ABC -Etüden – Woche 16 & 17 : Etüde 3 – Die Reklamation, Teil 2

Meinen Beitrag zur aktuellen Etüde auf Christianes Blog (Wortspende – Pfanne, glücklich, trennen – von Doro) habe ich gesplittet.

So langsam bekomme ich Übung im Schreiben von Büchern. Auf Wattpad habe ich den Kurzroman „Als der Regen kam“ veröffentlicht, der beim #writing friday entstanden ist. Mehr und mehr Personen daraus tauchen in meinen Etüden und beim #writing friday auf, aber in einer chaotischen Reihenfolge. Um den Überblick nicht zu verlieren, werfe ich nun einen Blick auf das, was bisher geschah:

1) Glänzende Aussichten2) Fern der Heimat3) Der Neustart4) Die Standpauke5) Schatzsuche6) Der Ausflug7) Aus Rache8) Die Drohne9) Die Reklamation, Teil 1 – hier kommt nun der zweite Teil.

Und wer sich fragt, was mit den übrigen Puzzleteilen ist – die Auflösung folgt nach der Etüde.

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Die Reklamation, Teil 2

Auf den ersten Blick war Andy noch nie der Schnellste gewesen, aber kamen seine grauen Zellen erst in Fahrt – und das taten sie, als er die Verfolgungsjagd abbrechen musste und das Taxi seinen Blicken entschwand.

Klick, klick… Moment mal: Seit wann war unser Motorradheld aufs Taxifahren angewiesen? Und dann das Grinsen auf Alex‘ Gesicht beim Verlassen des Juweliers – hatte er seine Maschine versetzt, um das zu kaufen, was Andy vermutete? Läuteten demnächst bei den Röders die Hochzeitsglocken? Glücklich machte ihn diese Entwicklung nicht, doch er konnte seine finsteren Gedanken nicht mehr vertiefen, denn am Kiosk wartete bereits die nächste unliebsame Überraschung auf ihn.

Kaum elf, und David genehmigte sich den ersten Flachmann. Oder war er schon weiter? Wenn Andy sich an das Wochenende am See erinnerte, hatte David dem Wodka schon auffallend zugesprochen und verpennt, wie Julian…. Aber das war jetzt Nebensache, genau wie Lucys Herzblatt. Ändern konnte er daran nichts, aber dass sich David schon am helllichten Tag zulötete, das schon. Gute Freunde soll man niemals trennen?

Er wollte Tom ja nicht in die Pfanne hauen, aber auch noch privat Abstand von seinen beiden bisher besten Freunden zu nehmen, nachdem er als einziger von ihnen trotz Ehrenrunde das Abitur anvisierte, war sein Problem. Was die beiden anderen taten, ging ihn nichts an. Und genau deswegen hätte er David, den er schon seit dem Kindergarten kannte, nicht vernachlässigen und seinen eigenen Job vorschieben dürfen. Fürs Fitneßstudio hatte er ja auch Zeit, warum nicht für… So ging das nicht.

Anscheinend steckte David in ernsten Schwierigkeiten – höchste Zeit, über seinen Schatten zu springen und die Funkstille zu beenden, denn alleine würde er es nicht schaffen. Er musste Tom einweihen.

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Der zweite Teil ist 281 Wörter lang geworden. Ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zum Buch. Die restlichen füge ich nach und nach hinzu, damit der zeitliche Ablauf Sinn ergibt und ich nicht meinem neuen Projekt Nach dem Regen“ bei Wattpad in die Quere komme.

ABC -Etüden – Woche 16 & 17 : Etüde 2 – Nicht backen – Baden!

Für die aktuelle Etüde auf Christianes Blog stammt die Wortspende (Pfanne, glücklich, trennen) von Doro. Doch bevor ich Andy weiter auf Verfolgungsjagd schicke, widme ich mich einem schnellen Happen für zwischendurch.

Zur Abwechslung serviere ich ein kurzes Gedicht, in der Hoffnung, mit dieser Zwischenetüde nicht baden zu gehen.

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Nicht backen – Baden!

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Wie oft hab ich schon versucht,

Eier ordentlich zu trennen?

Doch es war nix zu machen.

Zefix, so’n Schiet, hab ich geflucht,

mich hingesetzt zum großen Flennen

und hingeworfen meine Sachen.

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Besonders glücklich war ich nicht

nach der letzten Niederlage

und verzog mich in die Wanne

Ich badete im Schummerlicht.

und plante für die nächsten Tage

ein Giga-Omelett aus der Pfanne.

