Dienstags-Gedudel #84 : Reisefieber, Teil 38 – the dark side of the earth

Und in der Zwischenzeit werfen wir mal einen Blick auf die entgegengesetzte Seite unseres Erdballs. Welchen Kontinent hatten wir noch nicht?

Diese Frage lässt sich ohne viel Hirnschmalz beantworten. Nach der Arktis muss jetzt die Antarktis kommen, und weil sich ein großer Künstler würdevoll vor dem arktischen Sommer so elegisch-klassisch und minimalistisch zugleich verneigt hat, kommt jetzt das Kontrastprogramm, derweil es 180 Breitengrade weiter südlich dunkel und ungemütlich wird.

eisige Welten, im Studio – gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=6spo7eMQcJ4

Der Klappentext zu Elke Heidenreichs Buch „Am Südpol, denkt man, ist es heiß“ verrät, warum Pinguine stets so elegant wirken – sie warten auf ein anlegendes Opernschiff und darauf, in den Genuss von „La Traviata“ zu kommen. Aber was es heute zu hören gibt, ist keine Oper, sondern „Nordpol Südpol“ von Jupiter Jones.

Eine Zufallsentdeckung, die ich auf youtube machen durfte. Die Eisbären gehören allerdings nicht auf diesen Kontinent, sondern führen zurück zur 37. Station, der Arktis.

Cinema-Scope 2021 im August : An Action!

Kaum habe ich den Action-Monat August mit der Lethal-Weapon-Filmreihe eingeläutet, zieht RTL 2 mit der Stirb-Langsam-Reihe nach. Aber mit meinem Statement Nr. 6 vom 527. Media Monday (Ließe man mir die freie Wahl zwischen einer Statistenrolle in „Lethal Weapon“ oder „Die Hard“, sofern ich eine Zeitmaschine hätte, würde ich mich für den ersten Film entscheiden) war ich schneller, ätsch! Aber erst mal der Reihe nach: Bevor wir am 1. August mit der Quadrologie angefangen haben, mussten wir erst mal Black Sails zu Ende bringen.

Dieser Punkt ist abgehakt – aber wann wir die zweite Staffel folgen lassen, ist noch ungewiss – denn nach den Klassikern mit Mel Gibson und Danny Glover ist erst einmal Game of Thrones an der Reihe (jetzt, wo der Sommer fast schon vorbei ist).

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Lethal Weapon 1 – Zwei stahlharte Profis & Lethal Weapon 2 – Brennpunkt LA ++ Man on Wire – der Drahtseilakt ++ American Sniper ++ Escape Room ++ Snowpiercer ++ Lethal Weapon 3 – Die Profis sind zurück ++ Face/Off – Im Körper des Feindes ++ Mad Max ++ Escape Room 2 – No way out ++ Mad Max II – Der Vollstrecker ++ Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf ++ 12 Monkeys

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Lethal Weapon 1 (1987) & Lethal Weapon 2 (1989): Ausgerechnet an seinem 50. Geburtstag bekommt Roger Murtaugh (Danny Glover) vom LAPD einen neuen Partner – den selbstmordgefährdeten Martin Riggs (Mel Gibson), der unter dem Unfalltod seiner Frau leidet und bei seinen Einsätzen den Falschen in die Quere kommt. Im ersten Film der Reihe kommen sie einer Gruppe heroinschmuggelnder CIA-Söldnern auf die Schliche, im zwei Jahre später gedrehten Nachfolger legen sie sich mit südafrikanischen Diplomaten an, die sich bei ihren Drogengeschäften hinter ihrer politischen Immunität verstecken. Die Lage eskaliert, als Riggs erfährt, unter welchen Umständen seine Frau damals wirklich ums Leben gekommen ist… Als ich die Box mit der gesamten Filmreihe im Laden gesehen habe, musste ich einfach zugreifen – und „Brennpunkt L.A.“ ist für mich das absolute Highlight darin.

Man on Wire – der Drahtseilakt (2008): Kein Spielfilm wie „The Walk“ aus dem Jahr 2015 von Robert Zemeckis, sondern ein Dokumentarfilm von James Marsh über Philippe Petit, den Mann, der zusammen mit einer Gruppe von Freunden 1974 in einer Nacht- und Nebelaktion ein Drahtseil zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers spannte, um anschließend darauf einen illegalen Hochseillauf hinzulegen. Dokumentarfilm mag ja zunächst vielleicht nicht so spannend klingen, doch der auf youtube verfügbare Film in Originalsprache (englisch und französisch) ist aufgezogen wie ein Heist Movie und enthält Filmmaterial über die Vorbereitungen zu dem riskanten Coup. Die vielen Interviews mit allen Beteiligten fand ich überaus spannend – sie ließen mich vergessen, wie rudimentär meine französischen Sprachkenntnisse bisher waren.

