Self-Statements : The importance of being asked *)

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*) diesen Titel habe ich schon öfters bei Bette Davis left the bookshop gelesen, und diesmal ist sogar ein Fragebogen darunter zu finden, der mich spontan zum Mitmachen animiert hat – den Fragebogen zum Thema Horror. Der stammt von den Verfassern Static und Der Dude von Nebenan – und präsentiert wurden die Fragen von Gina. 18 Fragen – 18 teilweise längere Antworten… Hier sind sie auch schon:

1. Bist du ein Fan von Oktober und Halloween?

Schon allein wegen der buntgefärbten Wälder und dem Geruch brennenden Holzes (meine Nachbarn heizen damit) mag ich den Herbst. Als Kind habe ich die Laternenumzüge zu St. Martin geliebt, und ein besonders liebgewonnenes Spektakel ist für mich der Anblick der Zugvögel, die sich in wärmere Gegenden aufmachen – allen voran die Kraniche. Leider aber habe ich im Oktober zwei mir nahestehende Menschen verloren. Das klingt jetzt zunächst nicht sehr schön – andererseits hat meine beste Freundin Ende Oktober Geburtstag, und das ist dann wieder etwas, worauf ich mich freue. Bei Halloween bin ich allerdings raus… private Halloweenfeiern fand ich immer sehr lustig, auch wenn eine damalige Freundin ihren Garten und das ganze Haus stilecht dekoriert hat. Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als sie nach einer Prozession (ihr Grundstück grenzte an den Friedhof) in einer abgelegenen Ecke des Gartens einen Behälter mit Kürbissuppe feierlich zu Grabe trugen. Diese Suppe konnte man nämlich niemandem mehr anbieten. Und sicherlich werde ich auch dieses Jahr wieder ein paar Süßigkeiten zu Hause bunkern, für den Fall, dass ein paar verkleidete Kinder durch unsere Straße ziehen. Nur wollte in den letzten Jahren niemand bei uns klingeln. Dabei ist dieser Tag doch wie geschaffen dafür, das Fastnachtskostüm noch einmal anzuziehen.

2. Hast du „Rituale“ denen du in dieser Zeit nachgehst?

Das einzige Ritual, das ich pflege, ist ein Besuch im Friedwald an „unserem“ Baum.

3. Klassische Horrorfilme oder was läuft in dieser Zeit in deinem Videodrome?

Auch dieses Jahr mache ich wieder mit beim „Horrorctober“ und versuche, bis Halloween 13 Horrorfilme zu sehen – hinzu kommt dann noch das Fantasy-Filmfest in Frankfurt am Main… vielleicht schaffe ich es diesmal, ein Ticket dafür zu ergattern.

4. Hattest du in der Zeit um Halloween ein Ereignis in deinem Leben, welches eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat?

Alles hält sich die Waage: Unter dem ersten Punkt habe ich es schon erwähnt – der Todestag meines Vaters fällt auf den 29. Oktober – an diesem Tag hat aber auch meine beste Freundin Geburtstag, und die war bei meiner Hochzeit Trauzeugin. Der zweite Trauzeuge, ein Bruder meines Mannes, hat an diesem Tag ebenfalls Geburtstag – und geheiratet habe ich am 2. November – alles Ereignisse rund um Halloween (zwei Tage davor und zwei Tage danach).

5. „Süßes oder Saures“? Was gibt es an deiner Haustür? Und wie stehst du zu dieser Tradition?

Etwas Süßes, falls welche klingeln. Das Dumme ist nur: Hat man zu wenig daheim, gehen spätere Klingelgeister leer aus – kommt aber niemand, kann man bis zum Jahresende Süßkram mümmeln. Und der steht mir dann irgendwann bis sonstwohin.

6. Faszinieren dich eher Menschliche/Menschenähnliche oder eher Dämonische/Geisterhafte Wesen in Horrorfilmen? Oder vielleicht auch komplett andere Kreaturen?

Es ist der nicht benennbare Schrecken und die bedrohliche Atmosphäre, bei der ich es förmlich genieße, dass mir dabei ganz anders wird. Starke Schwarz-Weiß-Kontraste haben dabei einen nicht ganz unerheblichen Anteil.

7. Zeig anderen deine Top 5 Horrorikonen. Welche sind deine?

Nosferatu – Willard – Ring – Fright Night – Sleepy Hollow… Es gibt so viele gute Horrorfilme, und bestimmt noch bessere als die, die ich gerade genannt habe – mir fallen nur gerade keine anderen ein.

