30 Days Book Challenge : Tag 15 – eine Buchreihe, die mehr als drei Bände hat

 

 

Achtung! Heute wird es lang. Sehr lang sogar.

Trilogien sind wahrscheinlich die beliebteste Form einer Buchserie. Berühmte Beispiele: „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien, „1Q84“ von Haruki Murakami und „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins. Nicht ganz so einfach ist daher die Aufgabe des fünfzehnten Tages – bei mir gleich zu Wochenbeginn:

eine Buchreihe, die mehr als drei Bände hat

Einen Teil der bisher sechsteiligen „Wächter-Reihe“ von Sergej Lukjanenko habe ich gelesen, von den insgesamt vier Bänden der „Biss zum…“-Reihe von Stephenie Meyer dagegen gar nichts, weil ich mich schon durch den ersten Film hindurch gelangweilt habe, und auch bei Harry Potter musste ich das Experiment abbrechen, weil ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte auf der Stelle tritt.

Tatsächlich gelesen habe ich aber alle fünfzehn Bände der folgenden keltischen, in einem Paralleluniversum angesiedelten High-Fantasy-Saga

Die Chroniken von Deverry von Katharine Kerr

In den 15 Romanen geht es nicht nur um Magie, Intrigen, Schlachten und das Eingreifen der Götter und Wesen aus einer anderen Realitätsebene, sondern auch um die Suche nach den eigenen Wurzeln und – das große Thema hinter allen anderen: Reinkarnation… und zwar dann, wenn jemand eine Schuld abzutragen hat und zu Lebzeiten diese oder andere Aufgaben nicht erledigen konnte – und so lange, bis das Ziel erreicht ist und die Götter ein Einsehen haben. Das kann sich über mehrere Jahrhunderte und Epochen hinziehen, und damit es nicht so einfach für die Leser wird, hat die Schriftstellerin die Handlung nicht chronologisch aufgebaut, sondern springt fortwährend vor und zurück.

Daraus ergeben sich immer neue Konstellationen der gleichen Personen, die dann auch mal Alter, Geschlecht und gesellschaftliche Stellung wechseln können. Hinzu kommt, dass Deverry zwar eine komplett erfundene Welt ist, in der man reale historische Ereignisse wiedererkennen kann, wenn man sich in Geschichte ein bißchen auskennt (z.B. Rom oder Britannien) – aber an manchen Stellen durchmischen sich Fiktion und Realität, wenn z.B. Gestalten aus Deverry plötzlich Menschen in Schottland begegnen.

Ganz so unübersichtlich, wie sich das Ganze anhört, ist das dann aber auch wieder nicht, denn dank der Chronologie- und Personentafeln im Anhang am Ende der einzelnen Bände habe ich mich schnell in dem Universum zurechtgefunden. Zudem sind mehrere Romane zu einem Themenblock zusammengefasst.

Deverry (Deverry): 01 – Der Wanderer von Deverry (Dagerspell) – 1986 / 02 – Die Ausgestoßenen von Deverry (Darkspell) – 1987 / 03 – Dämmerung über Deverry (Dawnspell: The Bristling Wood) – 1989 / 04 – Der Magier von Deverry (The Dragon Revenant/Dragonspell: The Southern Sea) – 1990

Westlande (Westlands): 05 – Zeit der Verbannung (A Time of Exile) – 1991 / 06 – Zeit der Omen (A Time of Omens) – 1992 / 07 – Zeit des Dunkels (Days of Blood and Fire/A Time of War) – 1993 / 08 – Zeit des Feuers (Days of Air and Darkness/A Time of Justice) – 1994

Drachenmagier (Dragon Mage): 09 – Der rote Drache (The Red Wyvern) – 1997 / 10 – Der schwarze Rabe (The Black Raven) – 1998 / 11 – Die Feuerechse (The Fire Dragon) – 2000

. und hier verließen sie ihn… Band 12 ist in Deutschland nie erschienen. Und das trotz Buchcover und deutschem Titel (https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51HQCYT90VL._SL160_.jpg)

 

Weil der Verlag sich komplett von der Sparte „Excalibur“ verabschiedet hatte, war nun guter Rat teuer. Denn die Handlung hatte mich so in ihren Bann gezogen, dass ich nicht aufhören wollte. Also habe ich die mir noch fehlenden Bände nach und nach in der englischen Originalfassung bestellt:

Silberdrache (Silver Wyrm): 12 – Die silberne Brut (The Gold Falcon) – 2001 / 13 – The Spirit Stone – 2007 / 14 – The Shadow Isle – 2008 / 15 – The Silver Mage – 2009.

Eine Gesamtübersicht kann man kann mit allen Abbildungen der Buchcover und Zeitpunkt der Veröffentlichungen hier und hier finden. Eine genauere Beschreibung der Inhalte und Völker wie Elfen, Zwerge, Wächter, Gestaltwandler u.v.m. liefert leider nur die englische Wikipedia-Seite, laut der Ms. Kerr dieses Jahr nach elf Jahren noch einen zusätzlichen Band nachgelegt haben soll, „Sword of Fire – The Justice War“.

Wenn das stimmt, werde ich mir diesen auch noch zu Gemüte führen) und dabei Within Temptation hören, denn deren Song „Jillian“ soll zwei Hauptcharakteren gewidmet sein. Und jetzt bin ich mal gespannt auf Eure Serien.