The Script und ihr musikalischer Drahseilakt – https://www.youtube.com/watch?v=QV62YRpIeUA

American Sniper (2014): Schrödingers Drama wäre auch ein Kandidat für die letzte Ausgabe von „Die 5 Besten am Donnerstag gewesen“ – der 132 Minuten lange Film von Clint Eastwood mit Bradley Cooper in der Hauptrolle hat die Lebensgeschichte des von einem Veteranen ermordeten Navy-SEALs Chris Kyle zum Thema; unterbrochen werden Kyles Aufenthalte im Kriegsgebiet durch die Zeiten mit Frau und Kindern in der Heimat, bei denen schnell klar wird, dass er nie wirklich zu Hause angekommen ist, sondern sich immer noch im Krieg befindet und er deshalb mit dem zivilen Leben überhaupt nicht mehr zurechtkommt – Posttraumatische Belastungsstörung wäre meine laienhafte Diagnose, aber professionelle Begleitung kommt hier so gut wie gar nicht vor. Bezeichnenderweise wird Kyle (auf dessen Konto als Scharfschütze 160 Tötungen gehen) dann auch bei einem seiner vier Einsätze im Irak mit „Willkommen zu Hause“ begrüßt. „Schrödingers Drama“ kam mir in den Sinn, weil man den Film als Pro- und auch als Anti-Kriegsfilm sehen kann. Dementsprechend kontrovers haben ihn auch andere aufgenommen. Ich tendiere wegen der Auswirkungen, die dieser fern der Heimat stattfindende Krieg auf alle Beteiligten hat, eher zur Anti-Fraktion.

Escape Room (2019): Weil wir gerne Rätsel lösen, spielen meine beste Freundin und ich seit einiger Zeit diese „Einmal-Exit-Games für zu Hause“, bei denen es nichts zu gewinnen gibt – ganz im Gegensatz zu diesem Escape Room in dem gleichnamigen Horrorfilm von 2019, der mich in Ansätzen an „Cube“, „SAW“ oder „Hostel“ erinnerte. Da winken den ausgewählten Spielern 10.000 Dollar, doch schnell wird ihnen klar, dass es hier um mehr geht, als nur zu entkommen, nämlich um ihr Leben… Gut, dass ich der in einem Würfel versteckten, als Aufforderung getarnten Einladung nicht nachkommen musste, denn ich wäre relativ schnell auf der Strecke geblieben, obwohl mir die Bedeutung einiger Hinweise gleich zu Beginn klar war oder ich bei anderen ein seltsames Gefühl hatte, das ich aber nicht benennen konnte. Aber eins weiß ich jetzt schon: Ich fand diesen Psycho-Horror so spannend, dass ich mir vorgenommen habe, die am 19. August ins Kino kommende Fortsetzung (Escape Room 2 – No Way Out) anzuschauen.

Das Logo der Firma, die diesen Escape Room betreibt.

Snowpiercer (2013): Globale Erwärmung ist Schnee von gestern in dieser Dystopie – nachdem ein Versuch, sie mit Hilfe einer in die obere Atmosphäre gesprühten Substanz einzudämmen, gründlich schiefgegangen ist, hat eine neue Eiszeit die Erde fest im Griff. Ein von einem Perpetuum Mobile angetriebener Zug dient den Überlebenden als Arche, die nach dem Metropolis-Prinzip aufgebaut ist: an der Spitze des Zuges sitzen die Herrschenden und Privilegierten, alle anderen Ränge verteilen sich in absteigender Reihenfolge nach hinten, und ganz am Ende des Zuges hausen alle, die von denen an der Spitze als Abschaum betrachtet werden und von bewaffneten Securityleuten in Schach gehalten werden. Wenn es Wilford (Ed Harris), dem Erbauer des Zuges und seiner Ministerin Mason (Tilda Swinton) ginge, würden alle an dem für sie bestimmten Platz bleiben, doch nach 18 Jahren hat Curtis Everett (Chris Evans) genug von den erbärmlichen Zuständen in den überfüllten, letzten Waggons, und er plant, mit einer Gruppe Aufständischer die Kontrolle über die den Zug antreibende „ewige Maschine“ zu übernehmen… East meets West – diesen „Leftover“ aus dem letzten Jahr hatte ich noch auf Festplatte – angesichts der sommerlich hohen Temperaturen war die in einer Eiswüste spielende Dystopie von Regisseur Bong Joon-ho bestimmt nicht die schlechteste Wahl.

