Mein Kinojahr 2020 : Alles neu macht der Mai (?)

 

Ach, wirklich? Leider kann ich hier auch in diesem Monat nichts neues erkennen, außer dass ich in meinem Pantoffelkino auch den ein oder anderen Konzertfilm und aus dem Fernsehen aufgenommenen Spielfilm laufen ließ und ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt habe, ins Autokino zu fahren.

Was es im Mai an Filmen bei mir gab, verrät diese Rückschau.

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Zurück in die Zukunft I – III

INXS – Live Baby Live

Sliding Doors

Downton Abbey : Higland Special

Blow

Matrix

Virus – Schiff ohne Wiederkehr

The Peanut Butter Falcon

Hustlers

Knives Out – Mord ist Familiensache

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Zurück in die Zukunft I – III : Einer der sogenannten Kultfilme aus den 80er Jahren war „Zurück in die Zukunft“, dem recht bald zwei weitere Filme folgten. Die Trilogie gab es irgendwann für 9,99 Euro zu kaufen – und als ich am 1. Mai spontan entschied, sie endlich noch einmal zu sehen, war ich überrascht, dass das Ding noch immer in Folie eingeschweißt war. Und noch eine Überraschung: Am besten hat mir der Abschluss der Trilogie gefallen – witziges Detail am Rande: Im ersten Film der Reihe soll ein Blitz für die Power sorgen, die der De Lorean braucht, um wieder in das Jahr 1985 zurückgeschickt zu werden – während der Film lief, zog ein Gewitter auf, allerdings waren die Blitze eher harmloser Natur.

INXS – Live Baby Live: Inzwischen gibt es von diesem Konzert mehrere unterschiedlich lange Fassungen. Das 1991 im Londoner Wembleystadion mitgefilmte Konzert von INXS lief letzten November in einer 98 Minuten langen Fassung und gigantischem Sound im Kino, die BBC und 3SAT zogen im Dezember nach und servierten den Zuschauern die verstümmelten Fassungen, bei denen etliche Songs fehlen. Weil ich beim Ausmisten meines Kleiderschranks gerne etwas Musik haben wollte, musste die 92 Minuten lange DVD-Fassung dran glauben. Das Bild war zwar auf dem Fernsehbildschirm nicht ganz so brillant wie auf der großen Leinwand, aber dafür hatte ich dank des umwerfenden Sounds viel weniger Langeweile beim Aufräumen.

Sliding Doors: Gwyneth Paltrow in einem Film zum Thema „was wäre wenn“. Die Idee, zwei völlig verschiedene Erzählstränge parallel nebeneinander herlaufen zu lassen bzw. diese einander abwechseln zu lassen – je nachdem, ob sie die U-Bahn noch erwischt oder nicht, ist zwar nicht neu. Aber genial umgesetzt. Parallel bedeutet nicht „Split Screen“, sondern dass die sich voneinander unterscheidenden Szenen direkt hintereinander geschnitten wurden, wodurch der Film eine ganz eigene Dynamik bekommt. Und um die beiden Helens optisch besser auseinander halten zu können, trägt sie ihre Haare in der einen Version lang und dunkelblond, in der anderen dagegen als hellblonden Pixie. Schiebetüren (Sliding doors) sind ihr Schicksal – Helen, frisch entlassen, weil sie aus der Firma Wodka hat mitgehen lassen, will eigentlich nur noch nach Hause. Und hier geht’s los. In der Variante Eins erwischt sie die U-Bahn und zu Hause ihren Lebensgefährten auf frischer Tat im Bett mit dessen Ex-Freundin. In der zweiten Variante verpasst sie die Bahn, wird überfallen und landet im Krankenhaus. Wie es weitergeht, und ob aus der Begegnung mit dem charmanten James, auf den sie in beiden Varianten immer wieder trifft, sich noch etwas entwickelt, verrate ich nicht. Kurzum: Ich war von dem Film, den ich in der Originalversion gesehen habe, hellauf begeistert. Einzig der sehr ausgeprägte schottischen Dialekt von James bereitete mir einige Schwierigkeiten, aber wozu hat die Fernbedienung denn eine Replay-Taste? Das einzige, was mir nicht gefällt, ist der dusselige Titel der deutschen Fassung „Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht“, denn eigentlich liebt sie „ihn“ ja doch, trotz allem.

Downton Abbey : Highland Special: Damit hatte das ZDF vor ein paar Jahren den richtigen Riecher: Familie Crawley begibt sich auf eine Reise in die schottischen Highlands und erlebt eine interessante Zeit, während Tom Branson das Anwesen hütet und sich in seine neue Rolle hineinzufinden versucht. Küchenchefin Mrs. Patmore, das gute Herz mit frecher Schnauze, erlebt ihren zweiten Frühling. Und eine eifersüchtige Kammerzofe sucht sich mit O’Brien für ihre Missetat die Falsche aus. Eine Stunde was fürs Herz, war genau das, was ich mal wieder gebraucht habe.

