# Kino-TAG : über die Bedeutung des Kinos für mich

 

Kaum habe ich beschlossen, eine neue Rubrik auf meinem Blog mit dem klangvollen Namen „Cinema-Scope“ einzuführen, kommt Corona daher und macht mir einen Strich durch die Rechnung. So wird’s natürlich nichts mit der Steigerung meiner Kinoquote. Und auch nicht mit meiner Monatsrückschau auf 2020 besuchte Filme – mit den geplanten Besuchen wie „Bombshell“, „Die perfekte Kandidatin“ oder „Black Widow“ brauche ich gar nicht erst anzufangen, aber vielleicht klappt’s ja mit dem für Dezember angekündigten Remake von „West Side Story“.

Jetzt kommt mir der #Kino-Tag, den ich bei Miss Booleana entdeckt habe, sehr entgegen. Sie hat den Fragebogen von Nicole, aber erfunden hat ihn Nadine. Da mache ich doch gerne mit. Los geht’s:

Was war dein erster Kinofilm?   +++   Vermutlich „Bernard und Bianca“ von Walt Disney, zusammen mit meiner Schwester und meiner Mama, die uns Knirpse den Besuch spendiert hat.

Was war dein letzter Kinofilm?   +++   The Gentlemen“ von Guy Ritchie, im März kam ich leider nicht mehr dazu. Ich fand ihn lustig und habe mich blendend amüsiert.

Wie oft gehst du ins Kino?   +++   Da muss ich ausholen. Jahrelang war ich nur einmal pro Jahr im Kino. 2018 war ich dann schon immerhin in vier Filmen, und 2019 waren es knapp 20 Filme. Das kann ich dieses Jahr nicht mehr steigern – aber wenn es nur ums Anschauen von Filmen geht, steige ich auf DVD um.

Bist du als Kind/ Jugendliche in einen Film gegangen, für den du nach FSK zu jung warst?   +++   Meistens sind es ja Filme, für die zu alt bin, aber es gibt tatsächlich einen, der auch gut in die folgende Kategorie passen würde: „Cat People“ (Katzenmenschen) – das war 1982, und ich war zu dem Zeitpunkt vierzehn Jahre alt – freigegeben war er aber erst ab 16, und ich kann mich nicht mehr erinnern, wie das mit der Ausweiskontrolle war.

Welcher war der schlechteste Film, den du im Kino gesehen hast?   +++   Fange ich doch gleich mal mit „Cat People“ an, der für mich nur wegen der Musik von David Bowie interessant war, dann „Die Unzertrennlichen“ von David Cronenberg, und letztes Jahr habe ich mich gleich zweimal über die Zeitverschwendung geärgert: „Yesterday“ (für den habe ich „Kursk“ ausfallen lassen) und „Once upon a time in Hollywood“. Ist mir Wurst, ob man dazu wissen muss, dass es „ein Tarantino“ ist, mir hat „Kill Bill“ gefallen, und ansonsten kannte ich nichts von ihm.

Mulitplexkino oder Programmkino?   +++   Wenn mit Multiplexx riesige Häuser wie das Kinopolis gemeint sind, dann auf jeden Fall bei Filmen, bei denen es auf den Sound ankommt und auf die große Leinwand, also Konzerte wie die von Depeche Mode, INXS oder Aretha Franklin. Oder spektakuläre Autorennen wie in „Le Mans 66“. Die wären bei den Arthouse-Kinos an der falschen Adresse gewesen. Aber meistens gehe ich in die Programmkinos, weil ich da Produktionen sehen kann, die nicht zur Kategorie „Blockbuster“ zählen. „Parasite“, „Jojo Rabbit“ und „Downton Abbey“ waren die Highlights, die ich zuletzt dort erleben durfte.

Hast du schon ein Filmevent im Kino besucht?    +++   Mir fallen auf Anhieb zwei sogenannte Lange Filmnächte ein: die Jack-Nicholson-Filmnacht und die Herr-der-Ringe-Filmnacht.

Hast du schon eine Sneak Previews besucht, magst du sie?   +++  Früher oft, aber die Filme haben mir nur selten gefallen, und dann waren diese Previews auch noch zu nachtschlafender Zeit… Allerdings gab es dieses Jahr im Januar eine Vorpremiere zu Little Women, an einem Sonntagnachmittag – die fand ich gar nicht mal so schlecht, auch wenn ich mir von dem Film mehr versprochen hatte.

