ABC-Etüden – Wochen 26 & 27 : Der Kölner Glühwein-Express

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Es ist Zeit für eine neue Etüde auf Christianes Blog mit maximal 300 Wörtern, in der die von stepnwolf gespendeten Wörter Reagenzglas – übermächtig – vergessen vorkommen sollen.

Die Illustration stammt von Christiane.

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Der Kölner Glühwein-Express

Mer losse de Dom in Kölle, denn da jehört er hin!“

Sein Kölsch klang schauderhaft. Ich hasse es, wenn Leute ungekonnt andere Dialekte imitieren. Hoffentlich sparte er sich solche Kamellen, wenn wir dort auf den Weihnachtsmärkten aufkreuzen, dachte ich, denn so würden wir uns hundertprozentig blamieren. In zwei Stunden in diesem Sonderzug konnte noch viel passieren, und Wetzlar hatten wir gerade erst hinter uns gelassen. Damit die Fahrgäste nicht auf dem Trockenen saßen, gab es für alle Glühwein und Kölsch gegen einen zivilisierten Obolus.

Zweifelnd warf ich einen Blick auf Tommys Tasse – den Glühwein darin wollte ich geschenkt nicht haben, denn bei dem Preis konnte man vernünftige Qualität vergessen. Die süße Plörre war ein Garant für Kater der besonders hartnäckigen Sorte. Dann doch lieber Kölsch. Aber das konnte er wiederum nicht verstehen: „Das Zeug schenken’s im Reagenzglas aus!“ lästerte er.

Oha, da hatte wohl jemand zu viel Michael Mittermeier geguckt. Inzwischen war er bei seinem dritten Glühwein. Seine Freundin Moni und ich schauten uns an, zwei Dumme – ein Gedanke: Nahezu übermächtig war unser Wunsch, ihn an den Sitz zu fesseln und auf Glühweinentzug zu setzen. Was natürlich nicht ging, und das sah Andy, der vierte aus unserer Clique, ähnlich. Nachschub, war seine Devise. Irgendwann schlummerte Tommy friedlich vor sich hin. Bis Köln wäre er hoffentlich wieder friedlich.

Darauf noch ein Kölsch, Moni!“ nickte ich seiner Freundin zu und stieß mit ihr an.

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Die Idee kam mir, weil bald die Adventüden losgehen – ich musste an eine Fahrt zum Kölner Weihnachtsmarkt vor sieben Jahren denken und an eine Bemerkung Michael Mittermeiers über die Ausschankgröße von Bier – alles in allem diesmal verpackt in 236 Wörter.

30 Days Book Challenge : Tag 8 – Ein Buch, das in einer vergangenen Epoche spielt

 

Die Vergangenheit ist ein weites Feld für Historische Romane, und dabei muss ich nicht mal bis ins Mittelalter, um einen Roman gut zu finden

Ein Buch, das in einer vergangenen Epoche spielt

 

Hier sind wir im England der 40er Jahre bzw. bei der WLA, der Women’s Land Army, auch als Landmädchenprogramm, bei dem junge Frauen aufs Land umgezogen sind, um als Freiwillige auf Farmen die eingezogenen Männer zu ersetzen:

Brombeertage von Angela Huth

In diesem Roman sind es drei Frauen – Ag, Prue und Stella – die auf der Farm der Familie Lawrence die harte Arbeit verrichten und Freundinnen werden, auch über das Ende des Krieges hinaus (https://i.pinimg.com/474x/2f/3c/d9/2f3cd967b7fdebfaec83d954e475fe65.jpg).

 

 

Und natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz. Hier wurde ich durch die Verfilmung aufmerksam und habe den Kauf nicht bereut (Piper Edition – ISBN 978-3492500128 – 384 Seiten).

Ganz im Gegensatz zu dem Bestseller am morgigen Tag. 

 

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Und weil nun doch einige mitmachen möchten, folgt an dieser Stelle ein kurzes Update – Welcome to the club:

Bette Davis left the Bookshop

Neu- und Späteinsteiger sind herzlich willkommen.

 

30-Days Film Challenge – Day 21 : a film that you dozed off in

 

 

Schon wieder Jack Nicholson. Dabei fand ich „Einer flog über das Kuckucksnest“ phänomenal, und auch andere Filme kann ich mir mit diesem Schauspieler gerne ein zweites Mal ansehen…

 

Day 21 : a film that you dozed off in

 

und dann erwischt es mich ausgerechnet in der langen Jack-Nicholson-Filmnacht – gleich beim ersten Film, den sie dort zeigten, musste ich wegdusseln:

 

 

Wenn der Postmann zweimal klingelt (https://i.pinimg.com/474x/1d/6c/38/1d6c38d9b41f720c78e12834d78beff8.jpg). Warum mir das nicht bei „Shining“ passiert ist, verstehe ich bis heute nicht. Vermutlich lag’s an „Die Hexen von Eastwick“, dem Film dazwischen.