Lethal Weapon 3 (1992): Diesmal sitzen die Bösen in den eigenen Reihen der Polizei und bringen Waffen und eine ganz spezielle Munition mit besonderer Durchschlagskraft, Copkiller genannt, in Umlauf. Mit tödlichen Folgen für den besten Freund von Roger Murtaughs Sohn Nick und einen jungen Polizisten, den es an seinem 22. Geburtstag erwischt. Trotz verschiedener Gags im Zusammenhang mit dem Nebenplot, in dem Riggs versucht, das Rauchen aufzugeben und Anspielungen auf die Filme davor fand ich diese Fortsetzung nicht ganz so spannend wie Teil 2 der Reihe.

Face/Off – Im Körper des Feindes (1997): Nur nicht den Kopf verlieren! Wenn ein FBI-Agent (John Travolta) den Körper mit einem im Koma liegenden Terroristen (Nicolas Cage) tauschen soll, um aus dessen Bruder Informationen über eine Zeitbombe herauszubekommen, die bald detonieren und ganz L.A. auslöschen könnte, so klingt das nach einem ausgeklügelten Plan. Dumm wird es nur dann, wenn der komatöse Troy plötzlich erwacht, die für den Tausch Verantwortlichen ausschaltet, um auf Agent Archer Jagd zu machen und zwar immer noch die Bombe im Fokus hat, aber leider auch weiterreichende Pläne hat. Aufgenommen habe ich den Thriller von John Woo vor einigen Wochen aus dem Spätprogramm eines privaten Fernsehsenders.

Gesichterwechsel in einer Umrundung – der Song im Film : https://www.youtube.com/watch?v=7kx55uEmIl8&t=23s

Mad Max (1979): Endzeitspektakel mit Crash-Garantie. „Ich habe Angst, so zu werden wie die…“ – in einer nicht näher definierten Zukunft befindet sich die Polizei im Kampf gegen mordende Banden, die auf den Straßen Angst und Schrecken verbreiten und auf zwei oder vier Rädern alles umnieten, was ihnen in die Quere kommt. Als bei einer Verfolgungsjagd der aus dem Gefängnis ausgebrochene Kopf einer ganz bestimmten Motorradgang umkommt, schwören die übrigen Mitglieder Rache. Als erstes erwischt es den Kollegen des Polizisten Goose, dem Freund von Max (Mel Gibson), und als die selbe Gruppe von Marodeuren dann auch noch die Familie von Max umbringt, begibt sich dieser seinerseits mit einem 600 PS starken umgebauten Ford auf einen erbitterten Rachefeldzug.

Escape Room 2 – No way out (2021): Noch größer, noch spektakulärer. Dabei sieht zunächst nichts danach aus, als Zoey und Ben auf die Reise nach New York begeben, um den Machern der perfiden Minos-Escape-Rooms das Handwerk zu legen. Doch nachdem jemand ihren U-Bahn-Waggon vom Rest des Zuges abkoppelt, wird ihnen klar, dass sie und ihre Mitfahrer sich schon mitten im Spiel befinden. 88 Minuten Hochspannung… meinetwegen könnte dieses als Psychohorror bezeichnete „Turnier der Champions“ auch als Thriller durchgehen – keine Sekunde lang habe ich mich gelangweilt oder mich dabei ertappt, wie ich nach Logiklöchern suche (was bei dem Tempo, in dem es von Szene zu Szene vorwärts ging, auch so gut wie unmöglich war – und damit entfiel für mich auch das Miträtseln, so wie im Vorgänger „Escape Room“, den ich vor zwei Wochen auf DVD gesehen habe).

Suchen Sie nach versteckten Hinweisen, auch wenn Ihnen die Zeit wegläuft – https://www.youtube.com/watch?v=RHStNEH40Ic

Vielleicht finde ich die Hinweise auf DVD schneller, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass bei dem ein oder anderen Twist in zwei Jahren ein dritter Teil folgen könnte und ich dann auch wieder im Kino sitze.

Mad Max II – der Vollstrecker (1981): Noch mehr Chaos – noch mehr Trümmer. Eine Ordnung gibt es Jahre später in einer trostlosen Zukunft, in der Leute wegen ein bisschen Benzin jederzeit ihr Leben verlieren können, schon lange nicht mehr. Kein Wunder, dass die Nachricht, es gäbe irgendwo im Outback eine zur Festung ausgebaute Raffinerie nicht nur jede Menge brutale Gesetzlose anzieht, sondern auch Ex-Polizist Max Rockatansky, dem so langsam der Sprit ausgeht. Eigentlich wollte der den Festungsbewohnern nur einen Deal anbieten, um selbst wieder mobil zu werden, doch dann entscheidet er sich dafür, den Verzweifelten, die sich zweieinhalbtausend Meilen nach Norden absetzen wollen, im Kampf gegen die Verbrecher beizustehen. Waren im Vorgänger noch Schusswaffen, mit mörderischem Tempo gesteuerte Fahrzeuge oder der Einsatz von Feuer die erste Wahl bei den Waffen, kommt jetzt eher vorsintflutliches Arsenal zum Einsatz: Hier fliegen Bumerangs fast genauso häufig wie aus allen möglichen Quellen abgefeuerte Pfeile. Diesen Teil kannte ich übrigens noch nicht.

