Cinema-Scope 2021 im Juni : der Monat mit dem Sommerloch

Hurra, hurra – ab 1.7. sollen die Kinos wieder geöffnet haben.

Und da ich jetzt nun auch seit dem 18. Juni geimpft bin, sollte einem Kinobesuch nichts mehr im Wege stehen. Ob’s die Vorfreude war oder mein Urlaub, ohne die Möglichkeit mir so viele DVDs wie in den Vormonaten anzusehen? Vielleicht waren aber auch die vielen Recherchen über das Leben im Alten Ägypten schuld, die mich dazu gebracht haben, mir Filme aus dem sogenannten Bildungsfernsehen zu gönnen, anstatt die Flucht in leichte Unterhaltung anzutreten. Daher gab’s diesen Monat für mich keine Spielfilme, aber dafür zwei Serien.

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+ Big Little Lies, Staffel 2 +++ Black Sails, Staffel 1 +++ Schwarze Adler +

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Big Little Lies, Staffel 2: Wohin das Verschweigen einer Straftat führt, zeigt die Fortsetzung von Big Little Lies, in der fünf Freundinnen Madeline (Reese Witherspoon), Celeste (Nicole Kidman), Bonnie (Zoë Kravitz), Jane (Shailene Woodley) und Renata (Laura Dern) zusammen- und anschließend dicht halten, als eine von ihnen Celestes Mann Perry (Alexander Skarsgård) die Treppe hinunterstößt und dieser dabei ums Leben kommt. Eine Tat, die das Leben der fünf Frauen und die Beziehungen untereinander nachhaltig verändert – und als ob es nicht schon reicht, dass sich die Freundinnen zunehmend von den polizeilichen Ermittlungen unter Druck gesetzt fühlen, sorgt die Mutter von Perry (Meryl Streep) für zusätzlichen Zündstoff, als diese sich berufen fühlt, um das Sorgerecht für ihre Enkel zu kämpfen. Für mich ist es bis heute ein Rätsel, warum der Sender „vox“ diese nicht so leicht konsumierbare Miniserie ohne Vorankündigung nach zwei Folgen sang- und klanglos aus dem Programm genommen hat.

Black Sails, Staffel 1: Was hat mir meine Schwester in den Ohren gelegen, mir die Vorgeschichte zu Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“ anzusehen – ich muss sagen, der Tip war nicht der schlechteste. Spannende Piratengeschichten schaue ich mir doch immer gerne an. Leider hat es im Juni nur zu den ersten beiden Folgen gereicht.

Schwarze Adler: Die Dokumentation, die noch bis zum 17. Juli in der ZDF-Mediathek verfügbar ist, behandelt das Thema Rassismus im deutschen Fußball und die Anfeindungen, denen schwarze Fußballspieler wie Jimmy Hartwig (ein echter „Offenbacher Bub“), Erwin Kostedde (nach dem das Fanmagazin der Offenbacher Kickers benannt ist), Steffi Jones, Gerald Asamoah oder Patrick Owomoyela täglich ausgesetzt sind.

Das war es in dem vergangenen Monat. Mehr gibt es diesmal nicht – außer der Überraschung, die ich erlebt habe, als ich feststellen musste, dass ich den Film „Ballon“ seltsamerweise doppelt habe. Von den noch nicht gesehenen DVDs, die sich hier stapeln, sind jetzt noch „Ballon“, „Bombshell – das Ende des Schweigens“, „Kursk“, „Snowpiercer“, „Waltz with Bashirund die Blu-Ray aus der 30-Jahre-Jubiläums-Edition des INXS-Albums „KICK“ übrig – sechs Kandidaten, für jeden der sechs kommenden Monate.

Dienstags-Gedudel #75 : Reisefieber, Teil 29 – theoretisch überall…

… könnte dieser Ort liegen, denn eine Kasbah ist erst einmal nichts anderes als eine Festung, vorzugsweise in den Maghreb-Staaten. Mit dem Clash-Hit „Rock the Casbah“ von 1982 lege ich einen Zwischenstopp ein, bevor ich weiter nach Norden fliege.

Da bebt die Festung, und die Menge ist aus dem Häuschen, gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=02Sg9H2T_TQ&list=RD02Sg9H2T_TQ&index=0

Allerdings stammt diese Version, bei der ich vom Text nicht ein Wort verstehe, aber den Rhythmus und Umsetzung fast noch spannender finde als das Original, von dem algerischen Sänger Rachid Taha (18.09.1958 – 12.09.2018), den ich durch Zufall auf youtube entdeckt habe.