ABC -Etüden – Woche 16 & 17 : Etüde 1 – Die Reklamation, Teil 1

Für die aktuelle Etüde auf Christianes Blog stammt die Wortspende Pfanne, glücklich, trennen von Doro – eine neue Herausforderung, für die ich mich gerne von dieser hübschen, von Christiane entworfenen Illustration

habe inspirieren lassen.

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Die Reklamation, Teil 1

Da wurde doch der Hund in der Pfanne verrückt!

High-Tech hin oder her, aber bei sechshundert Euro für eine defekte Drohne hörte für Andy der Spaß auf. Schlimm genug, dass er seinen Plan, den lästigen Rivalen auszuspionieren, erst einmal auf Eis legen musste, aber es war der Umtausch, der ihn nervte: Sich samstags extra früh aus dem Bett quälen zu müssen, wenn er sich im Laden nicht stundenlang die Beine in den Bauch stehen wollte.

Und unter der Woche? No way – und nun ließ er sich an diesem Samstagmorgen mit dem Bus zur Fußgängerzone schaukeln, durch die er sperrige Paket schleppen durfte. Noch nie waren ihm die zweihundert Meter von der Haltestelle bis zum Laden so lang vorgekommen. An der Eisdiele legte er eine Pause ein. Erst mal eine rauchen…

Kurz vorm Ziel sah er ihn: Alex.

Nanu: Der alleine hier? Alex und Lucy waren doch so ein glückliches Paar – nichts konnte sie trennen. Jetzt aber bummelte Alex entspannt durch die Gegend, während Lucy sicher zu Hause hockte und keine Ahnung hatte, was ihr Liebster ohne sie trieb.

Andys Neugier war geweckt. Am liebsten wäre er dem Kerl sofort hinterher, doch da war ja noch das Paket. Andy sah Alex im nächsten Laden verschwinden. „Juwelier Bauer“ – Aktionswochen: Das konnte dauern, da drängten sich erfahrungsgemäß die Kunden schon um zehn in dem kleinen Geschäft. Wie praktisch, dass Andy schnell durchkam und eine gute Sicht auf das Juweliergeschäft hatte, während er auf seinen Einkaufsgutschein wartete.

Die Minuten zogen sich, doch noch hatte sich der Observierte nicht wieder blicken lassen. Als Alex wieder auftauchte, folgte er ihm aus sicherer Entfernung, doch er war nicht schnell genug: Wie zum Hohn stieg der Kerl in das einzige verfügbare Taxi. Keine Chance für Andy, ihn zu verfolgen.

Für Andy war der Tag gelaufen.

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Und so ist aus dieser Etüde eine Punktlandung mit genau 300 Wörtern geworden.

Projekt ABC – H wie Hunde

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Für das H bin ich gleich im selben Land wie beim G geblieben. Dieser Brunnen war nämlich mein Lieblingsplatz in Toronto. Das Flat-Iron-Building war direkt nebenan, und man konnte sich bei über 30°C an dem kühlen Nass erfrischen…

… und sich diebisch wie ein kleines Kind freuen, wenn man eine Fontäne zuhielt und sich bei einer anderen das Wasser unkontrolliert in alle Richtungen verteilte. Gut, dass da niemand stand und die unvorhergesehene Dusche abbekam. Genossen habe ich auch das Vertrödeln meiner Zeit unter Bäumen, während ich den Straßenmusikern lauschte.

Und zwischen all den Hunden die Katze zu finden…

… war ein Suchspiel, bei dem ich viel Spaß hatte und für das ich mich bei unserer Reiseleiterin bedankt habe. Hier ist sie, die Katze:

Cat Content ist nie verkehrt, aber ein kluger Mann namens Loriot sagte einst: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

Die Krönung ist jedoch der goldene Knochen auf der Spitze.

An diesem „tierischen“ Ausflug hatte ich jedenfalls meinen Spaß.