Lethal Weapon 4 (1998): Zum Abschluss der Reihe stehen diesmal die chinesische Mafia (mit Jet Li als Oberbösewicht) und die Familienplanung von Roger Murtaugh und Martin Riggs im Fokus, die zwischenzeitlich zu Captains befördert werden: Ersterer wird Großvater, ohne zu wissen, dass er bereits einen Schwiegersohn hat (einen von der nervigen Sorte) – und letzterer sieht der Geburt seines ersten Kindes entgegen und zermartert sich das Hirn, ob er seine Liebste heiraten soll oder nicht. Dass diese genauso unentschlossen ist wie er, macht die Entscheidungsfindung nicht leichter. Natürlich dürfen im letzten Film Gags und Verfolgungsjagden nicht fehlen. Riggs verfolgt die Fluchtautos schon wieder zu Fuß? Falsch gedacht – diesmal hängt er sich sich im wahrsten Sinne des Wortes an einen Truck und kann bei der Gelegenheit schon mal die Belastungsfähigkeit von Folie testen… Stellenweise hatte der Film seine Martial-Arts-Momente, und ich fand ihn gelungener als den Vorgänger.

Tina Turner in Action – https://www.youtube.com/watch?v=dc3IEdllaxc

Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (1985): Fürchtet das Glücksrad! Nochmal zwei Jahrzehnte später. Der dritte Teil der Reihe war tatsächlich der einzige, den ich damals im Kino gesehen habe. Grund für den Kinonachmittag: Tina Turner. Die spielt die Aunty Entity, die als Herrscherin über Bartertown, einer Oasensiedlung, gerne den erpresserischen Master Blaster loswerden will und ihre Chance gekommen sieht, als ihrder durch die Wüste irrende Max vor die Füße fällt. Ein Zweikampf in der Donnerkuppel soll es richten, doch zu ihrem Ärger verläuft das Duell nicht so wie gedacht, und so lässt die Rache der Dame nicht lange auf sich warten.

12 Monkeys (1995): Selbserfüllende Prophezeihung oder Zeitschleife? Als Wissesnschaftler James Cole (Bruce Willis) aus dem Jahr 2035 in das Jahr 1996 zurückschicken, um den Ausbruch eines die Menschheit auslöschenden Virus zu verhindern, können sie nicht ahnen, dass nicht nur bei den Zeitreisen etwas schiefgeht, sondern dadurch ein Teufelskreis in Gang gesetzt wird. Nach all der Action hatte ich Lust auf einen Science-Fiction-Film, der mich stellenweise rein optisch an „Brazil“ (einem weiteren Film von Terry Gilliam) erinnert hat – gesehen habe ich ihn vor Jahren schon einmal, aber erst jetzt war ich in der Lage, alle Puzzlestücke, die mich damals verwirrt haben, richtig zusammenzusetzen.

Wenn ich rückblickend sagen müsste, welcher Film ich in diesem Monat am besten gefallen hat, schwanke ich zwischen drei Filmen: 12 Monkeys, Snowpiercer und Face/Off – Im Körper des Feindes. Für Dystopien und alles, was in Richtung Science Fiction geht (Zeitreisen, Identitätstausch u.ä.) bin ich nämlich immer zu haben. Unter dem Aspekt müsste ich dann dieses Trio noch um mindestens einen Film der Mad-Max-Reihe erweitern, aber tatstsächlich fand ich den zweiten am schwächsten. Aber Schwund ist ja irgendwo und irgendwie immer. Jetzt muss ich nur noch ein griffiges Motto für den kommenden Monat finden, und die Auswahl der richtigen Filme und/oder Serien kann beginnen.

Media Monday #531 : Reisefieber

Ganz im Zeichen des Findens der idealen Möglichkeit für kommendes Silvester hat der vergangene Sonntag gestanden – eine Suche, die einem Fass ohne Boden gleicht. Unübersichtliche Seiten gibt es zuhauf, und am Ende sind wir dann doch bei einem Hotel gelandet, das ein uns auf den ersten Blick zusagendes Paket offeriert – jetzt muss das Angebot nur noch verfügbar sein und die Zeiten für das Ein- und Auschecken in unsere Pläne passen, dann stehen die Chancen gut, dass wir dieses Jahr mal nicht zu Hause Silvester feiern, sondern mit Blick auf eine hübsche Altstadt und Weinberge.

