Die 5 Besten am Donnerstag : Serien im Lockdown

Bei passionofarts heute „Die 5 Besten am Donnerstag“ wird heute nach Serientips für den Lockdown gefragt.

Schlau wäre es ja nun, etwas auszuwählen, was viele Staffeln und Folgen hat – ich suche mir dann lieber welche, in denen das Thema „Corona“ nicht vorkommt oder nur am Rande erwähnt wird. Durch den Lockdown können mich am besten Serien bringen, bei denen ich der Realität entfliehen kann.

1 : Nashville : Hier dreht sich zur Abwechslung mal nichts um Krankenhäuser und Ärzte, sondern um Musiker und deren beruflichen und privaten Probleme, und natürlich die Musik. Und wenn doch mal der Notarzt gerufen werden muss, dann garantiert nicht wegen eines Virenangriffs, sondern weil der Burnout droht, es eine Prügelei gab oder es jemand mit Alkohol oder Pillen übertrieben hat.

2 : Downton Abbey : Corona gab es nach dem 1. Weltkrieg nicht, dafür aber die Spanische Grippe; aber die kam, glaube ich, nur am Rande vor. Das herrschaftliche Anwesen der Crawleys diente kurzzeitig als eine Art Lazarett oder Hort der Erholung für verwundete Soldaten.

3 : Call the Midwife : Sie hätten gerne eine Serie, die mehr zu bieten hat als nur sechs Staffeln? Die BBC-Serie, bei der Nonnen und Hebammen in Poplar, einem der ärmsten Teile von London, im Mittelpunkt stehen, befindet sich mittlerweile in den 60er Jahren und damit in der neunten Staffel. Die Geschichten sind mit viel Liebe erzählt und wartet auch dieses Jahr wieder mit einem Weihnachtsspecial auf.

4 : Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits : Garantiert coronafrei ist diese Mysteryserie mit Jennifer Love Hewitt als Antiquitätenhändlerin Melinda Gordon, die mit den Geistern Verstorbener kommunzieren kann und ihnen hilft, eine bisher unerledigte Aufgabe zu erfüllen.

5 : Torchwood : In dem Spinoff von Doctor Who (der Name ist ein Anagramm davon) geht es um Aliens und ihre Artefakte, mysteriöse Phänomene… Die ersten beiden Staffeln wurden in einem Spartenkanal der ARD immer dienstags wiederholt: Kaum war die vierte (und für mich schwächste Staffel) vorbei, ging es wieder von vorne los.

Die Liste, in der die typischen Ärzteserien fehlen, ist nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt und enthält keine Wertung.

30-Days TV Series Challenge: Tag 19

Wenn die Regie mit den Gagenforderungen ihres Personals nicht einverstanden ist, kann der Serientod zum Ende einer Staffel für Abhilfe sorgen. Zum ersten Mal erlebt habe ich das in den 80er Jahren mit „Dallas“, als es bei der Hochzeit in der letzten Folge zur Schießerei kam und bis zur nächsten Staffel das große Rätselraten losging, wer das Massaker überlebt haben könnte und wer nicht.

Die Zeiten haben sich geändert – mittlerweile ist dank Internet und sozialen Medien die Spoilergefahr größer, und Serientode finden nicht mehr zwingend am Ende einer Staffel statt.

Wenn es dann jemand sein muss, der gerade erst nach längerer Abwesenheit zurückgekehrt ist, trifft mich das umso heftiger. So viel erst mal zu der Frage von aequitasetveritas am 19. Tag der Serienchallenge, welcher Serientod mich am meisten bewegt hat. Heulen wie ein Schlosshund.

Isn’t it ironic? Da hat man gerade erst bei einem Einsatz geholfen, und dann schlägt das Schicksal gnadenlos zu und überrollt einen wie der Truck, der ungebremst in die Unfallstelle hinein donnert.

Es war aber nicht der Tod des Dr. Derek Shepherd, bei dem ich fassungslos vor dem Fernseher saß, der Autounfall von Matthew bzw. das Ableben der Lady Sybil in „Downton Abbey“ oder das grausame Ende von Elizabeth in „Poldark“, sondern als es den Polizisten Ryan Tanner in „Station 19“ (Seattle Firefighters) erwischt hat.

Getroffen von einer Kugel aus einer geladenen Waffe, abgefeuert von dem Dreijährigen, auf den Andie Herrera und er aufpassen sollten, während die Mutter im Krankenhaus behandelt wird. Und das, nachdem er ihr gerade seine Liebe gestanden hat… schöner Mist, und so endgültig. Den beiden hätte ich gerne ein Happy End gewünscht und auch, dass er vorher mit dem Knirps nicht Räuber und Gendarm gespielt hätte.