 

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Und weil nun doch einige mitmachen möchten, folgt an dieser Stelle ein kurzes Update – Welcome to the club:

Bette Davis left the Bookshop

Neu- und Späteinsteiger sind herzlich willkommen.

 

 

 

 

 

Media Monday # 470 : Die neue Eiszeit ist da !

 

Wenn es draußen 30°C sind und schwüle Luft dazu kommt, habe ich keinen Appetit. Außer auf Eiscreme – und wenn es die Lieblingssorte nur bei der Eisdiele in Bad Homburg gibt, aber nicht in meiner Heimatstadt, mache ich mir das Eis halt selbst. Heute kam eine neue Sorte dazu, aber das Experiment „Gin-Tonic-Eis mit Minze und Gurke“ ist dann wohl eher ein Fall für die Biotonne gewesen (oder für die WC-Ente). Dafür hat mir das von meiner besten Freundin mitgebrachte Eis von einem Brausehersteller, das es beim Lebensmitteldiscounter gab, umso besser geschmeckt. Schön sauer *brrrrr* – und sauer macht lustig.

Ich hoffe, der neue Media Monday wird noch lustiger – noch 30 Mal, dann gibt es das 500. Jubiläum. Tusch!

Media Monday # 470

1. Die besondere Faszination von Animationsfilmen konnte ich in dem Augenblick selbst erleben, als wir im Kunstunterricht in den 80er Jahren auf dem Gymnasium unsere eigenen Filmchen in Stop-Motion-Technik mit zweidimensionalen Figuren aus buntem Papier gedreht haben. Von der Knetgummi-Animation aus den britischen aardman-Stuios war das noch weit entfernt. Doch eins ist bei mir geblieben: meine Begeisterung für Wallace & Gromit – und für Musikvideos, die auf Animationstechnik setzen (https://www.youtube.com/watch?v=X8SeboqfJR0  -und-  https://youtu.be/ryH5cga0yUI?t=0).

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2. Der Unterschied zwischen einem guten Buch und einem guten Film existiert in manchen Fällen gar nicht, wie die letzten Beispiele der 30-Days Film Challenge beweisen.

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3. Der Hype um Produktionen wie „Star Wars“ in allen möglichen Bereichen ist mir oft zuviel – dieser Overkill treibt mich nicht ins Kino.

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4. Rent a Panda: Mir einen Pandabären gegen Bezahlung auszuleihen, wäre mal eine lohnende Investition, denn dann könnte ich mich endlich mal von dem lästigen Bambus verabschieden, der von den Nachbarn zu mir rübergekrochen kommt und an allen möglichen und unmöglichen Stellen aus dem Boden schießt. Rasen, Rosenbeete – das Zeug ist die wahre Pest und wächst schneller, als man „Piep“ sagen kann.

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5. Normalerweise ist es ja selten von Erfolg gekrönt, wenn Remakes von erfolgreichen Filmen gedreht werden, aber im Fall von „Footloose“ drücke ich mal ein Auge zu – da fand ich die Neuauflage gar nicht so übel.

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6. Mein ausgewiesenes Steckenpferd ist es ja seit einiger Zeit, spezielle Pressungen auf Vinyl zu sammeln; allerdings bin ich dabei auch wählerisch. Ich muss nicht jede farbige LP haben – es sollten schon Alben sein, von Künstlern sein, die ich mag und von denen ich noch nicht einmal die CD habe.

 

 

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7. Zuletzt habe ich mich mit einem neuen Krimi und einem Glas Wein in den Garten gesetzt, und das war „Ostfriesenhölle“ von Klaus-Peter Wolf – einer der wenigen Regionalkrimis, die mir gefallen, vermutlich weil mir die Charaktere, die sich bei der Polizei tummeln, so sympathisch sind.

30-Days Film Challenge – Day 28 : a film that made you feel uncomfortable

 

 

So richtig mulmig wurde mir bei dem Horrorfilm Die Unzertrennlichen (Dead Ringers) mit Jeremy Irons in einer Doppelrolle als Zwillingsbrüder, die gemeinsam als Ärzte praktizieren (https://i.pinimg.com/474x/38/ce/9c/38ce9cd17f525d87bdff73c56f17edb7.jpg)

 

Day 28 : a film that made you feel uncomfortable  

 

Experten wollen herausgefunden haben, dass das Unwohlsein des Zuschauers von der Diskrepanz zwischen der gezeigten Handlung und der dazu erklingenden Musik von Howard Shore herrühren soll.

 

 

Die chirurgischen Instrumente riefen mir genauso Unbehagen hervor wie die beklemmende Atmosphäre des ganzen Films und die zähe Handlung um Abhängigkeit, Abdriften in den Wahnsinn und Drogenexzesse (https://i.pinimg.com/474x/e0/fa/25/e0fa255cce8754bb64418dcd2059d21f.jpg)… 

… war das wirklich Toronto? Irgendwie fehlt mir an diese Stadt die Erinnerung, und im OP wird’s auch nicht besser – bei diesem Bild muss ich an die Spanische Inquisition denken – spooky (https://i.pinimg.com/474x/ab/a7/29/aba72911d0a41cab8831b93d9442fab7.jpg):

Visuell ebenfalls so beeindruckend wie der Film von gestern, aber ich war 1988 vermutlich einfach och nicht so weit.