Die 5 Besten am Donnerstag : Meine Top Five – Filme aus 2020 – chronologisch *) sortiert

Manchmal ist es doch gut, monatliche Rückblicke zu schreiben – denn jetzt sucht Gina bei den Besten am Donnerstag nach den fünf Filmen, die uns im letzten Jahr am besten gefallen haben. Klar, dass das auch ältere Filme sein können, denn Corona hat mir als Gurke des Jahres den Kinospaß komplett verhagelt, und mein Ergebnis bezieht sich daher auf meinen DVD-Konsum.

Aus 131 Filmen fünf auszuwählen, klingt auf Anhieb schwierig. Aber nicht, wenn man so clever war, die beeindruckendsten im jeweiligen Monat entsprechend zu kennzeichnen. *) In der Reihenfolge, in der ich sie gesehen habe, kommen hier …

Jojo Rabbit

Der Februar bescherte mir ein ganz besonders Filmerlebnis. Ein wunderschönes Kino, das ich noch nicht kannte, und dann ergatterte ich ausgerechnet noch das letzte Ticket für eine proppenvolle Vorstellung – kein Wunder, denn die Geschichte des zehnjährigen Hitlerjungen Jojo Betzler, der den Führer zum imaginären Freund hat und der eines Tages entdeckt, dass seine Mutter (Scarlett Johansson) ein jüdisches Mädchen versteckt, fand ich schon im Trailer herzerwärmend und absurd zugleich. Ein Gefühl, dem auch viele andere folgten und an diesem Abend nicht enttäuscht worden sind.

The Breakfast Club

Der Klassiker aus den Achtziger Jahren über fünf Schüler, die samstags nachsitzen müssen und im Verlauf der Strafaktion erkennen, dass sie alle gegen Vorurteile kämpfen und mit persönlichem Druck klarkommen müssen. Ein Film, den ich immer wieder gerne sehe, weil auch die Besetzung für mich Top war: Ally Sheedy als die Seltsame (irgendwo zwischen Goth und Emo), Judd Nelson als der Rebell, Molly Ringwald als die „Prinzessin“ … allerdings bezweifle ich, dass die an diesem Tag gewonnene Erkenntnis den Härtetest im nahenden Alltag besteht.

Alles steht kopf

Diese Reise ins Gehirn einer 12jährigen hat es in sich. In der Kommandozentrale bricht das Chaos aus, als durch ein Missgeschick Kummer und Freude in den Tiefen des Unterbewusstseins verschwinden und die Kollegen Ekel, Angst und Wut nun auf sich allein gestellt sind. Für die Verschollenen gerät der Rückweg zum Wettlauf gegen die Zeit – für mich einer der besten Animationsfilme, das auf DVD noch durch nette Extras ergänzt wird. Zum Brüllen fand ich auch die kleinen Sequenzen im Abspann, die zeigen, was im Hirn von Hund und Katz vor sich geht.

The Artist

Die Filmindustrie im Umbruch: Der Stummfilm wird vom Tonfilm abgelöst und bedeutet für so manche Stars der Zwanziger Jahre das Aus. So auch für den alternden Star George Dujardin, der einen Misserfolg nach dem anderen erlebt, und als er ganz unten ist, hat die zum Superstar aufgestiegene Komparsin Peppy, die in ihn verliebt ist, die zündende Idee. Der Film ist erst ein paar Jahre als, aber wirkt wie ein Stummfilm aus den „Goldenen Zwanzigern“. Für mich einer der besten dieses seltsamen Jahres.

Die Taschendiebin

Was mich an diesem spannenden Werk fasziniert hat, war nicht nur die Kulisse im Südostasien der 30er Jahre, sondern die Wendungen, die mich mit offenem Mund vorm Fernseher zurückließen.

Falls hier jemand „Parasite“ oder „Midsommar“ vermisst hat, so sind diese genauso knapp an den Top Five vorbeigeschrammt wie „Midnight in Paris“ und „The Peanut Butter Falcon“, und zwar aus verschiedenen Gründen. Hier hätte es eine Top Ten gebraucht