Blow (2001) : Die Lebensgeschichte von George Jung, berühmter Kokaindealer in den 70er und 80er Jahren und rechte Hand des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar. Das war einer der Filme, die ich irgendwo gratis abgestaubt und mich hinterher gefragt habe, was ich mir dabei gedacht habe. Der Film hat seine spannenden Momente, dennoch hatte ich bisher noch keine bessere Schlaftablette – trotz Johnny Depp in der Hauptrolle.

Matrix (1999): Für mich der mit Abstand beste Film der Reihe. Bei Matrix 2 habe ich mich vor allem über den Cliffhanger für einen dritten Teil geärgert, jenen Teil, der mir dann prompt auch noch am allerwenigsten gefallen hat. Trotzdem bin ich zwischendurch vor Übermüdung eingeschlafen und habe drei Abende gebraucht, bis ich damit durch war.

Virus – Schiff ohne Wiederkehr (1999): Eine außerirdische Lebensform hat sich eines russischen Geisterschiffs bemächtigt, und es gibt nur noch eine Überlebende. Und inmitten dieser Apokalypse Stars wie Jamie Lee Curtis, Donald Sutherland und William Baldwin. I was not amused. Alien meets Terminator meets Ghost Ship. Eine vortreffliche Schlaftablette. Dieses Schiff muss meinetwegen nicht mehr zurückkommen – dann schon lieber Fluss ohne Wiederkehr, der war um Längen spannender als dieses krude Spektakel.

The Peanut Butter Falcon (2019): … a propos „Fluss ohne Wiederkehr“… Floßfahren können auch andere. Auf einem selbstgebauten Floß aus Schrott, gespendet von einem Gottesfürchtigen, der die beiden Hauptcharaktere auf ihrer Pilgerfahrt unterstützen möchte. Beide sind auf der Flucht: Tyler (Shia LaBeouf) vor den Männern, denen er die Krabbenfangausrüstung im Wert von 12000 Dollar abgefackelt hat – Zak, ein junger Mann mit Down-Syndrom, vor der Betreuerin des Heims, aus dem er ausgerissen ist, denn die soll ihn zurückholen. Zaks großer Traum ist es, endlich seinen Wrestlinghelden zu treffen und von ihm dessen Kunst zu erlernen. Dafür würde er alles tun. Ein etwas anderes Roadmovie mit ungewissem Ausgang. Ein ganz heißer Anwärter, mein ganz persönlicher Film des Jahres zu werden.

Hustlers (2019): Die Stripperinnen und die Finanzkrise. Wenn es im Club nicht mehr läuft und wegen des Börsencrashs im September 2008 die zahlungskräftige Kundschaft von der Wall Street ausbleibt, muss Frau sich ein lukrativeres Geschäftsmodell suchen. Erst den Kandidaten der Wahl mit einem Ketamin-MDMA-Cocktail unzurechnungsfähig machen, ihn dann in den Stripclub schleppen und dort seine Kreditkarte bis zum Limit ausreizen. Es dauert nicht mehr lange, bis die Hemmschwelle bei den Täterinnen sinkt und der durchdachte, kriminelle Plan aus dem Ruder läuft. Ein unterhaltsamer Streifen mit fragwürdiger Moral. Wir zahlen es denen heim, die es unserer Meinung nach verdient haben und werden dabei genauso wie diese? Bitte nicht nachmachen.

Knives Out – Mord ist Familiensache (2019): Ich liebe Plot-Twists, vor allem solche, die einer dahinplätschernden Handlung neuen Drive geben und von einem neuen Twist abgelöst werden. Für einen gemütlichen Fernsehabend genau das Richtige, wenn man den Film im Kino verpasst hat, weil einem ein anderer Film wichtiger war. Und in diesem Fall habe ich die Änderung meiner Pläne für den Januar nicht bereut. Das Highlight war’s für mich nicht, aber als Unterhaltung für zwischendurch durchaus in Ordnung.

Ich gebe zu, manche Kommentare zu den Filmen, mit denen ich mir die Zeit vertrieben habe, waren mehr als kryptisch. Aber ich hasse Spoiler und ellenlange Beschreibungen in dieser Rubrik, die ich auch im Juni fortzusetzen gedenke. Von meinem letzten Großeinkauf sind nämlich noch einige Filme übrig geblieben, und vielleicht fahre ich zum ersten Mal in meinem Leben in ein Autokino. Zeit dazu hätte ich ja nun.