Thematisch passt dann mein heutiger Beitrag zu den Plänen von Wulf und seiner frisch Angetrauten, die in die Flitterwochen starten (oder sich schon darin befinden). Nachträglich nochmal herzlichen Glückwunsch – so, nun aber zum Media Monday Nr. 531

Media Monday # 531

1. Eine meiner schönsten Erinnerungen ist die fünftägige Reise in Schottlands Hauptstadt, direkt im Anschluss an meine Hochzeit, die für meine Verwandtschaft und Kollegen völlig überraschend kam – dass wir bei unserer Ankunft am Zielflughafen mit Feuerwerken zum 5. November empfangen wurden, hatte von uns beiden niemand gewusst, und darum war diese Überraschung für meine Mann und mich damals einfach wunderbar.

2. Und was ich nie vergessen werde, sind unsere gemeinsamen vier Wochen in Schottland und England sieben Jahre später.

3. Manchmal kann ich ja manchmal selbst kaum glauben, dass die gemeinsame Zeit mit ihm sich über ein Drittel meines Lebens erstreckt hat.

4. Wäre es nicht so unglaublich, man würde meinen ich hätte mit Bahncard und Jugendherbergsausweis längst sämtliche deutschen Bundesländer besucht – tatsächlich aber fehlt mir als einziges von allen Bundesländern noch Bremen auf meiner Liste.

5. Bloggen ist am Ende so viel mehr als nur das Festhalten von Gedanken und dem Niederschreiben von dem, was man so den lieben langen Tag gemacht hat… hier kann ich mich kreativ ausprobieren, als Fan dem Objekt meiner Verehrung huldigen und vor allem eines – mich mit anderen über unterschiedliche Themen austauschen.

6. Hätte ich gewusst, dass das Gute manchmal näher ist als gedacht, hätte ich nicht im Internet auf unübersichtlichen Seiten nach Silvesterangeboten in Hamburg, Bremen oder Dortmund gesucht.

7. Zuletzt habe ich festgestellt, dass auch Unterhaltungsliteratur bilden kann und das war hochinteressant und bewegend, weil es in dem Roman „Hamburger Hamlet“ von Michael Estrin neben Trauerbewältigung auch um das Stück „Hamlet“ geht (wenn auch nur zum Teil) und der übergewichtige Held der Geschichte mit Leseschwäche alles andere als der in üblichen Highschoolgeschichten auftauchende Überflieger ist.

Dienstags-Gedudel #83 : Reisefieber, Teil 37 – die Arktis

Grenzen wollte ich sprengen und hatte damals auch u.a. Klassik im Sinn gehabt – nun ist es soweit. In diesem Fall handelt es sich um Ludovico Einaudis „Elegy for the Arctic“:

Eine Verneigung vor den bedrohten Urgewalten, gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=2DLnhdnSUVs

Lassen wir die Bilder für sich sprechen – die Polargebiete sind grandios. Schön und minimalistisch, wie die Musik. Ich widme diesen Beitrag nellindreams, die diese Rubrik erschaffen hat und öfters gern mal klassisch unterwegs ist.

Media Monday #530 : Celebrations!

Der Media Monday geht nach einem verregneten Sonntag in eine neue Runde – was bin ich froh, dass ich am Freitagabend mit einer Freundin essen war und ein tolles Drei-Gänge-Menü vom Feinsten genießen durfte und am Samstagabend mal wieder im Kino war. Ich habe mir den Film angeschaut, auf den ich nach der DVD „Escape Room“ zwei Wochen gewartet habe: „Escape Room 2 – No way out“ (eine Minizusammenfassung in der Rubrik „Cinema-Scope“ gibt’s demnächst):

Media Monday #530

1. Disappear! Rauschende Feste, wie sie in Film und Fernsehen gern präsentiert werden, sind aktuell wahrscheinlich noch wegen Corona an der Realität vorbei, und waren für mich persönlich auch früher schon völlig überzogen. Am schönsten fand ich immer Silvesterfeiern im kleinen entspannten Kreis, für die wir uns nicht aufgebrezelt haben. Auf großen Firmen- oder auf Geburtstagsfeiern von Verwandte habe ich mich immer irgendwie verloren gefühlt.

