Media Monday #537 : Invasion der Tanzmäuse

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Wir sind mittendrin im Horrorctober, und die Überschrift taugt keinen Schuss Pulver. *) Außerdem hat der Oktober erst angefangen und glänzt mit dem Attribut, das man gemeinhin als „golden“ bezeichnet, da wollen Gruselgefühle sich nur langsam einstellen. Und bis Halloween ist es noch lange hin. Das war vor Jahren noch anders – da war der ganze Oktober mein persönlicher Horrormonat, da ich in diesem Monat geliebte Menschen für immer verloren habe. So, genug der vorangeschickten Worte, bevor Erinnerungen übermächtig werden – was nun folgt, ist ein liebgewonnenes Sonntagabendritual: mich von den sieben Lückentexten des Media Monday überraschen zu lassen. 

Bitteschön, hier ist er:

Media Monday # 537

1. Langsam aber sicher erscheinen lang erwartete und oft verschobene Kinofilme, die ich schon lange sehen wollte, im Kino, und zumindest bei zweien war ich schon zu Beginn des Jahres so richtig hibbelig: „Dune“ und „007 – Keine Zeit zu sterben“. Worauf ich mich aber jetzt schon freue, sind die deutschen Produktionen „Fly“ und „Contra“, die für den Oktober angekündigt worden sind, und „House of Gucci“ im November – sowie das Fantasy-Filmfest Ende Oktober in der Harmonie in Frankfurt am Main. Von Steven Spielbergs Version der „West Side Story“ werde ich dagegen die Finger lassen. Und ob „Moonfall“ von Roland Emmerich, der 2022 ansteht, etwas taugt, bleibt auch noch abzuwarten.

2. Für mich ist „Dune“ auch ein richtiger Geniestreich, wenn man bedenkt, dass ich davor nur die Verfilmung von David Lynch von 1984 kannte und mich immer gefragt habe, was man bei einer Neuauflage anders machen könnte und wie wohl diese gigantischen Sandwürmer auf der großen Leinwand wirken könnten. Jetzt weiß ich es.

3. Ich hätte ja nicht gedacht, mich so dafür begeistern zu können, wie ein kleines Kind beim Warten aufs Christkind, dass sich ein als Komponist genannter Musiker dafür bedankt, dass ein bestimmter Song anscheinend eine Milliarde Mal gestreamt worden ist. Vom Verlinken zu Youtube war vermutlich nicht die Rede, oder zählt das auch dazu?  

4. So manche lieblose Synchronisation treibt mich regelmäßig zur Weißglut, denn wenn die Dialoge sich wie heruntergeleiert oder vom Blatt abgelesen anhören, killt das die ganze Atmosphäre. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn man sich den Film nur in der Synchronfassung ansehen kann. Dabei kann man doch glatt verrückt werden. So wie dieser Herr hier:

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt – https://www.youtube.com/watch?v=4Fc67yQsPqQ&list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbA&index=30

5. Langsam wird es kälter und ungemütlicher draußen. Immerhin wieder ein guter Anlass, um Tee zu trinken oder einen gehaltvollen Rotwein zu genießen, während ich schmökere oder an neuen Kapiteln für diverse Fortsetzungsgeschichten tüftele.

6. Gemeinsam einen netten Abend zu verbringen, ist auch immer eine schöne Beschäftigung, schließlich weiß man nie, wieviel Zeit die betreffenden Personen für einen haben. PS: Guten Freunden schenkt man doch gerne ein Küßchen, und wenn’s nur ein singendes, klingendes ist. Die Dame und ihre Band habe ich während meiner „schwarzen Phase“ Ende der 90er Jahre oft und gerne gehört:

dass es diese Combo noch gibt – https://www.youtube.com/watch?v=HpcNaqkrPm8&list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbA&index=29

7. Zuletzt habe ich diverse Grabstätten aufgesucht und das war dank des „goldenen Oktoberwetters“ bei strahlendem Sonnenschein weniger hart, als ich vorab befürchtet hatte, weil meine Schwester mit dabei war. Nur Blumen gab es keine schönen zu kaufen, da musste es ein einfaches Grablicht für die Laterne tun.

*) „Invasion der Tanzmäuse“ wäre auch ein schöner Titel für einen Horrorfilm – wenn das Tanzevent zum Horrortrip gerät. Wobei man Tanzmaus so oder so auslegen kann, für Vorschläge in alle Richtungen bin ich durchaus offen.