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Und die Moral von der Geschicht?

Wer sie hier sucht, ist fehl am Platz,

und selber backen muss nicht sein.

Als Scherz gemeint ist dies Gedicht

mit Nonsens in so manchem Satz.

Darauf ein Bad bei Kerzenschein.

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Ich gestehe, keinen blassen Schimmer zu haben, wie man dieses Reimschema nennt, aber mit 99 Wörtern erfüllt diese Kreation die Bedingungen.

Media Monday # 512: Puzzel dir einen.

Ist das Wetter während meines ersten Urlaubs in diesem Jahr auch bescheiden, gibt es noch genügend Möglichkeiten, mir die Zeit zu vertreiben. Selbst die Schirn, die jetzt „überraschenderweise“ doch noch nicht ihre Pforten öffnet, kommt mit diesem Vorschlag um die Ecke:

Yay! Tolle Wurst, wenn das 1000teilige Mordillo-Puzzle fertig ist und das nach einer Vorlage angefertigte 500teilige Puzzle mit dem Starporträt (Punkt 2) als Motiv noch nicht da ist.

Die Lösung: ich kauf mir ein Escape-Room-Spiel mit vier 88teiligen Puzzles darin – da wird aus dem Einweg- ein Mehrwegspiel, denn die vier Bildchen aus dem einsamen Leuchtturm kann ich auch später ein weiteres Mal zusammensetzen, wenn ich komplett vergessen habe, wie die Motive ausgesehen haben.

Zusammengesetzt habe ich auch in diesem Urlaub wieder die sieben Lückentexte des Media Monday – ein steter Quell der Freude und Spannung.

Media Monday # 512

1. Worauf ich mich allabendlich freuen kann: Es ist jetzt abends länger hell.

2. Auch wenn er schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilt, Michael Hutchence vermag es noch immer, bei mir einen Pawlowschen Fangirl-Reflex auszulösen. Ein Gutschein für ein 500teiliges Puzzle hat dazu geführt, dass ich mir als Vorlage ein Porträtfoto von 1987 ausgesucht habe – auch wenn ich mich für diese haarige Aufgabe hinterher vermutlich selber in den Allerwertesten treten werde.

3. Der „Erfolgsdruck“, etwas Sinnvolles mit der persönlichen Freizeit anzustellen, führt dazu, dass ich gar nichts mache und mich hinterher frage, ob es das wirklich schon gewesen ist.

4. Ein Projekt, dem ich mich schon lange mal widmen wollte, ist das Bündeln meiner ABC-Etüden und diversen Beiträge zum #writing friday, in denen dieselben Personen vorkommen, zu einem Sammelband und das Ordnen in eine sinnvolle chronologische Reihenfolge. Das fühlt sich ein wenig wie Puzzeln an und ist wahrscheinlich ein Fass ohne Boden.

5. In Film und Fernsehen eine früher gelebte Realität vorgeführt zu bekommen, seien es enges Beisammensein, innige Umarmungen oder einfach Menschenmassen, gibt mir ein merkwürdiges und mittlerweile auch nostalgisches Gefühl, aber das lässt sich noch locker auf die Spitze treiben mit Konzertmitschnitten aus den 80er und 90er Jahren – vorzugsweise solchen, bei denen sich 70.000 Leute im Wembleystadion gedrängt haben. Live Baby Live!

6. Spaghetti mit Tomatensoße ist für mich eines der besten Mittel gegen Hunger, und wenn’s mehrmal in der Woche ist. Hilft vielleicht nicht in jeder Situation, z.B. wenn man im Hotel um zwei Uhr nachts mit Jet Lag wach wird und es Frühstück erst ab halb sieben gibt, aber zu Hause habe ich immer einen Notvorrat da.

7. Zuletzt habe ich entdeckt, dass man bei einem Escape-Room-Spiel tatsächlich noch etwas neues lernen kann (vorausgesetzt man hat das richtige Spiel), und das war eine ideale Möglichkeit, mich mit meiner Freundin über unsere Erlebnisse bei diversen Flügen und Schiffsreisen auszutauschen, weil in diesem Spiel der Schauplatz des Spiels ein Flugzeug in Not war, dessen Pilot und Co-Pilot unserer Hilfe bedurften. Jetzt weiß ich endlich, wo Churchill liegt und welche Bedeutung der dortige Flughafen hat.