Die 5 Besten am Donnerstag : schaurige Orte in Filmen

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Ganz im Zeichen des Horrors steht auch dieses Jahr wieder der Oktober mit Halloween an dessen letztem Tag; nicht umsonst mache ich auch dieses Jahr wieder mit bei der Aktion „Horrorctober“, bei der ich einen Monat Zeit habe, mir 13 Horrorfilme anzusehen (die diesmal allesamt aus derselben Box stammen).

Auch bei Ginas Besten am Donnerstag wird es in der aktuellen Ausgabe gruselig – denn alles dreht sich um schaurige Orte. Und hier sind sie nun, meine Top Five der unheimlichsten Orte, bei denen man eines nicht haben darf: Klaustrophobie – die Angst vor dem Eingeschlossensein). Manche Orte mögen sich vielleicht auf anhieb nicht so anfühlen (z.B. die Arena in den beiden ersten Filmen der „Tribute von Panem“-Reihe, die abgelegene Bucht in „Long Weekend“ oder das gesamte Setting von „Triangle – die Angst kommt in Wellen), doch die Beklemmung ist allgegenwärtig…

Raumkonstruktionen ohne wirkliche Chance auf ein Entkommen

Wenn ich eine Auswahl treffen müsste, ob es mich in der von Jigsaw gebauten Todesfalle (SAW), dem Haus mit diversen Escape Rooms (Escape Room / Escape Room 2) oder dem Würfel mit sich bewegenden Räumen (Cube) am meisten gruselt, fiele meine Wahl auf Cube – denn da braucht es keinen selbstgerechten Richter über Leben und Tod, und die Furcht vor dem nächsten Raum, der völlig harmlos oder einen grausam ins Leben befördert, ist für mich in dem Würfel am größten.

Maritime Schauplätze

Auf der einsamen Leuchtturminsel mitten im tosenden Sturm (Der Leuchtturm – mit Willem Dafoe und Robert Pattinson) möchte ich nicht tot überm Zaun hängen, auch wenn es dort gar keinen Zaun gibt. Was man nicht unterschätzen sollte und einen großen Anteil an der beklemmenden Atmosphäre hat, ist das unablässig tutende Nebelhorn. Gefilmt in Schwarz-Weiß und im quadratischen Format, wird der kammerspielartige Eindruck noch verstärkt – ideale Voraussetzungen, den sich bahnbrechenden Wahnsinn zu spüren.

Doch das Grauen ist noch steigerungsfähig. Gegenstand unzähliger Gruselgeschichten waren schon immer Geisterschiffe. In Ghost Ship geht es schon zu Beginn wirklich blutig zu, und wo immer ein gewisser Herr mit seiner Crew an Bord geht, endet es für alle Beteiligten immer tödlich.

So nass mein Tal – Darkness falls

Dunkel und beklemmend alleine ist ja schon schlimm, wenn aber noch Nässe und Kälte hinzukommen… Wo könnte es noch ungemütlicher sein als in der Kanalisation? In Horrorfilmen wie „Slugs“ sind es schleimige Kreaturen, und sogenannte Urban Legends wollen uns seit den Dreißiger Jahren weismachen, dass in der Kanalisation von New York Alligatoren leben (Er lebt 15 Meter unter der Straße, er ist über 12 Meter lang, er wiegt über 2000 Pfund und kann jederzeit ausbrechen), doch in dieser Kanalisation lauert nicht der „Kanalligator“, sondern Clown Pennywise mit seinen Ballons und verspricht in ES seinen Opfern, mit ihm und den anderen zusammen fliegen zu können. Wer´s glaubt, wird selig – und doch läuft es mir kalt den Rücken herunter, wenn aus dem Gulli diese furchterregende Stimme ertönt…

Die absolute Beklemmung – gefangen unter der Erde

Zugegeben, Friedhöfe wie den bekanntesten von Paris – den Cimetière du PèreLachaise – ziehen mich gerade zu an; auch Höhlen habe ich mir schon einige unter sachkundiger Führung angesehen, aber in den tief unter der Stadt gelegenen Katakomben von Paris war ich noch nie. Mir hat der Besuch der unterirdischen Stadt unter der Altstadt von Edinburgh im wahren Leben vollauf genügt – und nach einem Durchlauf des eher mittelprächtigen Horrorfilms „Katakomben“ weiß ich auch wieder, warum.

Das war sie – meine schaurige Parade, passend zu dem nahenden Halloween.