Die 5 Besten am Donnerstag : Die Wüste lebt!

Definieren Sie Wüste – laut Wikipedia sind das Gegenden ohne nennenswerte Vegetation, und es gibt sie nicht nur auf der Erde. Soviel zum aktuellen Thema bei den Besten am Donnerstag – Wüsten im Film sind also ein weites Feld, und wie immer zähle ich meine fünf Filme zu diesen ungastlichen Regionen ohne Wertung auf, gegliedert nach Wüstentypen.

1 – Die Eiswüste

In dem französischen Dokumentarfilm „Die Reise der Pinguine“ von 2005 wird die strapaziöse Wanderung von Kaiserpinguinen zu ihren Brutstätten in der Antarktis thematisiert. Um sich in die Tiere besser hineinfühlen zu können, wurden ihnen menschliche Stimmen und Dialoge verpasst. Davon mag man halten, was man will, aber auch ohne Ton bekommt man einen Eindruck von der Ungastlichkeit dieses Kontinents.

2 – Das australische Outback *)

In dem Roadmovie „Priscilla – Königin der Wüste“ von 1994 fahren drei Travestiekünstler (Terence Stamp, Hugo Weaving, Guy Pearce) mit einem ausrangierten Schulbus von Sydney nach Alice Springs, wo auf einen von ihnen ein Engagement wartet. Für Roadmovies, auf denen die Akteure vor Herausforderungen unterschiedlicher Art gestellt werden, bin ich immer zu haben, und wem die Geschichte bekannt vorkommt, liegt richtig. Ein Jahr später kam das amerikanische Remake mit Patrick Swayze, Wesley Snipes und John Leguizamo in die Kinos.

3 – Die Sandwüste

Zu „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ aus dem Jahre 2010 lieferte ein Computer- bzw. Videospiel die Vorlage. In den Hauptrollen dürfen Jake Gyllenhaal, Ben Kingsley, Gemma Arterton und Alfred Molina glänzen – und die Wüste bzw. das Persien des 6. Jahrhunderts wird hier tatsächlich grandios in Szene gesetzt. Spannung ist bei diesem Epos um den Prinzen Dastan, der seine Unschuld beweisen und verhindern muss, dass die Falschen die Macht über den Sand der Zeit erlangen, auf jeden Fall garantiert.

4 – Die Wasserwüste

Mit der dystopischen Produktion „Waterworld“ ist Kevin Costner 1995 im wahrsten Sinne des Wortes beinahe baden gegangen. In einer fernen Zukunft ist die Erde förmlich abgesoffen, festes bzw. trockenes Land ist ein kostbares und verzweifelt gesuchtes Gut – ähnlich den Oasen in nordafrikanischen Sandwüsten… An Auszeichnungen war für diesen Film das ganze Spektrum dabei – von den Nominierungen für die British Film Awards oder die Oscars bis hin zur Verleihung mehrerer goldener Himbeeren war alles dabei. Andere schnarchen bei diesem Streifen weg, ich fand ihn besser als erwartet.

5 – Ein ganzer Planet

Der wahre Klassiker des Sci-Fi-Genres sollte neu verfilmt werden – ich bleibe vorerst bei der Originalfassung von „Dune – der Wüstenplanet“, gedreht im Jahr 1984, unter der Regie von David Lynch. Ich hatte letztes Jahr erst das Vergnügen, und bei „Der Hobbit – die Schlacht der fünf Heere“ ein Déjà-Vu, als mich eine gewisse Szene fatal an die Sandwürmer auf Arrakis erinnert hat.

Und zum Schluss all die Filme, die mir hinterher noch eingefallen sind: Long Walk Home / The Day after Tomorrow / Der Marsianer – Rettet Mark Watney / die Mad-Max-Filmreihe / Tod auf dem Nil / Land der Pharaonen / Die Wüste lebt / Die Mumie *) auf ein in dieser Gegend gedrehtes Musikvideo, das ich vor einiger Zeit mit dem Beitragsbild verknüpft habe, verzichte ich an dieser Stelle