30-Days Song Challenge – Day #30


 

Day #30 : A song that reminds you of yourself

 

Zum Ende schenke ich mir nichts, denn „Still“ von Jupiter Jones beschreibt exakt das, was in mir vorging und wie ich mich fühlte, als mein Mann 2016 nur vier Wochen vor unserem fünfzehnten Hochzeitstag starb. 


 

Aber warum nur einen Song nehmen, in dem ich mich wiedererkenne? Man mag es sich kaum vorstellen, auf dem Papier oder am PC spiele ich liebend gern mit Worten, aber wenn es darum geht, mich mündlich auszudrücken, tue ich mich schon schwerer.

Eine Rede halten? Oh, bitte nicht. Oder im Meeting das Wort zu ergreifen… als Kind habe ich unter extremer Schüchternheit gelitten, das hängt mir auch heute noch teilweise nach. Und deshalb macht das Schlusslicht ein Song, der dieses Dilemma ganz gut auf den Punkt bringt (What is the name to call for a different kind of girl who knows the feelings but never the words):

 

Jupiter Jones – Still – https://www.youtube.com/watch?v=fgCOUO-s8nY INXS – To look at youhttps://www.youtube.com/watch?v=71YvHBkNWco

 

 

Media Monday # 465 : Das Jubiläum ist nah

Noch 35 Ausgaben, dann feiern wir den 500. Media Monday. Für mich ist es diesmal mein 175. – auch eine schöne Zahl; in gewisser Weise ist dieser Sonntag ein kleines Jubiläum für mich. Und der vorletzte, bevor der neue WordPress-Editor aktiv wird.

Da frage ich mich, ob ich damit in Zukunft zurechtkommen werde und ob meine vorbereiteten Artikel, die noch in der Pipeline stecken, dadurch in irgendeiner Weise beeinflusst werden. Ich hoffe immer noch, dass in diesem Fall mal wieder heißer gekocht als gegessen wird. A propos gekocht, mal sehen, welches Gericht heute in den sieben Lückentexten zelebriert wird – ums Kochen geht es auf jeden Fall bei mir bei der siebten Frage.

Media Monday # 465

1. Endlich einmal wieder durch den Wald zu streifen und den Klängen der Natur zu lauschen, steht schon lange auf meiner Agenda, denn bisher war mir das durch die häusliche und gesundheitliche Situation innerhalb der Familie nicht möglich..


2. Hinsichtlich Filmen/Serien ist für mich ja das Team Ryan Murphy & Brad Falchuk schon eine Art Qualitäts-Garant, einfach weil ich schon von American Horror Story restlos begeistert war, und gleich mit 9-1-1 Notruf L.A. eine neue spannende Serie zu entdecken, in der Angela Bassett und Jennifer Love Hewitt mitspielen – besser geht’s für mich nicht


3. Shia LaBeouf hätte ich in „The Peanut Butter Falcon“ beinahe nicht erkannt, weil er da mit Vollbart durch die Gegend streift. Aber das gleiche kann ich auch von Chris O’Dowd in dem Film „Loving Vincent“ sagen.


4. Von all den Genre-Beiträgen zu Challenges im Allgemeinen hat es mir ja die 30-Days Song Challenge besonders angetan, denn erstens ist Musik für mich essentiell, zweitens löse ich gerne Aufgaben unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, drittens konnte ich so ungehemmt nach Songs meiner Lieblingskünstler suchen und diese unters Volk bringen, und viertens – der wichtigste Grund überhaupt – durch andere Blogger Musik kennenlernen, die sonst eher an mir vorbeigeht.


5. Das Streamen von Filmen und Serien ist für andere Medien-Begeisterte ja oft großes Thema, wobei ich persönlich lieber ein physisches Medium abspiele, wie z.B. eine DVD, da ist es irrelevant, ob man stabiles Internet hat oder nicht.


6. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, wann ich das letzte Mal mit dem Rad gefahren bin. Aber vielleicht kommt das ja wieder. Jetzt, wo unsere Stadt sich aktiv um den Ausbau von Straßen zu sogenannten Fahrradstraßen kümmert. Tja, schön für die Radler, blöd für den motorisierten Verkehr, und ganz blöd für meine Nachbarn und mich, weil jetzt mit verstärktem Verkehrsaufkommen durch Schleichwegsucher zu rechnen ist. Dass es irgendwann in dieser schmalen Straße scheppert, kann ich mir jetzt schon ausrechnen.


7. Zuletzt habe ich mal wieder ein indisches Essen genossen, und das war eine feine Sache, weil es allen gemundet hat. Kunststück, es ist ja auch von einem Profi gekocht und mir an die Haustür geliefert worden… und nicht umsonst kann sich dieses Restaurant schon mindestens 20 Jahre in unser Stadt halten. Da habe ich schon meinen 29. Geburtstag gefeiert. Jetzt hoffe ich, dass uns dieser Hort der Freude noch lange erhalten bleibt.