der 1111. insgesamt auf meinem Blog):

Forsythien/lächerlich/erfrieren

In österlicher Vorfreude, auch wenn der Osterhase diesmal schlappmacht, ist sie nun da, meine neueste Etüde mit 224 Wörtern:

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Oster-Alarm

Ostern fällt diesmal aus. Wegen Bodennebel!“

Ungläubig schaute ich Tim an. Aprilscherze zu reißen, hatte ihm noch nie gelgen, aber der hier war an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Wo war die versteckte Kamera? „Mach dich doch nicht lächerlich“, fauchte ich.

Das ist kein Witz, Delia.“ Tim warf mir die Zeitung zu. Stirnrunzelnd überflog ich die Meldungen auf der Titelseite. „Kälteschock in Holland: Tulpen erfrieren in Amsterdam. Massensterben bei den Osterglocken“ Aber diese Nachricht konnte er kaum meinen. Nach nochmaligem Suchen fand ich es dann doch: „Bistum Mainz sagt Ostergottesdienste ab.“

Wegen der Kältewelle?

„Nein, wegen Corona“, antwortete er, und zog ein Gesicht, als ob man dem Osterhasen zu Quarantäne verdonnert hätte. Klar, bei der Hiobsbotschaft: „Ich bin mit dem LKW unterwegs. Damit die Märkte endlich ihren Klopapiernachschub bekommen. Dieser Monat ist echt für den Allerwertesten!“

Wie passend! Ostern ohne Tim, weil er wegen der blöden Hamsterkäufer jetzt Sonderschichten fahren musste. An Ostern Waren ausliefern… resigniert seufzte ich. Und dabei hatten wir uns so auf ein paar freie Tage gefreut. Wegfahren war ja nun gestrichen – nur gut, dass wir noch nichts gebucht hatten. Und Urlaub in Balkonien konnte durchaus auch etwas für sich haben. Gut, dass wir von der Kältewelle verschont geblieben waren und ich mich an unserem Garten erfreuen konnte. Dort blühten schon Tulpen, Hyazinthen und Forsythien. Hoffentlich noch lange genug.

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Die Wortspende stammt diesmal übrigens von Elke H. Speidel (Transworte auf Litera-Tour) – auf die nächste Sonderetüde, die in zwei Wochen erscheint, freue ich mich schon.

Mein Kinojahr 2020 : Der Monat März im Zeichen der Erschöpfung

 

Wegen eines Unfalls in der Familie hatte ich mehr als sonst zu tun und war abends zu nichts mehr zu gebrauchen. Doch dann fand sich doch noch ein Abend, an dem ich allerdings nicht mehr bis nach Frankfurt gondeln wollte. Deshalb habe ich beschlossen, den Besuch der Filmvorführung von „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ noch einmal zu vertagen. Statt dessen habe ich mir den gerade erst angelaufenen Film „The Gentlemen“ angesehen und diese Umdisponierung nicht bereut. Auf noch mehr Drama konnte ich an diesem Abend verzichten. Mir stand der Sinn nach leichter und gleichzeitig schräger Unterhaltung. Für eine wahre Geschichte wie die von „Bombshell“ hätte ich keine Energie mehr aufgebracht.

Verschieben wir’s auf Morgen – mit diesem Zitat aus „Vom Winde verweht“ eröffne ich den vorgezogenen Monatsrückblick wegen akuter Planänderung, denn wegen jenes Unfalls hatte ich keine Lust, mich abends auf den Weg ins Kino zu machen. Dafür hätte es wirklich genügend Filme gegeben, die ich mir gerne angesehen hätte.

Russland von oben   —   Für Sama   —   Bombshell – das Ende des Schweigens   —   Die perfekte Kandidatin   —   Jean Seberg – Against all Enemies

Zwei Dokumentarfilme und drei Filme, die sich um Frauen drehen – ob ich wenigstens einen davon sehen werde, steht noch in den Sternen. Der Start des Films über Jean Seberg wurde wegen Corona erst einmal verschoben. Vielleicht gibt ja mein DVD-Regal einen passenden Ersatz her. Aber „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ gehört sicherlich nicht dazu.

Außerdem hatten meine Freundin und ich Karten für den 17. März – für eine Übertragung der Oper Fidelio aus dem Londoner Royal Opera House ins Kino. Nach einem unerfreulichen Erlebnis in der S-Bahn im Zusammenhang mit dem grassierenden Virus benutze ich seit jenem Montag keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Das Risiko, diesen Sch*** an meine 80 Jahre alte Mutter zu übertragen, möchte ich so gut es geht vermeiden, da wir in einem Haus zusammen leben.

Also habe ich mir lieber Serien auf DVD angeschaut: die zweite Staffel von „Nashville“ und den Zwölfteiler „Titanic : Blood and Steel“, der sich mit dem Bau der Titanic in der Belfaster Werft Harland & Wolff beschäftigt sowie die politischen und gesellschaftlichen Spannungen Nordirlands thematisiert. In verschiedenen Rollen glänzen Derek Jacobi, Kevin Zegers, Neve Campbell und Chris Noth.

# Writing Friday 2020 – März, 11. Woche : Über den Wolken

 

Noch drei Freitage, und dank meiner Kombination von zwei Themen zu einem Text habe ich jetzt noch drei Themen übrig. Ausgewählt habe ich diesmal für den #Writing Friday (auf dem Blog von elizzy)

5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Die ABC-Etüden haben mich auf den Geschmack gebracht, mich kurz zu fassen. Diesmal noch kürzer, und die Inspiration kommt diesmal von meiner letzten großen Reise, die ich mir letzten Sommer spontan gegönnt habe.

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Über den Wolken

Als das Flugzeug abhob, spürte sie, wie all die Last der letzten Wochen und Monate wie ein unsichtbares Gewicht aus Blei von ihr abfiel. Die ganze Vorfreude, das Hinfiebern auf diesen einen Augenblick, sie löste sich auf wie die Wolkendecke, durch die sich die Maschine stetig bewegte; es gab nur eine Richtung: himmelwärts. Ja, über den Wolken… erwartete sie das tiefste Blau, das sie je gesehen hatte, und das Wolkenmeer unter ihr erstreckte sich, so weit das Auge reichte, scheinbar ohne Horizont. Schwerelos und leicht fühlte sie sich in diesem Moment – und ein bis dahin nur selten erlebter Frieden breitete sich in ihrem Inneren aus. Noch war sie nicht am Ziel, doch sie fühlte sich schon jetzt angekommen.

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Experiment geglückt: 122 Wörter – mein neuer Rekord in Sachen „Fasse Dich kurz“. Irgendwie lässt mich das Thema „Fliegen“ nicht los. So, und nun noch rasch die übrigen Schreibthemen im März:

1) Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang. +++ 2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt. +++ 4) Erzähle aus der Sicht deines Balkons / deiner Terrasse. Wie sieht es da aktuell aus? Was könnte in den nächsten paar Tagen dort geschehen? +++ 5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.