2. Einschlägige Filme diktieren eine Idee von Liebe und Romantik, die sich viele gerne zum Ideal auserkoren haben… die auf mich stellenweise etwas befremdlich wirkt. Und was für die einen romantisch ist, muss für die anderen nicht zutreffen. Meistens gehöre ich zur zweiten Gruppe und könnte auch auf den Valentinstag gut verzichten. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

3. Wenn es darum ginge, einen großartigen Liebesfilm zu empfehlen, tue ich mich etwas schwer, aber ich versuche es trotzdem: „10 Dinge, die ich an Dir hasse“, „North & South“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Sinn und Sinnlichkeit“ und „Stolz und Vorurteil“.

4. Die eine Szene in der Serie „Doctor Who“ bewegt mich ein ums andere Mal, wenn in dieser der in die Gegenwart mitgenommene Vincent van Gogh aus dem Mund des Museumsführers Worte vernimmt, die sein Talent als größter Maler aller Zeiten preisen und er erkennt, dass man auch heute noch seine Gemälde liebt. (Mist, jetzt kommen mir auch wie ihm die Tränen).

einer der ganz Großen – https://www.youtube.com/watch?v=ubTJI_UphPk

5. Mitunter schönste Liebeserklärung oder -beweis findet sich in oft kleinen Dingen. In der unter 4 beschriebenen Folge findet Amy am Schluß van Goghs Widmung „for Amy“ auf der Vase mit den Sonnenblumen.

ein Liebesbeweis, auf Jahrhunderte in die Zukunft – https://www.youtube.com/watch?v=q9HkCHjnPnU&t=107s

6. An manchem Klischee ist ja auch durchaus was dran, denn ab und zu kann auch mal eins zutreffen, mir fällt nur gerade keines ein.

7. Zuletzt habe ich außer mich mit dem Schreiben einer Zeitreisegeschichte zu beschäftigen, mir in der ARD-Mediathek beide Staffeln zu je sechs Folgen à 40 Minuten der britischen Serie „Clique“ am Stück angeschaut, und das war mal wieder richtig spannende Unterhaltung, weil die weibliche Hauptperson trotz ihres Eifers, das Richtige zu tun und die Machenschaften der Bösen aufzudecken, selbst eine Person mit einer dunklen Vergangenheit ist und an manchen Stellen kurz davor steht, die falsche Entscheidung zu treffen.

Dem Verbrechen auf der Spur – https://www.youtube.com/watch?v=K3tWWX4xtcQ

Außerdem spielt die Serie im Umfeld der Universität von Edinburgh. Schade, dass nach zwei Staffeln (Staffel 1 – Geldwäsche und organisiertes Verbrechen / Staffel 2 – Mord und Verleumdung) Schluss war.

Projekt ABC – Q wie Québec

Für das Q beim fotografischen Projekt von wortman bietet sich mal wieder eine Reihe von Urlaubsimpressionen aus dem schönen frankokanadischen Québec an. Dort habe ich am regnerischen Tag der Ankunft bereits den Inuksuk im Park gegenüber unserem Hotel aufgenommen, und auch das folgende Motiv stammt aus derselben Gegend.

Das erste und einzige Bild, das mir im Regen gelungen ist. Und einigen, die hier öfters vorbeischauen, mag es bekannt vorkommen – die Auflösung *) gibt es am Schluss.

Im Gegensatz zu der Mehrheit unserer Gruppe zog es mich abends aber nicht in die pittoreske an das Frankreich der Renaissance erinnernde Altstadt von Québec City…

… sondern in einen moderneren Stadtteil mit besonders dekorativen Straßenlaternen, die von Kunststudenten gestaltet worden sind und alle unterschiedlich sind. Welches Schweinderl nehmen wir denn nun? – Ach egal, ich knips‘ sie einfach alle! Nicht lang schnacken, Kopp in’n Nacken und von unten nach oben einfach drauflos fotografiert…

Das Ergebnis fand ich äußerst stimmungsvoll. Und nun gibt es zum Schluss noch die versprochene Auflösung:

Die 5 Besten am Donnerstag : das Meer in Serie

Wir hatten schon Filme, die am Meer spielen – diesmal sind bei den 5 Besten (auf dem Blog von Gina) Serien an der Reihe.

Die Soloermittlerin : Mord ist ihr Hobby

Da sitzt sie in dem beschaulichen Küstenstädtchen Cabot Cove in Maine und schreibt einen Krimi nach dem anderen und löst nebenbei Mordfälle: Jessica Fletcher, gespielt von Angela Lansbury (die auch schon in der ein oder anderen Agatha-Christie-Verfilmung zu sehen war. Die Serie hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, ist für mich aber immer noch amüsant.

Das Ermittlerteam : Death in Paradise

Wie viele Staffeln es von dieser in der Karibik (Guadeloupe) spielenden britisch-französischen Krimiserie bereits gibt, kann ich schon gar nicht mehr sagen – am Anfang war ich noch mit Begeisterung dabei, doch inzwischen hat das Interesse etwas nachgelassen.

