Die 5 Besten am Donnerstag : Meine liebsten Filmzitate

Yippieh-ya-yay, Schweinebacke! Im Merken von Filmzitaten oder darin, sie wortwörtlich wiederzugeben, bin ich ganz schlecht. Daher musste ich für die neueste Kopfnuss bei den Besten am Donnerstag auf Ginas Blog eine Weile in der Versenkung – äh, in den unendlichen Weiten des Internets – buddeln und habe meine Fundstücke auf ihre Anwendbarkeit in unterschiedlichen Lebenslagen getestet. Dabei bin ich zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen gekommen und habe auf eine wertende Reihenfolge verzichtet.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Nicht so hektisch übern Ecktisch! Die aktuelle Folge von „9-1-1 : Notruf LA“ hat mich darauf gebracht: als einer der Gangster nämlich partout allen anderen sein eigenes Tempo aufzwingen will. Hier nun das passende Zitat aus der Filmkomödie „Superstau“ aus dem Jahr 1991, aus dem Mund von Jan Fedder: „Feddich is nich feddich, wenn du sachst feddich, feddich is feddich, wenn ich sach feddich. Außerdem sind wir nich bei Aldi, sondern im Stau. Feddich.“ Habe fertig – Flasche leer.

Wenn man eine Rede halten muss

Flieht, Ihr Narren! Bei manchen Reden oder Ansprachen kommt es auch stark aufs Publikum an. Wenn man mit einem Teil der buckligen Verwandtschaft über Kreuz ist und dann auch noch so viele kommen, dass man den Überblick verliert, kann man schon mal wie Bilbo Beutlin ins Trudeln kommen. Oder war es am Ende eine Mischung aus Bosheit und Absicht? „Ich kenne die Hälfte nicht halb so gut, wie ich es möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.“ – bei dieser Ansprache zu Beginn von „Der Herr der Ringe – die Gefährten“ kommen so manche aus der zahlreichen Gästeschar ins Grübeln, wie das „Kompliment“ denn nun gemeint war.

Wenn man nicht weiß, was man bestellen soll

Das Gleiche – oder: Reden mit Händen und Füßen… In „Harry und Sally“ gibt es die eine Szene, in der Sally im vollbesetzten Restaurant dem verblüfften Harry eindrucks- und äußerst geräuschvoll demonstriert, wie man als Frau glaubhaft einen Orgasmus vortäuscht. Als sie mit ihrer Show fertig ist, folgt die Bestellung einer der am Nachbartisch sitzenden Dame auf dem Fuße: „Ich will genau das, was sie hatte.“ – Dagegen fiel meine Bestellung in einem Straßencafé in Paris geradezu harmlos aus, als ich nicht wusste, wie ein bestimmtes Getränk hieß und „Le même“ orderte, während ich dabei auf das Glas eines anderen Gastes deutete.

Wenn man eine gute Begründung braucht

Towanda! Es ist aber auch ein Kreuz mit der Parkplatzsuche; kaum hat man nach endlosem Gegurke schließlich einen gefunden, gibt es immer jemanden, der ihn einem vor der Nase wegschnappt. Dass die beiden Parkplatzdiebinnen in dem Drama „Grüne Tomaten“ die gestresste Evelyn auch noch verhöhnen, lässt bei der Übervorteilten sämtliche Sicherungen durchbrennen, und die sonst so schüchterne Evelyn wird zur autozerstörenden Furie, die die legendären Worte spricht: „Seht es ein, Kinder: Ich bin älter und viel besser versichert.“ Kann man machen, und ist auch verständlich – sollte man aber nicht, wenn einem seine Finanzen und sein Versicherungsschutz lieb sind.

Wenn man auf etwas hingefiebert hat

Vorfreude ist doch die schönste Freude. Von wegen: Da investiert man Stunden in die Zubereitung des Festessens, und dann ist es in weniger als zwanzig Minuten verputzt. Oder man sehnt sich den Urlaub herbei, und ehe man sich’s versieht, sitzt man auch schon wieder im Flieger in die Heimat – eine Situation, die die meisten von uns kennen dürften. Von wem das folgende Zitat aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ stammt, weiß ich nun wirklich nicht mehr, aber es fasst das von mir Gesagte exzellent zusammen: „Wissen Sie, das Glück ist wie die Tour de France. Man wartet so lange, und dann rast es vorbei.“ Diese Erfahrung habe ich zuletzt im Sommer 2019 machen dürfen, als zwei Wochen in Ontario und Québec wie im Flug vergingen und ich am liebsten John McClanes Statement aus „Stirb langsam – jetzt erst recht“ unterschrieben hätte. I had no idea Canada would be this much fun – obwohl er seine Worte bestimmt anders gemeint hat.

Das Beitragsbild stammt übrigens aus dem Hotel, in dem ich bei den Niagarafällen ganz feudal residieren durfte.

Und by the way – es gäbe noch so viele weitere Zitate, die mir auf der Zunge lagen, wie z.B. „Ich habe eine Wassermelone getragen“ (Dirty Dancing), „Ich könnte mich als Führer anbieten – nein Danke, heute nicht.“ (Der Wixxer), „Jeder nur ein Kreuz“ (Das Leben des Brian) oder „Jetzt nicht den Kopf verlieren! – Kopf verlieren, Kopf verlieren…. Aaaaaaah!“ (Hennen rennen), aber die fünf oben fand ich treffender – in diesem Sinne dann bis zum nächsten Mal, oder – wie der Terminator: Hasta la vista, baby.

12 Kommentare zu “Die 5 Besten am Donnerstag : Meine liebsten Filmzitate

  1. Ich habe noch zwei Kandidaten:
    „Dies ist ein Anblick, der bot sich mir noch nie zuvor.“ Auch Bilbo, aus Herr der Ringe
    „Dieses Schreibset will fliegen! – Hua, das erste unbemannte fliegende Schreibset!“ aus Der Club der toten Dichter – dort gibt es noch viele andere wunderbare Zitate

  2. Pingback: Die 5 besten Filmzitate – The Home of Horn

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