Nichts für schwache Nerven, hier brauchte ich enorm viele Taschentücher und einen Beruhigungstee: https://www.youtube.com/watch?v=0xPsAZQSCfw

Die kompletten Fragen sind hier zu finden.

Ein Nachtrag zu den „5 Besten“ aus dem September von mir : meine fünf erinnerungswürdigsten Bühnenmusicals

Eine sperrige Überschrift für den aktuellen Anlass: Da bei passionofarts heute „Die 5 Besten am Donnerstag“ ausfallen, habe ich einfach mein eigenes Spin-Off geschrieben. Nach dem wunderbaren Thema „Filmmusicals“ hatte ich einen Beitrag über die mir liebsten Bühnenmusicals vorbereitet, der dann nicht zum Einsatz kam. Dafür kommt er jetzt.

Es ist an der Zeit, Revue passieren zu lassen und die für mich beeindruckendsten Bühnenmusicals aufzuzählen, die ich bisher gesehen habe. Neben berühmten Kandidaten wie „Das Phantom der Oper“ und „Les Misérables“ war ich in einer Aufführung des eventuell nicht ganz so bekannten Musicals „Joseph und der Wundermantel“ (Joseph and the amazing technicolor raincoat) von Andrew Lloyd Webber.

1 : Chess

Mein erstes Musical überhaupt habe ich in London zusammen mit Mitschülern aus meiner Berufsschulklasse gesehen, die die Fahrt dort hin organisiert haben. Das Bühnenbild mit überdimensionalen Schachfiguren war sagenhaft, die Story um einen sich in den Westen abgesetzten russischen Schachspieler ein interessantes Thema – und die Musik unverkennbar von Björn Ulvaeus und Benny Andersson (ABBA). Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Hit von Murray Head – One Night in Bangkok?

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=rgc_LRjlbTU

2 : Starlight Express

Eine Busreise nach Bochum – zum eigens für das Musical gebauten Starlight Express Theater: Diese Tagesfahrt war ein echter Kracher. Selten habe ich so eine rasante Aufführung erlebt wie bei diesem Musical, in dem die Darsteller Züge verkörpern und auf Rollschuhen durch die gesamte Halle rasen.

Bildquelle – https://i.pinimg.com/564x/8b/a8/23/8ba8231f14453d9733cbf90ff04497b2.jpg

3 : Tommy

Eine Zeitlang hatte meine Heimatstadt sogar ein eigenes Musical-Theater, wenn auch nicht für lange. Das Musical, die Bühnenfassung des gleichnamigen Films mit The Who und Elton John, konnte vermutlich nicht so viele Musicalfreunde begeistern wie erhofft, aber wir hatten das große Glück, noch eine Aufführung vor der endgültigen Schließung sehen zu können.

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=iqXVZM9o6DU

4 : We will Rock you

Frankfurt, Alte Oper – 23. Dezember 2015 – vorletzte Reihe… es war das letzte Mal, dass mein Mann und ich eine gemeinsame Vorstellung besuchten. Für ihn war es sein allererstes Musical, und da es sich um ein Juke Box Musical aus Hits seiner Lieblingsband Queen handelt, hatte er einen Riesenspaß. Mir hat das Musical auch gefallen, auch wenn ich keine Ahnung mehr habe, was dort gesungen wurde oder wovon es handelte.

Bidquelle – https://i.pinimg.com/474x/a4/2d/b4/a42db45e5143f9d58e7e92fdcaaab5cf.jpg

5 : Come from Away

An meinem letzten Abend in Toronto wollte ich letzten Sommer etwas ganz besonderes erleben und kaufte blind eine Karte für eine Aufführung in einem viktorianischen Theater, ganz in der Nähe meines Hotels. Die Geschichte um Flugpassagiere, die nach den Anschlägen des 11. September 2001 auf einer kleinen Insel vor Neufundland notlanden müssen und nicht wissen wohin, fand ich sehr berührend, die Songs mitreißend, und die Gestaltung des Bühnenbilds mit nur wenigen Requisiten originell. Da wurde zwischendurch in Windeseile mitten im Stück das Innere eines Flugzeugs mit ein paar Handgriffen zum Diner – durch Umstellen der Stühle durch die Darsteller

Leider habe ich manche Darsteller wegen ihres Dialekts kaum verstanden. War mir aber auch egal. Es war ein grandioser Abend, für den ich mich extra schick gemacht hatte. Und das Personal hat sich ganz liebevoll und zuvorkommend um Besucher gekümmert, denen es nicht ganz so gut ging. Davon könnten sich hier mal einige eine ordentliche Scheibe abschneiden.

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=otXwL_vsHPE&t=29s

Das waren sie – meine fünf unvergesslichen Momente.