Die eingeschworene Gemeinschaft : Big Little Lies

Freundinnen müssen zusammenhalten – besonders wenn eine von ihnen den Mann einer anderen die Treppe hinuntergeschubst hat und sich die Damen gegenseitig Alibis verschaffen; in der Theorie klingt der Plan zunächst zu gut, um wahr zu sein, doch dann kommt es zu immer größeren Spannungen, und dann naht das Unheil in Person der Mutter des Toten, und mit der Ruhe in Monterey, an der kalifornischen Küste, ist es so gut wie vorbei.

Unter schwarzer Flagge mit gekreuzten Knochen : Black Sails

Diesmal tummeln wir uns inmitten einer Menge Piraten, die in der Karibik fieberhaft auf der Suche nach einem spanischen Schiff und seinen unermesslichen Schätzen sind. Bisher kenne ich nur die erste Staffel, aber die hat bei mir Lust auf mehr gemacht.

Noch mehr Schiffe : Vikings

Sie wollen nicht nur die Länder anderer erobern und auf Kaperfahrt gehen, sondern auch Handel treiben – und vor allem eines: neues Land entdecken. Island haben sie schon gefunden, aber es soll ja noch weiter westlich unentdeckte Regionen geben…

Dienstags-Gedudel #82 : Reisefieber, Teil 36 – unendliche Weiten, unbekannte Landschaften

Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga, das schon damals Alexandras Mutter sang.

Soweit so gut… Aber wer auf ein Wiedersehen (und -hören) mit der unvergesslichen Sängerin mit der tiefen Stimme gehofft hat, wird jetzt enttäuscht in die Röhre gucken, denn sie war es schon früh leid, auf ein Klischee festgelegt zu werden.

Audiodatei, gefunden auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=s8G6kkrx4tQ

Eine andere Dame mit tiefer Stimme nimmt heute den Platz in dieser Rubrik ein. Mit dem Opener ihres 2014 erschienenen Albums „Taiga“ gibt sich heute Zola Jesus instrumental die Ehre, bevor es noch einsamer und klassischer wird.

Media Monday #529 : Schlaflos im Wochenende

Ein schlafgestörtes Wochenende liegt hinter mir; das ist kein Spaß, wenn man nachts um zwei wach wird und man midestens zwei Stunden keinen Schlaf findet – Lesen hilft da auch nur bedingt. Und dabei hatten wir noch nicht einmal Vollmond. Aber etwas positivies hatte die Sache auch – am Nachmittag danach war ich so fix und fertig, dass ich erst mal ein ausgedehntes Mittagsschläfchen eingelegt habe. Und am Sonntagnachmittag war ich dann auch wieder fit genug für ein Hofkonzert mit dem Dudelsackduo „Grafenwind“. Die Herren (Thomas Zöller & Brian Haase) spielten viel mittelalterliches, doch dazu weiter unten mehr – jetzt folgen erst einmal die sieben Lückentexte zum Media Monday – die Überschrift enthält den Link zu der Aktion auf dem Blog von Wulf.

Media Monday #529

1. Gerne würde ich mal wieder öfter ein Konzert besuchen – der Rödermarker Kultursommer hat es möglich gemacht. Gut, es war die vorletzte Veranstaltung in diesem Jahr, und entdeckt habe ich sie auch nur durch puren Zufall – aber im Freien sitzen und zwei Stunden richtig tolle Musik genießen, war ein Erlebnis, das es ruhig öfter geben dürfte.

2. Dummes Geschwätz in Bussen und Bahnen kann mir gestohlen bleiben, denn das habe ich seit März 2020 nicht vermisst – und wenn ich mit dem Rad zur Arbeit radelte, entkäme ich diesem und täte auch noch etwas für die körperliche Fitness.

3. Zugegeben, es ist schon so, dass ich in manchen Situationen an Zufälle schon gar nicht mehr glaube.

4. Wenn ich die freie Wahl hätte, ob ich Dudelsackspielen oder lieber Tommeln lernen würde, gäbe ich der Trommel den Vorzug – die finde ich einfacher zu handhaben.

5. Das Engagenment vieler Freiwilliger muss man ja auch anerkennen, schließlich käme im kulturellen Bereich gar nichts mehr zustande, und da werfe ich doch gerne ein Scheinchen in die herumgehende Spendenbox.

6. Es gäbe schon merklich Schlimmeres, als noch ein paar Woche länger im HomeOffice zu arbeiten – zumindest könnte ich während der Arbeit mal wieder knackige Klänge dudeln lassen – wer soll mich denn daran auch hindern?

