30 Days Book Challenge : Tag 29 – Ein Gedicht, das Du magst

 

Ich hätte mir es einfach machen können und hier nun „Hans Huckebein“ von Wilhelm Busch rezitieren können, aber ich entscheide mich für ein Stück expressionistischer Lyrik

ein Gedicht, das ich mag

Erst neulich wurde ich daran erinnert, dass in einem halben Jahr Weihnachten ist – da habe ich meinerseits in den Tiefen meines Bücherschranks gekramt und ein Gedicht zutage gefördert, das einem Gedichtband entnommen ist und mit einem Holzschnitt von Ernst-Ludwig-Kirchner illustriert wurde (https://i.pinimg.com/564x/c0/00/b7/c000b78d6e4efa2939ca4fdc2f917dfa.jpg)

Der Winter von Georg Heym (1887-1912)

Der Sturm heult immer laut in den Kaminen
Und jede Nacht ist blutig-rot und dunkel.
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge,
Im kargen Licht und Dunkel unserer Gruben,
Wie Seiler zerrend grauer Stunden Länge.

Die Tage zwängen sich in niedre Stuben,
Wo heisres Feuer krächzt in großen Öfen.
Wir stehen an den ausgefrornen Scheiben
Und starren schräge nach den leeren Höfen.

 

Entnommen dem Gedichtband „Umbra Vitae“ (Postum – 1912) / mit 47 Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner (1924)

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Die Liste derer, die mitmachen wird länger und länger – hier ist der neueste Stand:

Bette Davis left the Bookshop

wortverloren

Kraut und Kleid

aequitasetveritas

Wortgerinnsel

wortman

vro jongliert

Irgendwas ist immer

Verfilmt & Zerlesen

Anicas Medienwelten

Corlys Lesewelt

Myriade

Ola

Ich lese

Tempest

Norbpress

Eva

Annuschka

Innenreisewege

Neu- und Späteinsteiger sind herzlich willkommen und werden  fortlaufend ergänzt.

 

 

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Media Monday # 472 : Angry Birds !

 

Nein, ich habe mich nicht zur Liebhaberin von Handyspielen entwickelt – ich war am Sonntagmorgen im Zoo. Zwischen all den hübschen bunten Zebrafinken und Sittichen war ein etwas größerer mit schwarzem Gefiede und gelb umrandeten Augen, der auf Krawall gebürstet war. Was für ein Exemplar das war, konnte ich leider nicht herausfinden. Aber sonst war alles friedlich und gechillt, und nachdem ich die ersten beiden Folgen der dritten Staffel von „Nashville“ hinter mir habe, freue ich mich nun auf den 472.  Media Monday – ein Fixpunkt in meinem Kalender.

Media Monday # 472

1. Filme – oder auch Bücher – abseits des Mainstream entdecke ich immer öfter in unserer Stadtbücherei. Vor allem werden da verschiedene Genres bedient und nicht nur das, was jeweils gerade „angesagt“ ist.

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2. Ich hätte ja nicht gedacht, einmal ein Faible dafür zu entwickeln, was Online-Käufe von Serien angeht. Nach „American Horror Story“, und „The living and the dead“ habe ich mir nun die dritte Staffel von „Nashville“ gegönnt, nachdem ich sie in unserer Bücherei nicht finden konnte. Dabei ist da so praktisch – überall gucken, wo ich mit meinem Laptop Lust dazu habe, theoretisch sogar in der Hängematte.

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3. Was mir ganz allgemein am Hobby „Mediales“ so zusagt: Es ist so breit gefächert und kann alles beinhalten – Filme, Serien, Spiele, Bücher und noch vieles mehr.

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4. In den letzten Monaten ist ja die Veröffentlichungspolitik – nicht nur, was Kinofilme angeht – gehörig durcheinander geraten. Besonders gewundert hat mich das bei DVD-Neuerscheinungen von Kinofilmen, die ich letztes Jahr gesehen habe; bei einem sollte es am 27. März losgehen – als ich das letzte Mal bei Amazon reingeschaut habe, stand da plötzlich der 29. Mai als Datum. So kann’s gehen.

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5. Dass ich mich auf der Leser- und Autorenplattform „wattpad“ angemeldet habe, war auch so eine Art überraschender Glücksgriff, denn da habe ich nach über einem Jahr inzwischen nicht nur vieles gefunden, was ich gerne lese – in den letzten Wochen habe ich dort auch einiges an selbstgeschriebenen Sachen veröffentlicht. Nur das Formatieren von Texten ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig.

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6. Lange hatte ich nicht mehr das Gefühl, etwas wäre exakt auf meinen persönlichen Geschmack zugeschnitten worden wie bei gewissen Challenges.

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7. Zuletzt habe ich mich mit einer Freundin in ihrem Kleingarten getroffen, und das war mal wieder so richtig schön, weil es endlich möglich war, mich länger mit ihr zu unterhalten anstatt nur zwischen Tür und Angel oder am Telefon.