ABC-Etüden – Woche 6 & 7 – Etüde 1 : Pay peanuts, get monkeys

Schon Februar, uiuiui – das ging fix. Für die aktuellen Etüden auf Christianes Blog hat wortman die folgenden drei Wörter gespendet: Affe –neu–blockieren.

Sie in einen Text mit höchstens 300 Wörtern zu verpacken, ist eine neue und spannende Herausforderung für mich, für die mir zwei Wochen bis zur nächsten Etüde bleibt. Bleibt zu hoffen, dass ich mich nicht zum Affen mache, weil zu viele Ideen mein Hirn blockieren… (ups, so war das nicht geplant – alle drei Wörter schon im Vorwort).

Okay, hier kommt nun die tatsächliche Etüde…

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Pay peanuts, get monkeys

Verärgert donnerte Lucy den Hörer auf die Gabel. Schon wieder ein Reinfall – die Gehaltsvorstellungen mancher Firmen waren lächerlich. Einen Ferienjob zu finden, hatte sie sich einfacher vorgestellt. Dabei hatte ihr Jahreshoroskop so verheißungsvoll geklungen: „Gute Aussichten für alle Affe-Geborenen – im neuen Jahr stellen Sie sich neuen Herausforderungen, um sie mit Bravour zu meistern, sowohl beruflich auch in Liebesdingen.“

Was für ein Geschwurbel! Bis jetzt ließ der finanzielle Höhenflug noch auf sich warten. Statt dessen herrschte Ebbe in ihrer Kasse – da würde es ewig dauern, bis sie das Geld für den Führerschein beisammen hatte. Schade, und dabei hätte sie ihren Liebsten auf eine Fahrt mit Mamas Cabrio eingeladen, doch das konnte sie nun vergessen. Es würde Weihnachten werden…

Der Knall einer Tür ließ Lucy hochschrecken.

„Mann, Mann, Mann“, kam ihr Vater herein gepoltert und ließ sich aufs Sofa fallen. „Ausgerechnet jetzt muss unser Praktikant in den Sack hauen, wo Frau Hendricks gerade erst auf Teilzeit umgestiegen ist.“

Manfred Röder war der Verzweiflung nahe. Woher sollte er so schnell eine Aushilfe nehmen? Aufträge würden liegenbleiben, die Firma wäre auf Wochen blockiert. Womit er jedoch nicht gerechnet, waren seine Tochter und ihr Angebot, kurzfristig einzuspringen – vorausgesetzt, die Bezahlung stimmte. Aber war nicht am Ende alles verhandelbar?

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208 Wörter für meine erste reguläre Etüde im Februar.

Projekt ABC – C wie Chill-Out-Zone in Cairo

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Heute ist das C an der Reihe – mit Motiven aus meinem Fundus, nur wenige Meter voneinander entfernt: in bzw. bei der Jugendherberge in Würzburg, in der ich für ein Nähwochenende im Herbst 2018 übernachtet habe.

Und Chillen kann ich jetzt auch wieder, nachdem es meiner Mutter wieder deutlich besser geht und sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Dar war die beste Botschaft seit langem, mit der ich in dieses Wochenende aufbrechen durfte.

Übrigens war das mein letztes Nähwochenende dieser Art. Viel genäht habe ich seitdem nicht mehr. Das C ist hierbei in beiden Beschriftungen enthalten: 1) Sit in ’n chill out – 2) Cairo (das wäre auch ein Ziel für meine selbstzusammenstellte „Weltreise“ gewesen).