„Broken Strings“ : Letzte Worte

Was ich im August 2018 als Experiment begann, hat sich schon bald in eine Richtung entwickelt, die mich selbst überrascht hat. Andere zählen Schäfchen, um besser einschlafen zu können – ich lasse vorm Schlafengehen die Gedanken schweifen; nur aufgeschrieben habe ich sie nie.

Dabei habe ich mir schon öfters überlegt, wie denn mein persönliches Traumtagebuch aussehen könnte. Ein Buch, in dem ich alle Gedanken inclusiver in Erinnerung gebliebener Träume notiere. Dabei war es nur in der Theorie geblieben.

Konkret nahm diese Idee Formen an, als ich mit dem Schreiben loslegte. Der späte Abend war meine Zeit dafür: zwischen 22 und 24 Uhr. Da hatte ich Zeit und meine Ruhe. Einen festen Plot hatte ich noch nicht, also schrieb ich einfach auf, was mir in den Sinn kam und holte mir die Inspiration von der Musik im Hintergrund.

Irgendwann hatte ich dann plötzlich eine Geschichte im Kopf, die ich „Surprise Channel“ nannte, aber wie das mit Überraschungen so ist, verwarf ich die ursprüngliche Idee, als ich an den Mittelteil in Form einer Rückblende kam, denn ich merkte plötzlich, dass mich der eigentliche Erzählstrang nicht mehr reizte und ich die „Rückblende“ viel spannender fand, und so sind daraus 54 Kapitel geworden, und nicht nur einige wenige.

Wer würde was als nächstes tun? Wird es bei dem geplanten Ende bleiben oder entscheide ich mich zuletzt doch noch für ein Happy End? Passen alle Puzzleteile auch wirklich zusammen oder bleiben am Schluss doch noch lose Enden übrig?

Diese Fragen haben mich monatelang begleitet.

Überrascht hat mich, dass ich die Flinte nicht ins Korn geworfen habe, obwohl es Zeiten gab, in denen ich fast soweit war. Doch am Ende machte es dann doch noch Klick, und eins fügte sich zum anderen – wie ein Puzzle, das man nach vielem Herumprobieren endlich löst. Nicht der Genuss von Rotwein hat meinem Vorstellungsvermögen auf die Sprünge geholfen, sondern meine zweiwöchige Kanadareise letzten Sommer. Dank ihr konnte ich die gröbsten Schnitzer ausbügeln. Man fährt dort rechts und nicht auf der linken Straßenseite, Entfernungen werden in Kilometern angegeben, und weder das „Home of the Whopper“ noch das „Gasthaus zum Goldenen M“ sind dort die beliebtesten Fast-Food-Restaurantketten.

Aus „Surprise Channel“ ist eine Story mit fast 170.000 Wörtern geworden, aufgeteilt in 54 Kapitel. Und da die Musik eine wesentliche Rolle darin spielt, schon allein wegen der Songtitel in vielen Kapitelüberschriften, habe ich sie „Broken Strings“ genannt, nicht zuletzt wegen des fehlenden Happy Ends. Und egal, ob das Buch als „Romance“, „Romantic Tragedy“ oder als Kitschroman mit Logiklöchern durchgeht, das Schreiben hat mir Spaß gemacht, und es war mir ein Vergnügen, das Projekt bis zum Ende durchzuziehen, auch wenn ich dazu mehr als eineinhalb Jahre gebraucht habe. Einschließlich Fehlerkorrektur und Editieren. Gut, dass ich so schlau war, alles vorzudatieren, denn da ist mir das Arbeiten mit dem neuen Editor erspart geblieben, der diese Reise zu einem Höllentrip gemacht hätte.    —    Fürs Lesen bedanke ich mich recht herzlich bei allen, die so fleißig gevotet haben.  —

Media Monday # 481 : als ob es wieder Sommer wär…

Was für ein geniales Wetter – ach, hätte ich doch solches in meinem Urlaub gehabt – so schön sonnig und warm: Da hat es mich an diesem Wochenende nicht lange drinnen gehalten. Drinnen sitzen werde ich noch lange genug – was es noch so gibt, kann vielleicht der aktuelle Media Monday offenbaren. Zum Beispiel, was meine Freizeitgestaltung angeht.

Media Monday # 481

1. Die Möglichkeiten, Kinofilme alternativ im Heimkino zu sehen oder auch, Theaterstücken via Stream beizuwohnen – in meinem Fall unsere Stadtbücherei – aben mich dazu gebracht, mir auch mal Filme aus Genres auszuleihen, die sonst nicht zu den von mir bevorzugten zählen. Diesen Monat habe ich mir hauptsächlich Science-Fiction-Filme ausgeliehen.

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2. Zu den üblichen Ritualen beim Filme oder Serien schauen gehört bei mir ja der ein oder andere leckere Snack und manchmal auch ein Gläschen Wein oder ein Gin Tonic.

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3. Was es nicht alles gibt! Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass man Drohnen auch zur Aufnahme eines Rap-Videos benutzen kann. Da geht man nichtsahnend abends nochmal spazieren und wird dann an den meterhohen Eschbacher Klippen Zeuge, wie einer der Herren Künstler oben auf den Klippen herumturnt und sich beim Tanzen ins Zeug legt. Ich war erstaunt, dass er bei dem Gezappel nicht runtergefallen ist.

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4. Enttäuschend war für mich die letzte Staffel von „Dr.Who“ nun nicht unbedingt, doch hätte ich erwartet, dass ich ihr mit mehr Begeisterung begegnen würde, aber leider war dem nicht so. Ich glaube, dieses Pferd hat sich zu Tode gelaufen.

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5. Die DVD „WALL-E – der letzte räumt die Erde auf“ kann mich auch heute noch begeistern, denn nicht nur der Film und der Abspann sind herrlich erfrischend und herzerwärmend, auch die Kurzfilme „Presto“ und „Burn-E“ in den Extras kann ich mir immer wieder ansehen, ohne dass mir dabei langweilig wird. Und weil der September bei mir im Zeichen von Sci-Fi steht, habe ich hier auch gleich noch das passende Musikvideo: The Gathering „Liberty Bell“, eine Hommage an das Mercury-Programm von 1961 – das Raumschiff wurde in Anlehnung an die Freiheitsglocke von Philadelphia wegen seiner Form „Liberty Bell“ genannt:

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=AB-5AFagZNc

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6. 2020 ist ja nun ohnehin kein allzu schönes Jahr, aber die Nachricht von einigen geplanten Neuverfilmungen, die gegen Ende des Jahres ins Kino kommen sollen, lassen mich dann doch etwas Hoffnung schöpfen. Vielleicht traue ich mich ja dann doch mal. Zur Zeit genieße ich lieber noch das schöne Wetter und ziehe Biergartenbesuche vor.

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7. Zuletzt habe ich mich aufs Fahrrad gesetzt und bin zwei Stunden kreuz und quer durch den Wald geradelt, und das war richtig schön, weil ich dabei die Zeit vergessen habe.