Media Monday # 473 : cat content 18 +…

 

(dis)approved:

Irgendwie komme ich mir vor wie bei Schrödingers Katze. Bei dem ist sie tot und gleichzeitig lebendig. Gerade erst habe ich mit „Metropolis“ einen DVD-Marathon hinter mir und entdecke bei meinen Vorbereitungen zu den nächsten Ausgaben des „Dienstagsgedudels“ ein Video, bei dem ich ein Déjà-vu habe. Doch dazu mehr im letzten der sieben Lückentexte des Media Monday.

Der ist jeden Sonntag übrigens auch ein wiederkehrendes Déjà-vu, was aber für mich völlig in Ordnung ist.

Media Monday # 473

1. Gäbe es nicht mein kleines Domizil im Taunus, ich würde wohl niemals zwischendurch zu neuen Kräften kommen – ohne diese kleine Zuflucht ohne Komfort käme ich wohl nie zum Durchschnaufen.

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2. So manche Band oder mancher DJ ist in meinen Augen ja gnadenlos überschätzt, aber ich muss ja nicht alles gut finden – habe ich schon in den 80er Jahren nicht getan, und tue ich auch heute nicht. Auch wenn es mir keiner glaubt: Ich bin nicht im letzten Jahrhundert stehengeblieben, und für Tips bin ich immer offen – besonders für die von manchen Bloggern. Dass solche Empfehlungen aber auch aus einer ganz anderen Richtung kommen können, damit beschäftigt sich Text Nummer fünf.

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3. Oft genug entgehen einem ja Sachen, wie etwa, dass vermeintlich abgeschlossene Buchreihen nach Jahren doch noch fortgesetzt werden.

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4. Das Lesen von Büchern in ausschließlich digitaler Form ist ja schon merklich etwas anderes, als das von gedruckten Exemplaren, wobei beide ihre Vor- und Nachteile haben. An gedruckten Büchern liebe ich oft ihre schöne Gestaltung, wenn da nur nicht das Problem der Unterbringung wäre, wenn es sehr viele sind. Bei den digitalen Exemplaren, die ich zur Zeit lese, liegt der Vorteil ganz eindeutig darin, dass sie nicht viel Platz benötigen und dass oft auch Videos eingebunden sind.

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5. Hätte ich nur früher gewusst, dass bei der Schwärmerei meiner Schwester für U2 eine wirklich gute Empfehlung für die Band „Inhaler“ herausspringen würde, hätte ich mal genauer recherchiert, denn außer dass Bonos Sohn die Indie-Rock-Band zusammen mit drei Komilitonen am St. Andrews College in Dublin gegründet hat, wusste ich nichts darüber. Dank youtube bin ich nun wieder etwas schlauer (https://www.youtube.com/watch?v=DlmqLOq-YmU) – dabei gibt’s youtube schon länger.

 

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6. Eine neue Fortsetzungsgeschichte zu schreiben, beschäftigt mich schon geraume Zeit, aber obwohl ich ungefähr weiß, wie die Handlung verlaufen soll, weiß ich noch nicht, wie ich’s anpacken soll.

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7. Zuletzt habe ich mit Madonna und „Express Yourself“ ein Déjà-vu gehabt, und das war ein Gefühl wie bei Schrödingers Katze, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich von diesem „Zufall“ halten soll. Dass das monumentale Filmepos „Metropolis“ mit seinem grandiosen Setting als Inspirationsquelle dient, ist angesichts der Ähnlichkeiten kaum zu übersehen: der dürre Spitzel – die Stadt der Arbeiter tief unter dem Moloch Metropolis. Wer’s nicht glaubt, springe bis 2:02 vor oder lese gleich die Worte am Schluss: „Without the heart there can be no understanding between the hand and the mind.“ – Verblüfft hat mich auch die Ähnlichkeit bei den Produktionskosten – das Video hat David Fincher gedreht, für fünf Millionen Dollar (https://www.youtube.com/watch?v=GsVcUzP_O_8) – Metropolis 6.0  (FSK 18):

 

– bei „Metropolis“ waren es fünf Millionen Reichsmark.

Beide gelten als die teuersten Filme ihrer Zeit, nur sind Stimmung und Ergebnis bei Fincher ganz anders als bei dem Vorbild von 1927, das man heute problemlos als FSK 0 bzw. 6 einstufen würde.

Bei dem mit mehreren Preisen ausgezeichneten Musikvideo bin ich mir da nicht so sicher.