8. Mit welcher „Waffe“ aus deinem Haushalt ziehst Du in den Kampf gegen „Die Nacht der lebenden Toten“?

Mit Konservendosen und -gläsern, deren Inhalt das Verfallsdatum schon lange hinter sich gelassen haben. Das gibt eine feine Schweinerei, wenn das Obst und das Gemüse durch die Gegend fliegt – und die Zombies sind für einen Moment abgelenkt, weil sei mit Futtern beschäftigt sind.

9. Dunkelheit, Geräusche, Schatten….. wovor hattest du als Kind am meisten Angst?

Vor der Angst, verlassen zu werden – also nichts von dem, was man in Horrorfilmen oft als Angstauslöser präsentiert bekommt.

10. Was ist für Dich der „wahre“ Horror?

Menschliche Grausamkeit, die sich durch die gesamte Geschichte zieht – auf die Spitze getrieben in Deutschland zwischen 1933 und 1945 – und symbolisiert durch die Stolpersteine, von denen einige in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Bürgersteig zu finden sind.

11. Siehst Du immer nach, wenn Du ein seltsames Geräusch aus einem dunklen Winkel deiner Wohnung hörst?

Früher habe ich das tatsächlich getan; beim letzten Mal jedoch habe ich nichts auffälliges wahrgenommen und die Bescherung tatsächlich erst am nächsten Morgen gesehen: Aus einem leeren Terrarium ist die gläserne Schiebetür komplett vorwärts aus der Schiene gefallen und auf dem Fußboden zerschellt. Alle Scherben sind jedoch an der Stelle liegengeblieben, an der die Scheibe aufgeschlagen war – anstatt wild durchs ganze Zimmer zu fliegen. Das fand ich wirklich gruselig.

12. Hast du ein Faible für „Urbane Legenden“ und wie stehst du zu diesen? Fakt oder Fiktion?

Dass sie tatsächlich passiert sein sollen, halte ich für unwahrscheinlich, aber sie würden einen prima Stoff für Gruselfilme abgeben.

13. Welcher Horror/Gruselfilm ist der älteste, den du gesehen hast, wenn du nicht zwischenzeitlich von Agent J „geblitzdingst“ wurdest?

„Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ von 1922 – der ist dieses Jahr 99 Jahre alt, und gesehen habe ich ihn in einem Theater mit Orchesterbegleitung.

14. Mal angenommen du würdest einen schönen B-Movie Horrorfilm gedreht haben und müsstest dem einen schön trashigen Titel verpassen. Wie würde deiner heißen?

Invasion der Tanzmäuse.

15. Was würdest du tun wenn du spontan zu einer Halloween Feier eingeladen wirst? Gehst du stylisch im Kostüm (wenn ja welches) oder gehst du schlicht und einfach als du selbst?

Irgendwo habe ich noch einen Hexenhut herumliegen. Mit etwas Fantasie würde ich mir auf die Schnelle ein Hexenkostüm zusammenbasteln.

16. Clowns! Horror oder Lachnummer?

Clowns sind mir relativ egal. Im Zirkus fand ich alles andere um Längen interessanter, und ich war froh, wenn ihre Auftritte vorbei waren.

17. „Lost Places“ dafür begeistern sich ja viele und inzwischen gibt es ja sogar Touren. Bist du interessiert oder kennst du interessante Orte in deiner Gegend?

Ein paar hundert Meter von meinem Wohnhaus entfernt stand auf einem Privatgrundstück eine verfallene Villa, die auf mich eine ungeheure Faszination ausgeübt hat, weil sie für niemanden zugänglich war und ich nicht einmal von Google Earth vernünftige Bilder von ihr aus der Vogelperspektive geliefert bekam. Inzwischen ist das Gebäude vermutlich längst abgerissen – nachgeschaut habe ich nicht.

18. Welches Filmmonster hat den ikonischsten Look? Oder hat für dich was ganz spezielles.

Ich glaube, den höchsten Wiedererkennungswert hat Freddy Krueger aus „Nightmare on Elm Street“, obwohl ich den Film im Original nie gesehen habe, sondern ein grottenschlechtes Remake. Etwas spezielles an sich hat die in „The Ring“ aus dem Brunnen steigende Samara mit ihren abgehackt wirkenden Bewegungen – allerdings möchte ich nicht in der Haut derer stecken, die Zeuge werden, wie sie aus dem Fernsehmonitor heraus- und ins Wohnzimmer hineinkommt, um ihre paralysierten Opfer ins Jenseits zu befördern.

2 Kommentare zu “Self-Statements : The importance of being asked *)

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