Projekt ABC – P wie Puzzle

„Endlich wieder Zeit zu Puzzeln“ – mit diesem Spruch begrüßte im Frühling die Schirn Besucher auf ihrer Homepage, die sich informieren wollten, wann das Museum seine Pforten wieder öffnen würde. Dass es mit dem 18. April nicht hinkäme und auch nicht mit dem als nächstes anvisierten Termin (9. Mai), habe ich am 16. April erfahren – einen Tag, nachdem ich ein 1000teiliges Puzzle mit einem Motiv von Mordillo innerhalb von vier Tagen fertig gestellt hatte.

Was lange währt, wird endlich gut – deshalb steht das P beim Projekt ABC *) heute im Zeichen der Puzzles, die ich ganz allein, also ohne fremde Hilfe fertig bekommen habe. Ein echtes Langzeitprojekt! Die Freude, wenn endlich absehbar ist, dass wirklich alle Teile da sind und passen, ist jedesmal für mich das Schönste daran. Da müssen sie nicht mal alle an der Wand hängen – bei knappem Platz halte ich das sowieso für utopisch.

Plüschtiere von Steiff – mein Lieblingspuzzle aus der Kindheit. Die süße Menagerie und die großen 48 Teile… dieses Werk hat einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer.

Düstere Motive sind auch ab und zu ganz hübsch.

Das Bild hängt aber inzwischen nicht mehr an der Wand – dafür kann man mit anderen Motiven ganz viel Spaß haben. Zum Beispiel mit Mordillos knollennasigen Männchen – Der Start – Sortieren tut not…

… dann klappt’s auch mit den Männeken (die ich inzwischen auch wieder auseinandergenommen und in der Schachtel des nächsten Puzzles verpackt habe – bei den vielen Schachteln wird man ja ganz kirre):

Aber die zig Knubbelnasen auf dem Fußballplatz wollte ich nicht im Treppenhaus haben, sondern lieber das nach einem von mir eingereichen Foto angefertigte 34 x 48 cm große Starporträt in 500 Teilen, das mir teilweise echtes Kopfzerbrechen bereitet hat. Kein Wunder, wenn man nicht merkt, dass ein Teil zu Boden gesegelt ist und dort liegt bis zum Schluss. Der Start war übrigens die Hölle – man glaubt es kaum – weil fast die Hälfte der Randstücke dieselbe Farbe hatten – schwarz!

es war zum Haareraufen

Für das dekorative Ergebnis habe ich dreimal so lange gebraucht wie für das Wimmelbild von Mordillo, und inzwischen hat es auch einen Rahmen und hängt im Treppenhaus:

Doch die wahre Herausforderung kam erst noch: Landschaftsfotografie von Mark Gray, bei der ich immer noch nicht weiß, wo das Foto mit dem Titel „Verschmelzung“ entstanden ist. Langer Rede kurzer Sinn: Auch für dieses Puzzle habe ich geschlagene zwei Wochen benötigt und zweimal hintereinander den wahren Alptraum eines echten Puzzlefans erlebt – an der Platte hängenbleiben und das zu bereits einem guten Drittel zusammengesetzte Bild zu Boden reißen, zweimal am selben Tag innerhalb weniger Stunden.

Mit dem Ergebnis, dass ich irgendwann die Schnauze voll und sich obendrein wieder ein einzelnes Teilchen vor mir erfolgreich auf dem Fußboden versteckt hatte… aber ich konnte es dann doch schnell finden und als letztes einsetzen.

Wo auch immer das ist – in 50×70 cm wirkt das bestimmt spektakulär

Auch dieses Bild hat einen Rahmen bekommen – aber kein 08/15-Exemplar aus dem Baumarkt oder Discounter, sondern eigens angefertigt in einer Rahmenwerkstatt. Den Van Gogh mit 1500 Teilen und die kitschige Lady am Teich mit 500 Teilen sowie die Sternenkarte (alle auf Platte aufgeklebt) habe ich in dieser Bildergalerie weggelassen.

—————————————————————————————————-

*) Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).