Zum Wachwerden und/oder Gruseln – https://youtu.be/Lv8nz1BWetE

7. Zuletzt habe ich ein Hofkonzert besucht, bei dem am Ende die Spendenbox herumgereicht wurde, und das war eine Veranstaltung in Rödermark auf einer winzigen Bühne auf einem Privatgrundstück – und das fand ich ganz großartig, weil die beiden Herren unter dem Künstlernamen „Grafenwind“ nicht nur schottische Melodien spielten, für die man einen sehr langen Atem braucht, sondern auch schwedisches, finnisches, bretonisches, galizisches und persisches Liedgut – unter anderem auch das Stück „Varulven“ (Werwolf) von der schwedischen Gruppe Garmarna.

der krönende Abschluss (irgendwo) – https://www.youtube.com/watch?v=mj0mjjEqQo4

In dem Video geben die beiden Herren das Abschlusslied dieses gelungenen Nachmittags – „Gol“ (persisch für Blume).

Momentaufnahmen #17.2 : Musik, die motiviert

Weil mir die heutige Momentaufnahme von aequitasetveritas *) so gut gefallen hat und ich auch „die andere Seite“ zu Wort kommen lassen wollte (hier waren eindeutig die Frauen in der Überzahl), dachte ich mir: Schiebst Du doch gleich noch einen Beitrag dazu hinterher. Bei manchen Themen fällt mir ewig nichts ein, und bei anderen dagegen sprudeln die Ideen – heute ging es um Musikstücke, die meine Stimmung heben.

Also gibt es jetzt noch fünf Stimmungsaufheller plus einen Bonustitel, diesmal vorwiegend von männlichen Stimmen.

Wenn der Titel das Glücklichsein schon im Namen trägt – Pharell Williams „Happy“

Ein echter Gute-Laune-Song – bei dem ich fröhlich mitgrooven kann, mit tanzenden Leuten und Minions.

Happy People all around – https://www.youtube.com/watch?v=ZbZSe6N_BXs

Wenn’s trübe aussieht – Eric Idle „Always look on the bright side of life“

Nur Fledermäuse lassen sich hängen. Guter Tip, denn das Leben ist oft sehr absurd – am besten alles nicht so ernst nehmen und sich eins pfeifen – Monty Python’s Schlusswort im Film „Das Leben des Brian“ ist ein echter Klassiker, ob an Ostern oder an Weihnachten. Schwarzer Humor geht immer.

always look on the bright side of death – https://www.youtube.com/watch?v=SJUhlRoBL8M

Wenn man eine toxische Person losgeworden ist – Michael Bublé „It’s a beautiful day“

It’s a beautiful day and I can’t stop myself from smiling… Wie oft wird man im Leben verarscht oder von Energievampiren heimgesucht – wenn man sich von denen befreien kann, kann es wirklich ein schöner Tag werden. Das Leben braucht einfach viel mehr bunte Luftballons.

nicht jede Trennung muss wehtun – https://www.youtube.com/watch?v=5QYxuGQMCuU

Wenn ein Tief hinter einem liegt und man durchstarten will – INXS „Don’t Change“

„Resolution of happiness, things have been dark for so long“… ich hatte schon so einige böse Tiefs im Leben, doch es ist immer weitergegangen, und manchmal auch mit richtig viel Power und Optimismus. „See no evil in all directions“ – das neue Motto für die kommende Woche.

für meine innere Optimistin – https://www.youtube.com/watch?v=sLm3Khusq_8

A propos „directions“… Nach so viel positiver Energie von der Herrenfraktion wird es Zeit für die etwas andere Motivationshilfe, von einer echten Powerfrau.

Wenn man seine inneren Dämonen in Angriff nimmt – Gossip „Move in the right direction“

Face my fears… das geht in eine ähnliche Richtung wie bei den sechs Herren aus Australien – hier tutet Beth Ditto ins gleiche Horn

Es muss nicht immer perfekt sein – https://youtu.be/12zPU-8bsTE

und wenn dann alle glücklich sind – das Extra Goodie – R.E.M. „Shiny Happy People“

Ob’s Ironie war oder nicht, lassen wir mal dahingestellt – hier singe ich gerne auch mal in der zweiten Stimme mit

unterstützt von Kate Pierson (B-52`s) – https://www.youtube.com/watch?v=YYOKMUTTDdA

So, das war es von meiner Seite nun tatsächlich mit den Momentaufnahmen – mit denen es folgendes auf sich hat: aequitasetveritas hat aus dem von ihr in diesem Jahr benutzen Tagebuch „Meine kleinen Momentaufnahmen“ 26 Fragen herausgesucht – also gibt es alle zwei Wochen eine neue Frage, und zwar immer sonntags.