Media Monday # 474 : Nebenjob Kammerjäger

Schön ist das nicht. Ich habe zwar gejammert, dass es hier so still ist und ich so viel alleine bin, seit ich im Home Office arbeite. Trotzdem habe ich nicht die Lebensmittelmotten gemeint, als ich mir Gesellschaft in der Küche gewünscht habe. Äh, nein – plötzlich ist der Schrank so leer und die Vorräte dezimiert. Und der Appetit ist mir vergangen. Schau’n wir mal, was der Media Monday so bringt. Vielleicht sind ja diesmal brauchbare Küchentips dabei.

 

Media Monday # 474

 

1. Kennt ihr eigentlich eure nähere Umgebung? Weil für mich ein Urlaub mit ständigem Tragen einer Maske vorm Gesicht bei 30°C unvorstellbar ist und mein Urlaub dieses Jahr sich vorwiegend in der Heimat abspielt, habe ich mit dem Planen von Entdeckungsreisen begonnen. Am Samstag war der Hessenpark in Neu-Anspach (Taunus) dran – vielleicht widme ich mich demnächst mal dem Besinnungsweg bei Freigericht-Somborn, wobei 24 km auch erst mal erwandert sein wollen.

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2. Die Begeisterung für die Musik meiner Lieblingsband könnte ich im Homeoffice theoretisch ungehemmt ausleben, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass ich mich konzentrieren muss und keine Ablenkung gebrauchen kann – auch nicht durch Musik im Hintergrund. Ja, im Moment ist es zu Hause ziemlich still und außerdem Jammern auf hohem Niveau. Ich könnte die Musik ja auch leise laufen lassen.

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3. Was ich mittlerweile ja durchaus sehr zu schätzen weiß, ist eine aufgeräumte Küche, schon allein weil ich mich darin mindestens acht Stunden pro Tag aufhalte.

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4. Hauptgrund – meiner Meinung –, dass so viele Adaptionen zum Scheitern verurteilt sind, ist das Hinzudichten von Handlungsfäden, die es im Buch so nie geben würde, oder das komplette Verbiegen der eigentlichen Handlung. Am übelsten ist mir das beim Ende der „Unendlichen Geschichte“ aufgestoßen: Da wurde die komplette zweite Hälfte unterschlagen und Fuchur, dessen Filmgestalt überhaupt nicht mein Fall ist, auf die Menschheit im realen Leben losgelassen. Und die Romanze zwischen Zwerg Kili und Elbin Tauriel in „Der Hobbit“ war für einige Zuschauer bestimmt eine nette Zugabe, war aber für die Handlung m.E. nicht nötig. Blöderweise waren beide Filme an den Kinokassen recht erfolgreich – das Scheitern ist also nur auf meinen persönlichen Geschmack bezogen.

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5. Ein wirklich originelles Setting, wenn nicht gar „Worldbuilding“, hat für mich der Film „The Artist“, obwohl die meiste Zeit kein Wort darin gesprochen wird, aber wie der Übergang vom Stummfilm zum Tonfilm am Ende doch noch funktioniert, war für mich „ganz großes Kino“. Selbst der Vorspann des Films erinnert sehr an die Filme der frühen 30er Jahre.

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6. Geht es um Spiele jedweder Art, kann ein schlechter Verlierer schon ein ziemlicher Stimmungstöter sein, denn wenn jedesmal das große Drama angesichts einer Pechsträhne für einen solchen Menschen droht und andere Mitspieler ihn oder sie gewinnen lassen, vergeht mir die Lust an solchen Spielerunden.

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7. Zuletzt habe ich mit meiner besten Freundin einen Ausflug in den Taunus unternommen, und das war ein richtig schöner Tag, und nicht nur weil ich ihr mal ein paar Ecken zeigen konnte, die sie noch nicht kannte, sondern weil wir zum ersten Mal gemeinsam essen waren, auch wenn das mit dem Hinterlassen der Adressdaten noch etwas ungewohnt für mich war. Wenn demnächst das Telefon nicht klingelt, weiß ich, dass alles glattgegangen ist und keiner an dem Tag coronaverdächtig war.