Die 5 Besten am Donnerstag : Serien, die an warmen Orten spielen — der Nachzügler

Musste ich bei Serien an kalten Orten passen und hatte tatsächlich nur eine einzige Serie bieten (der Rest war gemogelt), hatte ich bei Serien, die neulich bei Ginas „5 Besten am Donnerstag“ gesucht wurden, die Qual der Wahl. Serien, die an warmen Orten spielen… da würfele ich doch einfach mal alles bunt durcheinander:

Lucifer: Schauplatz Los Angeles. Als ob es da nicht schon warm genug wäre, aber der titelgebende Held Lucifer Morningstar muss leider ab und zu auch mal in die Hölle – und da kann es ungemütlich heiß werden. In dieser Hinsicht vielleicht doppelt so heiß wie woanders.

Death in Paradise: Nach der Hölle nun also ins Paradies – doch auch da ist es tropisch, besonders wenn man verzwickte Kriminalfälle auf einer französischen Karibikinsel lösen muss und dabei ganz korrekt im Anzug unterwegs sein will.

Picnic at Hanging Rock: Korrekte Kleidung ist in dieser sechsteiligen Neuauflage des Spielfilms „Picknick am Valentinstag“ das A und O, und das bedeutet für die Pensionatsschülerinnen, die zu besagtem Picknick aufbrechen, trotz Aufenthalts in der freien Natur, dass sie zwar Hüte und Handschuhe ablegen dürfen, nicht aber ihre Korsetts. Wenn man sich vor Augen hält, dass sich die mysteriöse Geschichte um das Verschwinden mehrerer Schülerinnen auf der Südhalbkugel abspielt, wo es im Februar brütend heiß sein muss, kann sich in etwa vorstellen, dass es bei diesem Ausflug mit der Erholung nicht sehr weit her sein kann.

Miami Vice: Korrekte Kleidung = Anzug? Im Prinzip ja, nur dass diese Anzüge im sonnigen Miami genauso bonbonbunt und pastellig sind wie die Hausfassaden vor Ort und eher lässig mit T-Shirt und Ray-Ban-Sonnenbrille getragen werden. Miami Vice war eine der Serien, bei der wir mit Begeisterung vor dem Fernseher saßen, auch wenn die Handlung oft eher zugunsten der Optik zurückstecken musste.

Sons of Anarchy: Anzüge sind hier Fehlanzeige. Stattdessen geben Rockerbanden in ihren typischen Outfits den Ton an. Angelehnt an Shakespeares Stück „Hamlet“, dreht sich hier alles um den frei erfundenen Motorradclub „Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original“ (SAMCRO) in einer ebenso der Fantasie entsprungenen Gemeinde in der Nähe von Oakland (Nordkalifornien), wo die meisten Folgen (abgesehen von einer Staffel in Nordirland) auch spielen.

Das waren meine sehr verspäteten Top fünf. Wer es nicht auf meine Liste geschafft hat, aber auch noch sehenswert ist:

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle (Melbourne, Australien – aber davon kenne ich nur einzelne Folgen), Beverly Hills 90210 & Melrose Place (die Originale aus den 90er Jahren, in LA), Black Sails (Karibik), 9-1-1 Notruf LA (Los Angeles, zum Dritten) & Seattle Firefighters – die jungen Helden (Seattle, USA –meistens aber da, wo’s brennt), Sandokan – der Tiger von Malaysia und … eine der besten Serien der 80er Jahre überhaupt: Allein gegen die Mafia (in Italien).

Media Monday #536 : Neues Spiel, neues Glück

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Nach einer durchwachsenen Woche, in der ich auch noch an dem Tag verschlafen habe, an denen es für uns mehr als genug zu tun gab, wir einen netten Abend mit allen Teamkollegen in einer Kneipe hatten und ich mit einer Freundin und ihrer Clique auf einem Oktoberfest war (allerdings nicht im Dirndl), habe ich mir einen gemütlichen Sonntag gemacht – gekrönt von dem liebgewonnenen Ritual des Media Monday:

Media Monday # 536

1. Dass man jetzt kaum noch Monate warten muss, bis ein Film aus dem Kino auch im Stream oder Handel erscheint, finden viele bestimmt gut – trotzdem ist für mich das Kino immer noch die erste Wahl, wenn es ums optimale Bild- und Tonerlebnis geht. Zuletzt erlebt in Denis Villeneuves „Dune“ – bevor wegen Corona alles schließen musste, den Depeche-Mode-Film „Spirits in the forest“ und den INXS-Konzertfilm „Live Baby Live“. Das war nicht nur wie ganz vorne im Publikum, sondern wie mitten auf der Bühne.

2. Ich erachte es als besonderen Vorteil, dass dank der Corona-Hygieneregeln jetzt keiner mehr im Kino direkt vor meiner Nase sitzt. Freien Blick auf die Leinwand zu haben, kann schon toll sein. Ich bin mal gespannt, wie sie das bei Konzerten regeln wollen.

3. Nachteilig hingegen ist definitiv, dass sich die Bedingungen für einen Kinobesuch alle Naselang ändern. Zuletzt bei James Bond 007, als ich wundersamerweise keine Kontaktdaten mehr hinterlassen musste, dafür aber davor bei „Dune“ – da wurde außer den üblichen Daten auch die Nummer des Kinos, der Reihe und des Sitzplatzes gefragt. Blöd ist es außerdem, wenn der QR-Scanner nicht funktioniert, in einer Bar aber darauf bestanden wird, diesen zu nutzen.

4. Früher war sicherlich einiges anders, aber nicht unbedingt besser. Beispielsweise dass man beim Besuch von Ausstellungen Gefahr lief, sich in der Schlange ewig die Beine in den Bauch zu stehen (wie 2012 in Amsterdam beim Van-Gogh-Haus) – jetzt kann man online im Voraus Zeitfenster buchen, wie bei der am 1. Oktober in Mainz begonnenen Banksy-Ausstellung.

5. Wenn es die Möglichkeit gäbe, Corona ungeschehen zu machen, wäre ich begeistert. Aber ich fürchte, dann lauert schon die nächste Seuche in den Startlöchern.

6. Grundsätzlich wäre es ohnehin eine feine Sache, wenn man mir auch ohne Corona nicht so dicht auf die Pelle rücken würde – denn manche haben es wohl immer noch nicht gepeilt.

7. Zuletzt habe ich zusammen mit meiner Schwester die Filmauswahl für den Horrorctober im Losverfahren ermittelt, und das war wie die Ziehung der Lottozahlen nur ohne Drama, weil die Hintergrundmusik zu unseren „13 aus 33“ gefehlt hat.