Media Monday #526 : Wenn’s mal wieder länger dauert

Gut gemeint, ist nicht immer gut gelungen.

Das Konzept, bei der Kartenbestellung seine Kontaktdaten zu hinterlegen, kann ich beim Onlinekauf von Kinokarten weitgehend nachvollziehen – es wird nur dann blöd, wenn schon zum zweiten Mal keine Bestätigungsmail kommt und man beim Einlass auf einem QR-Code beharrt, den ich im speziellen Fall nicht habe.

Noch blöder ist, wenn der Onlinekauf gar nicht notwendig gewesen wäre, weil es eine Kasse gibt, an der man wie früher seine Karten kaufen kann. Dass nach dem zeitraubenden Prozedere, mir anhand der abfotografierten Auftragsbestätigung ein Ticket in Papierform auszustellen, dann auch noch jemand auf meinem Platz saß, hat diesem eher nicht so tollen Erlebnis die Krone aufgesetzt. Zum Glück fand sich dann doch noch ein Plätzchen für mich, auf dem ich nicht nur sehr gut sah, sondern ich auch noch genug Abstand zu den anderen Gästen hatte.

Abgesehen von dieser Panne war es ein vergnüglicher Abend – was es sonst noch nennenswertes gibt, habe ich in den aktuellen Lückentexten des Media Monday Nr. 526 festgehalten.

Media Monday #526

1. Schon schön, dass es seit dem 1. Juli wieder möglich ist, ins Kino zu gehen und auch, dass man während des Films auf seinem Sitz die Maske nicht tragen muss – nur an der Art und Weise, wie das mit dem Kartenerwerb läuft, könnte man hier und da noch feilen – wie eingangs beschrieben. Welcher Film das war? Here you go:

Smells like teen spirit – https://www.youtube.com/watch?v=CcD2ACWJek8

2. Es wäre schon ein mutiger Schritt gewesen, wenn ich schon früher mit der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit für den kommenden Jahreswechsel begonnen hätte – mutig, weil ich a) nicht weiß, ob ich an Silvester frei bekomme und b) niemand sagen kann, ob wir wegen Corona doch zu Hause bleiben müssen – und dann sind im Zweifelsfall die teuer investierten Euros futsch für nix. In dieser Hinsicht war ich schon 1999 in meinem Cornwallurlaub mutig, weil ich außer meinen Flugtickets und einem Mietwagen mitten im Juli nichts organisiert hatte – und 2019 in Berlin, als ich einfach Karten für das Festival „Down Under Berlin“ buchte, ohne eine Unterkunft festgemacht zu haben.

3. Fast jeder Film mit Wallace & Gromit ist ein herrlich abgedrehtes Vergnügen, denn die Verfolgungsjagden sind einfach zum Brüllen – sei es das Einfangen des verbrecherischen Pinguins in „Die Techno-Hose“, die Schafspyramide auf dem Motorrad in „Unter Schafen“ oder das Karussellflugzeug mit Münzeinwurf in „Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“.

Fast so gut wie der chinesische Nationalcircus – https://www.youtube.com/watch?v=YC-MR84S1H8

4. Bei mir punktet man mit richtig gutgemachten Coverversionen eigentlich immer, denn im besten Fall können die noch das Original toppen – dann freue ich mich sogar, wenn es sich um die Neuinterpretation eines Songs meiner Lieblingsband handelt, wie zum Beispiel diese:

Paloma Faith goes INXS – https://www.youtube.com/watch?v=dCYtesyE7OA

Keine Coverversion, aber eindeutig „Inspired by“ heißt es auch bei dieser Kandidatin, die nach Fertigstellung des Albums den Urhebern des rhythmusgebenden Riffs die Rechte an dem Song zugesprochen hat (the credits go to Andrew Farriss & Michael Hutchence):

Inspired by „need you tonight“ – https://www.youtube.com/watch?v=Nj2U6rhnucI

5. Paloma Faith mit ihren extravaganten Kostümen und Bühnendekorationen mag alles andere als konventionell sein, aber so gerne ich ihre Musik auch höre, ist für mich doch nicht alles von ihr das Gelbe vom Ei.

Quizfrage am Montag – von welcher Serie wurde das Video (https://www.youtube.com/watch?v=yDFu4iCpTo8) offensichtlich inspiriert?

6. Kann es sein, dass ein Großteil der für nach Corona angekündigten Filme gar nicht erst den Weg auf die Kinoleinwand schafft? Die Frage habe ich mir heute gestellt, als meine Schwester darüber nachgrübelte, wann man sich denn nun den U2-Film „Heartland“ ansehen kann.

7. Zuletzt habe ich mir den zweiten Kinobesuch in diesem Monat gegönnt, und das war mit „Black Widow“ mal etwas ganz anderes, weil ich mit Filmen aus dem Marvel-Universum bisher noch nicht viel anfangen konnte – aber ich fand den Film richtig spannend und hervorragend besetzt. Eigentliche Überraschung für mich: Florence Pugh als Yelena, Natasha Romanoffs Schwester, die ihre Rolle so herrlich sarkastisch spielte und durch einen trockenen Humor glänzte.