# Writing Friday 2020 – November, 48. Woche : Geist der Rose

Für die letzte von mir für den #Writing Friday von elizzy ausgesuchte Aufgabe

Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Wir hatten es geschafft, endlich konnten wir nun…” beginnt

habe ich mich von einer Zeitungsmeldung inspirieren lassen, die vor ein paar Tagen in meinem Heimatblatt stand.

Quelle des stilistisch verfremdeten Artikels: Offenbach-Post

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Geist der Rose

Wir hatten es geschafft, endlich konnten wir nun auf unseren Erfolg anstoßen, denn heute war es soweit: Ein Jahr hatten wir gebraucht, bis der Stein aus Sibirien seine endgültige Form hatte, mit der er jetzt in die Auktion ging. Oval, rosa und von außergewöhnlicher Reinheit, so hatte er vor uns gelegen und in den schillerndsten Farben gefunkelt. Mats, der mir eingeschärft hatte, bloß nicht zu viel von dem Rohdiamanten wegzuschleifen, hatte es in der Seele wehgetan, als er mitansehen musste, wie sich Karat um Karat in winzige Splitter und feinsten Staub verwandelten, bis am Ende nur wenig mehr als die Hälfte übrig geblieben war.

„21 Millionen Franken“, verkündete der Auktionator auf dem Bildschirm gerade, als wir zuschalteten, „zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.“ Doch wer das kostbare Juwel von der Größe einer Murmel ersteigert hatte, wurde nicht verraten. Das Gebot war telefonisch abgegeben worden. Mats und ich schauten uns über unsere Champagnergläser hinweg an.

„Schade“, sagte ich zu ihm, „dass das Steinchen in der Anonymität verschwindet. Ich hätte zu gerne gewusst, in welches Land es reisen wird und ob wir es jemals in einer Ausstellung bewundern können.“

Mats seufzte, dann stieß er mit mir an. „Mach Dir nichts draus, Ruby – aber sieh’s doch mal positiv. Für unseren nächsten Schritt muss das nicht unbedingt ein Nachteil sein.“

Wenn ich so darüber nachdachte, musste ich zugeben, dass es bestimmt nicht das Dümmste war, wenn sich die Aufregung um die auf CNN breitgetretene Auktion so schnell wie möglich legte. Alle hatten den Stein, den man nach einem russischen Ballett benannt hatte, im Fokus – doch was mit dem beim Schleifen angefallenen Staub geschah, hatten nur die Wenigsten auf dem Radar. Und genau darin lag unsere Chance, wenn ich Mats Glauben schenken durfte.

Der Plan, den er mir schmackhaft gemacht hatte, klang zu schön, um wahr zu sein: Den Diamantstaub heimlich beiseite schaffen, um ihn zu Steinchen zu pressen und in viele bunte Scheinchen zu verwandeln… hoffentlich irrte er sich da nicht, bei all den Kameras in der Schleiferei und CCTV auf den Amsterdamer Straßen und Plätzen.

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Die Schreibthemen im November sind: 1) Grauer, kalter Regentag, zu welchem Buch greifst du? Stelle es kurz vor und mache ein Foto davon! +++ 2) Schreibe einen Brief an dein Ich in 10 Jahren +++ 3) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Salbei, Aufmerksamkeit, etwas daneben, Hormone, ein Versuch. +++ 4) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Wir hatten es geschafft, endlich konnten wir nun…” beginnt +++ 5) Dein SuB, berichtet über deinen Leseerfolg von diesem Jahr. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Und hier sind die Regeln dazu: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

30-Days TV Series Challenge: Tag 27

And now for something completely different. Eine Serie, der ich mehr Erfolg gewünscht hätte… Bei der Serienchallenge von aequitasetveritas werden Fans, die ihre Serien streamen, vermutlich zu anderen Ergebnissen kommen als ich, da ich nur über Serien schreiben kann, die ich aus dem Fernsehen kenne oder auf DVD gesehen habe.

sixx wiederholt ja gerne ständig „Sex and the City“ – wie oft ich diese Folgen schon gesehen habe, kann ich gar nicht mehr zählen; was habe ich mich gefreut, als der Sender eine neue Serie ins Programm genommen hat, die sich um ein Thema dreht, das ich in dieser Form noch nicht gesehen habe: Younger.

Nach dem Ende ihrer Ehe braucht Liza Miller dringend einen Job. Doch mit 40 will sie keiner mehr einstellen. Viva le Jugendwahn! Also bescließt sie, ihre Umwelt mit eigenen Waffen zu schlagen und macht sich kurzerhand vierzehn Jahre jünger, und plötzlich läuft es für sie nicht nur im Berufsleben wie geschmiert. Doch mit der Zeit droht das von ihr aufgebaute Lügengebäude ins Wanken zu geraten – und ob ihre Beziehung zu dem 26jährigen Josh eine Zukunft hat, wird auch immer fraglicher.

In den USA ging „Younger“ im letzten Jahr in eine siebte Runde – auf sixx war leider nach zwei Staffeln Schluss. Schade, dass bei uns der Erfolg ausgeblieben ist.

Erfolgreich dagegen konnte ich bisher doppelte Nennungen vermeiden – welche Fragen noch so gestellt wurden, zeigt diese Übersicht.