Ein anderer Kandidat, bei dem ich einschlief, war „Enthüllung“ mit Demi Moore und Michael Douglas, und das ist noch absonderlicher. Denn den finde ich wirklich spannend. Zuletzt ist mir das bei „La Gomera“ passiert, und da lag’s wirklich nur an der Uhrzeit.

Media Monday # 469 : Gigabyte-Alarm in Blue-Silver

 

Was tun, wenn auf dem Laptop von 103 GB nur noch 9 GB an Speicher frei sind?

Richtig: Altes, von dem ich mich nicht trennen mag, aber aktuell nicht brauche, auf eine externe Festplatte auslagern. Betroffen waren Bilder, Musikdateien, meine Manuskripte zu diversen Blogparaden von 2018 und 2019… Jetzt sind es 28 GB. Wenn sich damit nicht arbeiten lässt, dann weiß ich auch nicht.

Nach der ganzen Plackerei mal was zum Entspannen: Der Media Monday winkt, und damit sieben hoffentlich genauso interessante Lückentexte wie sonst auch…

Media Monday # 469

1. Was mich die vergangenen Tage wohl am meisten beschäftigt hat: Hoffentlich schmiert mir mein Rechner nicht ab – und: warum ist die Internetverbindung beim Home-Office so grottig? Wenigstens ist beim ersten Thema der Käse jetzt gegessen.


2. Eigentlich unvorstellbar, dass ein Sommer ohne Eiscreme vollkommen sein soll, und genau deshalb liebäugele ich jetzt mit dem Kauf einer Eismaschine, denn das Rühren von Hand und ständige Kontrollieren, ob sich auch ja keine Eiskristalle gebildethaben, erscheint mir auf Dauer doch zu mühsam. Andererseits schreckt mich das Gewicht einer guten Maschine ab, da ich diese nicht ständig brauche – zweiundzwanzig Kilo zu heben, ist bestimmt auch kein Vergnügen.


3. Meine Vorliebe für eine gewisse Band in Kombination mit meiner Bestelleritis im letzten Jahr scheint mir regelrecht prädestiniert, um einen bekannten Onlineversand dazu zu bringen, mir die inzwischen x-te „Best-of-CD“ schmackhaft machen zu wollen.


4. Nachdem nun gemeinsame (Spiele-)Abende in kleiner Runde langsam wieder Thema werden: Meine Lieblingsbrettspiele, die man auch zu zweit spielen kann, wenn’s denn sein muss, sind „Die Säulen der Erde“ und „Die Quacksalber von Quedlinburg“ – aber mehr Spaß macht’s zu dritt oder zu viert.


5. Ich hätte es ja kaum für möglich gehalten, dass ich einmal gleich von mehreren Seiten für einen Award vorgeschlagen würde und dass ich selbst mal eine Challenge ausrufen würde – in diesem Fall ist es die 30 Days Book Challenge, an der auch schon einige ihr Interesse bekundet haben. Wer weiß, vielleicht kommen ja noch ein paar hinzu. Freuen würde mich das.


6. Viel zu selten komme ich eigentlich dazu, mal wieder kräftig aufzuräumen, verschieben wir’s doch auf morgen – sprach meine innere Scarlett O’Hara.


 

7. Zuletzt habe ich eine CD ausgebuddelt, die ich schon lange nicht mehr gehört habe, und das war „Rio“ von Duran Duran – mit einigen speziellen Remixen. (das titelgebende Video befindet sich oberhalb dieses Textes – https://www.youtube.com/watch?v=nTizYn3-QN0) – Bodypainting in Kreischfarben und Outfits im Miami-Vice-Stil waren damals sehr en vogue.

Schön, wenn sich Leute selbst nicht ganz so ernst nehmen. Beim Hören habe ich mich doch schon sehr darüber wundern müssen, dass sie in den letzten Jahren ein Schattendasein gefristet hat, weil das zu Beginn der 80er Jahre, bis ca. 1987 meine absolute Lieblingsband war und ich heute teilweise noch die Texte auswendig mitsingen kann (♫ ♪♫ sing blue silver ♫ ♪♫ – diese Zeile ist jedoch aus einem anderen Song) – der perfekte Soundtrack für den Sommer.