Media Monday #525 : Kino kulinarisch

„Kino kulinarisch“ hieß eine Reihe von Filmen, die von den dazu passenden Speisen und Getränken vor der eigentlichen Aufführung begleitet wurden.

In der 525. Ausgabe des Media Monday von Wulf geht es bei mir darum zwar nicht, aber filmische und kulinarische Genüsse beleuchte ich trotzdem darin – als Mischung aus teilweise unverhofften Einsichten und Fakten, die man von mir vermutlich schon erwartet hat.

Media Monday #525

1. Tomatensalat / Angriff der Killertomaten … Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und ich habe damit auch kein Problem, solange sich sogenannte Fans zivilisiert benehmen und sich mit Pöbeleien zurückhalten. Ein anderer Punkt sind Bewertungen auf IMDB, Metacritics oder Rotten Tomatoes – ich habe es mir zum Prinzip gemacht, mir einen Film anzuschauen, bevor ich auf solche Bewertungen schiele – wie oft ist es schon vorgekommen, dass ich einen Film, der dort komplett verrissen wurde, richtig gut fand oder wenigstens noch ganz okay für einen entspannten Fernsehabend, so wie zuletzt mit „Im Netz der Versuchung“ (Serenity) mit Anne Hathaway und Matthew McConaughey, der als „Film Noir“ angepriesen wurde, aber auf ein Verwirrspiel à la „The Truman Show“ hinauslief. Andererseits genieße ich die angeblichen „100% positive Resonanz, basierend auf 35 Bewertungen“ auf Rotten Tomatoes für einen Film wie „Mystify : Michael Hutchence“ eher mit Vorsicht.

2. Das Überraschungsmenü / Die Glücksjäger … Es kommt mir so vor, als ob es früher einmal Glückssache war, wenn man von einem bestimmten Konzert erfuhr – heute kommen die Informationen zwar schneller zu einem, aber dafür hat man oft das Problem, dass Karten schneller weggehen als warme Semmeln.

3. Feuerzangenbowle / Dinner for one … Silvester auswärts zu feiern – vielleicht in Hamburg – wäre ja auch mal eine Überlegung wert, schließlich muss ich mich dieses Jahr mit niemanden in der Familie abstimmen, wenn es um die Betreuung pflegebedürftiger Verwandten geht. Die Frage ist nur: gibt es eine Unterkunft für uns? Zur Not schlagen wir uns die Nacht auf der Straße um die Ohren und fahren mit dem ersten Zug wieder nach Hause.

4. Kürbissuppe / Halloween … Ich muss schon sagen, dass sich das lange Warten im Fall von manchen Spezial-Editionen gelohnt hat und bei anderen eher nicht. Nicht erwähnenswert ist die Likörvariante „Salted Caramel“, die einfach nur widerlich süß schmeckt – ein Volltreffer war dagegen die DVD-Box „Meilensteine des Horrorfilms“ mit 32 Filmen auf 12 DVDs, die Klassiker mit Vincent Price, Bela Lugosi und Christopher Lee enthält. Der Horrorctober ist gesichert.

5. Küche Down Under … Das auf DVD erschienene (und 2019 im Kino gezeigte) INXS-Konzert „Live Baby Live“, das am 13.7.1991 im Wembley-Stadion stattfand, wird mich wohl auch noch in Jahren begeistern können, denn die Band war in Bestform, das Stadion pickepackevoll, die Stimmung gut und Bild- und Tonqualität ausgezeichnet. Wie ein Musikjournalist schrieb, fühlt es sich so an, als befände man sich nicht mitten im Publikum, sondern direkt auf der Bühne. Aber wie dem auch sei, an diesem Film werde ich noch lange meine Freude haben.

6. Couscous / Die perfekte Kandidatin … Fernab von generischem Einheitsbrei und Retortenprodukten schätze ich Filme, die aus Ländern kommen, die man auf der cineastischen Weltkarte nicht vermuten würde – zuletzt habe ich eine deutsch-saudische Produktion auf DVD angesehen, die ich letztes Jahr wegen Corona im Kino leider ausfallen lassen musste.

7. Chicken Wings / Hennen rennen … Zuletzt habe ich mit verschiedenen Marinaden bei Hähnchen aus dem Backofen herum experimentiert, und das war sensationell gut, weil ich mit Zitrone, Basilikum, Öl, Tabasco, Paprika und Ahornsirup (natürlich nicht alles davon auf dasselbe Hähnchenteil) nicht viel falsch machen konnte. Am Ende haben mir die Hähnchenschenkel mit Ahornsirup und grünem Tabasco besser geschmeckt als die mit Zitrone und Basilikum.