Mein Kinojahr 2020 : Im Sommer …

 

sind ja eigentlich Aktivitäten im Freien angesagt. Deshalb war ich gespannt, ob ich im Juni tatsächlich weniger Zeit vor dem Bildschirm oder der Kinoleinwand verbringe.

Von allen Neuerwerbungen auf DVD warteten nämlich immer noch drei darauf, dass ich sie mir endlich ansehe. Was dabei herausgekommen ist, verrät diese Rückschau, auf DVD – denn im Autokino war ich immer noch nicht.

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Der Fall Collini

Alles steht kopf

Ocean’s Eight

Susi & Strolch – I & II

Highlander – es kann nur einen geben

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Der Fall Collini : Einer der Filme, die ich letztes Jahr im Kino verpasst habe und die erste der drei vom Mai übrig gebliebenen Neuerwerbungen, die ich mir am ersten Sonntag des Junis angeschaut habe. Etwas deprimierend für den Sommer? Definitiv, denn zuerst zieht sich das Gerichtsdrama mit Elyas M’Barek als Strafverteidiger ziemlich in die Länge, um dann gegen Ende des vermeintlich eindeutigen und gleichzeitig aussichtslosen Prozesses Spannung aufzubauen. Falls das Muster dieser Adaption eines Romans von Ferdinand von Schirach irgendwem bekannt vorkommt, möchte ich zum Vergleich den amerikanischen Spielfilm „Murder in the first“ heranziehen: Auch da ist die Lage zu Beginn eindeutig, doch am Ende des Gerichtsverfahrens sitzt nicht mehr der Täter, sondern ein ganzes Rechtssystem auf der Anklagebank. Bei „Murder in the First“ sind es die unzumutbaren Haftbedingungen der Gefängnisinsel Alcatraz – bei „Der Fall Collini“ ist es die deutsche Justiz mit einem Gesetz von 1968, das es Kriegsverbrechern ermöglicht hat, wegen Verjährung ihrer Taten davonzukommen.

Alles steht kopf: Angeregt durch die 30-Days Film Challenge, habe ich mir einen Animationsfilm aus meinem DVD-Regal zu Gemüte geführt. Die Handlung wäre schnell erzählt, wäre da nicht das Innenleben im Gehirn der 12jährigen Riley, die mit ihrer Familie von Minnesota nach San Francisco umziehen muss und dort von schrecklichem Heimweh geplagt wird, einen Weinkrampf vor der ganzen Schulklasse und eine grandiose Blamage beim Eishockeytraining inbegriffen. Die Hauptakteure in diesem faszinierenden Gefühlswirrwar sind Freude, Kummer, Ekel, Angst und Wut. Bislang hat die Freude den Ton in der Kommandozentrale angegeben, doch dann verschwinden durch ein Missgeschick Kummer und Freude in den Tiefen des Unterbewusstseins, und beide müssen wieder zurück zu ihren Kollegen, bevor alles zusammenbricht. Ein kurzweiliges und gleichzeitig lehrreiches Stück Filmkunst, das auf DVD durch ein hübsches Extra (Rileys erstes Date) ergänzt wird. Vielen Dank für den Tip.

Ocean’s Eight: Dieses Spin-Off von Ocean’s Eleven mit Staraufgebot – Sandra Bullock, Cate Blanchett, Anna Hathaway, Helena Bonham-Carter, Rihanna, Sarah Paulson… – habe ich mir jetzt zum dritten Mal angesehen, weil ich ihn so unterhaltsam fand. Und jedesmal im Sommer. Das erste Mal habe ich den Film 2018 im Kino gesehen, eine reine Zufallsentscheidung. Das zweite Mal habe ich ihn letztes Jahr auf meinem Flug nach Toronto gesehen, allerdings ohne das Ende. Jetzt habe ich die DVD erstanden. Das Heist-Movie, bei dem ein Juwelenraub im Vordergrund steht, war mein Kandidat für einen verregneten Sonntagnachmittag. Wie auch in „Sliding Doors“, kommt stellenweise die Split-Screen-Technik zum Einsatz. Mir haben vor allem die Juwelen und die Kostüme gefallen, und…. Ta-daa! … die männlichen Nebenrollen, gespielt von James Corden als Versicherungsdetektiv und Richard Armitage als Halunke.

Susi & Strolch – I & II: Hundsgemein ist das! Erst gibt’s den süßen Welpen als Geschenk zu Weihnachten für die Frau, und wenn sich dann der Nachwuchs ankündigt, ist die kleine Susi abgemeldet. Durch eine Intrige aus dem Haus geekelt, lernt sie den Streuner Strolch kennen, und nach vielen Wirren und einem aufgeklärten Missverständnis gibt es ein Happy End für das junge Glück. Ein Disney-Klassiker mit der romantischsten Restaurantszene aller Zeiten, auch bekannt unter dem Titel „Ein Spaghetto für zwei“. Leider konnte mich der Nachfolger, bei der es um den mit dem friedlichen Familienleben unzufriedenen Strolch junior geht, nicht begeistern, sogar die Restaurantszene war nur ein schwacher Abklatsch. Aber einem geschenkten Gaul soll man nicht ins Maul schauen – und vermutlich gab’s die beiden Filme im Doppelpack zum Sonderpreis.

