ABC -Etüden – Woche 16 & 17 : Etüde 8 – In Teufels Küche

Das Puzzle nimmt langsam Gestalt an – die aktuelle Wortspende (Pfanne, glücklich, trennen) von Doro für die Etüdensammlung auf Christianes Blog bietet ungeahnte Möglichkeiten, es zu vervollständigen.

Manchmal braucht es ein Ereignis wie in „Die Reklamation“ (Teil 1 und Teil 2) beschrieben, um voneinander getrennte Freunde wieder zusammenzubringen.

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In Teufels Küche

Tom hätte ja seinen bis dahin besten Kumpel ganz anders eingeschätzt, aber dass Andy ihm per WhatsApp schrieb, David hätte auch schon glücklicher ausgesehen, hatte ihm gezeigt, wie sehr Andy sich um den aus den Augen verlorenen Freund sorgte. Der einzige, der nicht wahrhaben wollte, wie es ihm wirklich ging, war David selber. Aber er war ja nun nicht mehr allein. Plötzlich isoliert zu sein, konnte einem schon zusetzen.

War das anstrengend gewesen, die Eltern davon zu überzeugen, dass an dem Schaden nicht Andy und David Schuld waren, sondern ganz allein Julian! Dass sie sich nach Andys Entdeckung in der Fußgängerzone nach und nach wieder zusammengerauft hatten, musste gefeiert werden – am besten mit einem Kurztrip nach New York.

„Doch warum so lange warten?“ hatte David eingeworfen.

Genau deswegen hatten sie sich an Andys Geburtstag, mitten im November auf dieses Escape-Room-Spiel eingelassen. Eine Stunde Zeit blieb ihnen, um den Ausgang zu finden. Sich zu trennen, um die Rätsel jeder für sich zu lösen, war nicht sinnvoll. Hier kam man nur gemeinsam ans Ziel – wie überaus passend. Zwei Drittel der Zeit lagen hinter ihnen, und sie waren bis jetzt auch gut vorangekommen. Wie gesagt, bis jetzt.

Teufels Küche – der Name war Programm: „Siedet die Teile in der Pfanne. Erratet ihr’s, heißt’s Volle Kanne.“

Was zum Teufel sollten sie hier sieden? Und sollten sie die Kanne wirklich wörtlich nehmen? Zefix, die Zeit lief ihnen so langsam aber sicher davon. So kompliziert hatten sie sich dieses Spiel nicht vorgestellt. Es war zum Haareraufen.

Es war David, der doch noch auf die richtige Lösung kam. Doch leider zu spät. Noch bevor er die dritte Zahl am Schloss in die Freiheit einstellen konnte, heulte die gefürchtete Sirene und erschütterte sie bis ins Mark, und damit auch ihre Hoffnung, das Spiel zu gewinnen.

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Und nochmal 300 Wörter (nein, mein Wortzähler ist nicht defekt) als Intermezzo für die Geschichte Nix zu verzollen (#writing friday, 6. Woche).

5 Kommentare zu “ABC -Etüden – Woche 16 & 17 : Etüde 8 – In Teufels Küche

  1. Ich bin von Etüde zu Etüde verblüffter, was da gerade alles aus dir heraussprudelt. Ich bin zwar noch weit davon entfernt, einen Überblick zu haben, aber ich bin fasziniert. 😁
    Weiter so, und viel Spaß! 😁
    Abendgrüße 😁🍷🥖👍

  2. Wow, es nimmt seinen Lauf und man hofft…. aber dann….
    Respekt für die rekordverdächtige Anzahl!!! Wow, so flüssig fließt die Geschichte dahin…. LG Doro

  3. Pingback: Schreibeinladung für die Textwochen 18.19.21 | Wortspende vom Bodenlosz-Archiv | Irgendwas ist immer

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