Warst du schon mal auf einem Filmfestival?   +++   Ja, letztes Jahr im September – bei Down Under Berlin. Weil ich den Dokumentarfilm „Mystify: Michael Hutchence“ sehen wollte, der nur auf Festivals gelaufen ist; dort liefen ausschließlich australische und neuseeländische Filme in der Originalversion. Bei der Gelegenheit habe ich mir dann noch eine schwarze Komödie angesehen, und das übrige – das übrige Kulturprogramm habe ich mir drumrum gestrickt.

O-Ton oder Synchro?   +++   Lieber die Synchronfassung, aber nicht, weil ich mit der englischen Sprache Probleme habe, sondern weil oft der Ton besser klingt und Störgeräusche oder zu laute Hintergrundgeräusche fehlen. Ganz übel war für mich „L.A. Crash“ – bei dem habe ich in der Originalversion nichts wegen des Verkehrslärms im Hintergrund nichts verstanden. Originalversionen schaue ich mir aus diesem Grund am liebsten mit Untertiteln an.

Bist du schon mal im Kino eingeschlafen?    +++   Schon öfters, das lag meistens an der Uhrzeit. Zum Beispiel während der Jack-Nicholson-Filmnacht, gleich am Anfang bei „Wenn der Postmann zweimal klingelt“, später bei „Enthüllung“ mit Demi Moore und Michael Douglas, und zuletzt bei dem Oscar-Anwärter „La Gomera“

Was war dein schönster Moment im Kino?   +++   Der Besuch eine Open-Air-Kinos, im Hof eines Renaissance-Schlösschens. Da war der ganze Abend schön. Mit Mauerseglern hoch über unseren Köpfen.

Popcorn oder Nachos?   +++   Weder noch. Ich mag den Geruch nicht. Dann lieber Fruchtgummis oder Eis.

Der letzte Film, bei dem du im Kino geweint hast?   +++   Das war bei „A Star is born“, als Bradley Cooper in die Garage geht und ich genau weiß, was als nächstes passiert. Das hat mich so getriggert, dass ich den Rest des Filmes nur noch geweint habe.

Dein nervigster Kinomoment?   +++   Ein sich langweilendes Vorschulkind, das genau hinter mir saß, und mir in einer Tour gegen die Rückenlehne trat. Dabei gab es in jener Reihe genügend freie Plätze.

Gehst du auch öfter für den gleichen Film ins Kino?    +++   Habe ich sogar schon öfter gemacht, nämlich immer dann, wenn es sich bei der zuerst besuchten Vorstellung um den Film in der Originalversion handelt. Beispiele, die mir dazu einfallen: „Der Name der Rose“ und „Angeklagt“ – da war mein Englisch noch nicht so gut, dass ich jedes Wort verstanden hätte. Jetzt ist mein Englisch zwar super, aber mit manchen britischen Dialekten habe ich ab und zu noch immer Probleme, und da sind dann die mit Untertiteln versehenen Originalversionen wie in „Mystify: Michael Hutchence“ äußerst hilfreich.

Hast du auch schon Fimklassiker auf der Leinwand gesehen?   +++ Die Filmklassiker waren in meinem Fall Stummfilme – zuerst „Lichter der Großstadt“ von 1931 mit Charlie Chaplin, „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ von 1922 und „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925; alle drei mit Orchesterbegleitung.

Was bedeutet Kino für dich?   +++   Eine Auszeit vom Alltag und ein Stück Kultur, ohne das ich nicht leben mag.

Und zum Schluss noch die Zusatzfrage: Welche Filme hättet ihr 2020 gerne im Kino gesehen?   +++   Am meisten habe ich mich wohl auf die Übertragung der Oper „Fidelio“ aus dem Londoner Royal Opera House gefreut, doch die wurde nicht vom Programmkino abgesagt, sondern vom Londoner Opernhaus selbst.   +++   Neben den eingangs erwähnten drei Filmen wollte ich noch viele weitere sehen, und zwar „Russland von oben“, den neuen James-Bond-Film, „Antebellum“, „Tenet“, „Für Sama“, „Der Unsichtbare“, „Jean Seberg – Against all enemies“, „Knives out“ und „The Peanut Butter Falcon“.   +++   Die beiden zuletzt Genannten habe ich zumindest gestern als DVD erworben und kann beide alternativ zu Hause aus dem kuscheligen Bett heraus sehen.

 

 

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