Media Monday #547 : Advent, Advent 4/4

Nachdem ich die Zierknöpfe ganz gechillt auf mein Oberteil genäht und mein Projekt erfolgreiche beendet habe, kann ich mich der Anfertigung der letzten Weihnachtsgeschenke widmen – der besonderen Weihnachtsmarmelade und einem Gutschein für etwas Selbstgenähtes. Sobald sich mein Arm von der Booster-Impfung am Samstag wieder erholt hat. Jetzt aber zu den Lückentexten des 547. Media Monday

Media Monday # 547

1. Irre ich mich, oder ist Weihnachtsfilmklischee par excellence sich haushoch auftürmender Schnee, bei dem man nie sieht, wer den wegschippen muss?

2. Es muss ja auch nicht immer die absolute Innovation sein, aber die Art und Weise, wie Weihnachtsfilme als gefühlte Fließbandware entstehen, führt mir vor Augen, wie schön ich einen liebgewonnenen Klassiker wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ doch finde. Dieses Märchen kann ich mir jedes Jahr wieder und wieder ansehen. Durch eine einstündige Dokumentation über die Dreharbeiten, die ich mir neulich auf Youtube angesehen habe, weiß ich jetzt Dinge über den Film, die ich vorher noch nicht wusste – wie zum Beispiel, dass es sich bei dem Filmschloss um Schloss Moritzburg bei Dresden handelt. Vor diesem Schloss habe ich vor Jahren schon gestanden, ohne zu wissen, dass dies ein Drehort gewesen ist.

3. Dass sich Streithähne versöhnen, gehört auch irgendwie in jedes auch nur annähernd weihnachtlich inspirierte Werk, schließlich lautet die zentrale Botschaft „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“.

4. Schade derweil, wo die Festtagsstimmung zur bloßen Fassade verkommt, denn das wirkt dann so falsch und aufgesetzt.

5. Es ist ja schon immer amüsant bis lachhaft, dass das große Familienevent im herausgeputzem Haus und superfestlicher Garderobe in Filmen und Zeitschriften zelebriert wird, während sich im wahren Leben die meisten von uns vermutlich entspanntes Abhängen ohne viel Tamtam wünschen. Etwa so wie Amy Mitchell, ihr Freund und deren Kinder in „Bad Moms 2“, für die das angeberische Getue der Schwiegermutter ein Graus ist und die eigentlich nur Rodeln, Plätzchenbacken und im Schlafanzug auf dem Sofa lümmeln im Sinn hatten, aber nicht die pompöse Weihnachtsparty mit 180 Gästen und Kenny G. als Hauptact.

6. Eine neue Schneiderpuppe wäre bei mir schon etwas für unter dem Weihnachtsbaum, zumal ich jetzt wieder mit dem Schneidern anfangen wollte, und da ist es schade, dass meine jetzige beim Transport kaputtgegangen ist.

7. Zuletzt habe ich mir „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ angesehen und das war wieder ganz zauberhaft, weil hier die Chemie zwischen den Hauptpersonen tatsächlich echt war und man das auch als Zuschauer spürt.