Highlander – es kann nur einen geben: Während sich oben die Wrestler gegenseitig verdreschen, geht unten, in der abgerockten Tiefgarage, der Punk ab. Zwei Unsterbliche liefern sich einen erbitterten Schwertkampf, bei dem Connor MacLeod (Christopher Lambert) übrigbleibt und sich anschließend unbequemen Fragen der nicht gerade hellsten Polizisten New Yorks stellen darf. Zwischen all den Niedrigwattbirnen glänzt die Gerichtsmedizinerin Brenda durch Intelligenz und Kombinationsgabe. Endlich habe ich diesen Kultfilm gesehen, den mein Mann mir zu Lebzeiten vergeblich schmackhaft machen wollte. Jetzt hat meine Neugier gesiegt, und ich wollte endlich das nachholen, was ich verpasst habe. Ich muss sagen, die Szenenwechsel zwischen Moderne in New York und Mittelalter in Schottland, sind richtig gut – das Kostüm von Sean Connery, die Landschaftsaufnahmen Schottlands und die Musik von Queen ein Genuss. Nur manche Darsteller fand ich grenzwertig. „Es kann nur einen geben?“ Ja, aber das ist nicht die Dumpfbacke, die den Highlander zur Strecke bringen will.

Abschließende Worte: Nur sechs Filme diesen Monat? Hier hat nicht das Sommerloch zugeschlagen, sondern meine chronische Unlust.

30 Days Book Challenge : Tag 16 – ein Buch, das Du nicht magst, obwohl es aus deinem Lieblingsgenre ist

 

Es gibt so einige Genres, die ich ausgesprochen gerne lese. Wie gestern ausführlich berichtet, zählt auch Fantasy dazu. Historische Romane, besonders, wenn sie Ken Follett geschrieben hat, gefallen mir auch sehr.

Doch nicht immer gelingt dem ein oder anderen Schriftsteller bzw. Schriftstellerin diese Kunst – besonders dann, wenn ein Buch in zwei Kategorien glänzen möchte…

ein Buch aus meinem Lieblingsgenre, das ich nicht mag

Hier hatte ich zuerst einen deutschen Roman aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg im Sinn, der in Hamburg spielt und in dem die Schicksale der Heldinnen dermaßen im Schweinsgalopp abgehandelt werden, dass sich keine Nähe zu ihnen einstellen wollte, doch dann ist mir ein besseres Beispiel eingefallen (zumal ich mich weder an Titel des Buchs noch Namen der Autorin erinnern konnte):

Feuer und Stein von Diana Gabaldon

Die Frau des Zeitreisenden“ fand ich toll, und wenn eine Zeitreisegeschichte auf einen historischen Roman hinausläuft, kann doch eigentlich nicht mehr viel schiefgehen, oder? Leider falsch gedacht – das Buch war für mich leider keine schlagkräftige Verbindung zweier Genres. Verfilmt wurde die achtbändige Reihe fürs Fernsehen als Serie unter dem Titel „Outlander“, von der ich die ersten beiden Staffeln gesehen habe, die ich besser fand als die literarische Vorlage.

Was für mich leider zu kurz kam, war die Geschichte um den Steinkreis, und ich hätte es viel interessanter gefunden, wenn Frau Gabaldon den Reisen durch ihn hindurch mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte – statt dessen gab es fast auf jeder Seite Sex, was ich zu jenem Zeitpunkt ermüdend fand. Spannender wurde es auch für mich in den Bänden nicht, die in der Neuen Welt spielen – da bin ich dann auch bei der dritten Staffel von „Outlander“ ausgestiegen – this was not my cup of tea.

Da ich sämtliche Bücher dieser Reihe auf dem nächsten Bücherflohmarkt verscherbelt habe, kann ich weder mit einem Buchcover noch mit Angaben zu Verlag, Seitenzahlen und ISBN aufwarten und verweise deshalb auf die deutsche Wikipedia-Seite

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Und weil nun doch einige mitmachen möchten, folgt an dieser Stelle ein kurzes Update – Welcome to the club:

Bette Davis left the Bookshop

Neu- und Späteinsteiger sind herzlich willkommen – ich bin schon gespannt, wer sich noch anschließt.

 

30-Days Film Challenge – Day 29 : a film that makes you want to fall in love

 

 

Es muss ja nicht immer ein ausgesprochener Liebesfilm sein. Hauptsache, Frühling und Sommer liegen in der Luft, auch wenn am Anfang die Fastenzeit steht… 

 

Day 29 : a film that makes you want to fall in love  

 

Chocolat – ein kleiner Biss genügt mit Juliette Binoche und Johnny Depp kann man zwar auch in diese Kategorie einordnen, muss man aber nicht (https://i.pinimg.com/474x/e5/ec/48/e5ec48b9997bb47c4072bc3670d0fb23.jpg)

 

 

Tranquilité…Auch wenn Liebe durch den Magen geht oder besser gesagt, über den Geruchssinn und die Geschmacksnerven, aber mir gefallen die vielen kleinen Nebenhandlungen wie zum Beispiel die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen zwei älteren Leuten fast noch besser. Die Witwe, die seit dem Krieg um ihren gefallenen Mann trauert, und dann stellt sich heraus, dass der Erste Weltkrieg gemeint war und nicht der Zweite… Oder die Geschichte der zuckerkranken Armande Voizin, gespielt von Judi Dench.

Außerdem mag ich Schokolade. Ein Laster, das auch den sittenstrengen Bürgermeister zu Fall bringt, ohne dass es peinlich wird. Ein luftig leichter Film mit beschwingter Musik, dermit seiner roantischen Stimmung so richtig gut zur aktuellen Jahreszeit passt.

 

 

Dienstags-Gedudel #23 : Wake up alone

 

Kurzes knackiges Statement – ein Song für alle Singles, die dank Corona immer noch das Haus hüten dürfen und niemanden kennenlernen können – und wie ich jeden Morgen noch immer alleine aufwachen (https://www.youtube.com/watch?v=h1JQ4iQX3To) – wie denn auch …

 

 

Ich hätte ja neulich die Chance gehabt, aber er war nicht mein Typ. Gedudel ist in diesem Zusammenhang nicht abfällig gemeint, sondern eine mir höchst willkommene Aktion von nellindreams.