Media Monday #535 : Disappear…

„Ich bin dann mal weg“, sagte das Wochende. Aber wo ist es denn so schnell hin?

Nach einem spontanen Kneipenbesuch am Freitagabend, der seine Fortsetzung bei meiner netten Begleitung auf dem Balkon fand, stand für mich fest, dass sich solche unverhofften Abende leider nicht mehr so oft einstellen wie früher. Wie sagte doch Loriot so schön? Früher war mehr Lametta. Gut, Lametta brauche ich jetzt nicht unbedingt, aber mal ein bißchen feiern und stundenlang quatschen ab und zu, ist ja auch mal ganz schön. Was der liebe Wulf für uns parat hat, offenbaren die neuesten Lückentexte des Media Monday:

Media Monday # 535

1. Ein Familienfilm par excellence – allerdings aus früheren Jahren – ist der, in dem der kleine Michel aus Lönneberga das Weihnachtsfest rettet. Leider weiß ich nicht mehr, wie der Film heißt.

2. Schwarz-Weiß-Fotografie hat mich schon vor Jahren begeistert, schließlich habe ich früher tatsächlich mal mit einer Kleinbildkamera und Schwarz-Weiß-Film fotografiert, als es die digitale Fotografie noch nicht gab, und auch in einem Labor Filme entwickelt und Abzüge vergrößert. Das waren wirklich spannende Momente. Vielleicht mag ich deswegen immer noch Spielfilme in Schwarz-Weiß wie z.B. „The Artist“ oder „Der Leuchtturm“. Und gelegentlich findet man sogar auf Youtube noch Musikvideos fast ohne „Farbe“ – wie zum Beispiel dieses zu einem Song von Pink:

Küßchen, Küßchen – die Rache der Frauen ist fürchterlich – https://www.youtube.com/watch?v=3jNlIGDRkvQ&list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbA

3. Hingegen habe ich meine Konzentrationsfähigkeit im Straßenverkehr deutlich besser in Erinnerung gehabt, denn sonst wäre ich nicht geblitzt worden. Das Foto auf diesem Brief gehört nicht zu den Dingen, die ich brauche – dann lieber den Screenshot aus dem Clip in „Hallo Deutschland“ über unsere Tanzgruppe (in dem ich die in grünem Oberteil und blauem Rock bin):

Besser so als geblitzt zu werden

4. Es scheint heutzutage auch gar nicht mehr das Wissen da zu sein, wie viele verschiedene Kameratypen es früher gab – jedenfalls mit Sicherheit nicht mehr bei der breiten Masse.

5. Ich würde mir ja wünschen, dass sich die Schwarz-Weiß-Malerei auf Kunst, Film und Fotografie beschränkt und nicht das Denken vieler Zeitgenossen bestimmt. Die Gefahr dazu ist jedenfalls groß, und ich muss mich da teilweise selbst ab und zu mal wieder hinterfragen, um nicht in die gleiche Falle zu tappen.

6. Hier regelmäßig Videos von meinen Lieblingssongs einzubinden (wie zum Beispiel das zu „Disappear“, das ja auch in Schwarz-Weiß gedreht worden ist), reizt mich ja immer wieder und denke mir dann doch teilweise, ob ich es vielleicht nicht doch so langsam übertreibe. Obwohl es ja wesentlich schlimmeres auf der Welt gibt.

Ich bin dann mal weg – https://www.youtube.com/watch?v=qKAa20ukR-s

7. A propos Schwarz-Weiß: Zuletzt habe ich seit Jahren mal wieder Post mit einem „schönen“ Foto von mir in Schwarz-Weiß bekommen, und das war gruselig, weil ich auf den von dem Blitzer geschossenen Foto so angespannt aussehe. Zu schnell gefahren? Shit happens.